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Coronavirus weltweit+++ US-Behörde verschärft 15-Minuten-Regel +++ Deutschland meldet erstmals über 10'000 Fälle

Laut dem Robert-Koch-Institut nimmt die Virus-Ausbreitung in privaten Haushalten zu. Ansteckungen im ÖV seien dagegen seltener. Internationale Corona-News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In vielen Ländern grassiert Covid-19 so stark wie im Frühjahr, fast ein Drittel aller Neuinfektionen entfällt auf Europa.

  • Die USA bleiben mit über 8 Millionen Infizierten punkto Gesamtzahlen das am stärksten betroffene Land.

  • Weltweit haben sich bisher mehr als 40 Millionen Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt.

  • Mehr als eine Million Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben.

LIVE TICKER

Schweden verschärft Regeln für Nachtclubs

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen führt die schwedische Regierung strengere Regeln für Nachtclubs ein. Die Zahl der Besucher wird auf 50 begrenzt. «Die Partys in den Nachtclubs sind jetzt vorbei», sagt Ministerpräsident Stefan Löfven. Gleichzeitig lockert Schweden die Auflagen für Sportveranstaltungen und andere Events, bei denen die Zuschauer weit auseinander sitzen können. Ab dem 1. November dürften bis zu 300 Personen teilnehmen, bislang sind es maximal 50.

RKI: Situation «sehr ernst», Ansteckungen im privaten Umfeld

Der Präsident des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ist besorgt über die jüngste Entwicklung in der Corona-Krise in Deutschland: «Inzwischen ist die Situation insgesamt sehr ernst geworden», sagt Wieler. Aber er fügt hinzu: «Derzeit haben wir noch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.» Voraussetzung dafür sei aber die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln.

Im Vergleich zur ersten Welle der Pandemie im Frühjahr nehme derzeit die Ausbreitung des Virus in privaten Haushalten deutlich zu. Ursache sei, dass sich Menschen vor allem bei privaten Begegnungen ansteckten und das Virus mit nach Hause brächten. Dies gelte es, mit Einhaltung der Hygieneregeln zu verhindern.

Ansteckungen im öffentlichen Nahverkehr oder auch in Hotels seien dagegen eher seltener, erläuterte Wieler. Eine Veranlassung für einen Kurswechsel in Deutschland angesichts der steigenden Zahlen bei den Neuinfektionen sehe er nicht.

US-Behörde verschärft 15-Minuten-Regel

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat neu definiert, was ein «enger Kontakt» im Zusammenhang mit Covid-19 ist. Bislang galt, wie in der Schweiz, dass eine Quarantäne nur nötig ist, wenn man länger als 15 Minuten in der Nähe (weniger als 1,8 Meter, resp. weniger als 1,5 Meter in der Schweiz) einer infizierten Person war.

Neu gelten auch kleinere Zeitabschnitte, die sich innert 24 Stunden auf über 15 Minuten kumulieren, als Faktor für eine potentielle Ansteckung. Wer also im Verlauf eines Tages mehrmals kurzen Kontakt zu einer infizierten Person hatte, beispielsweise an der Kaffeemaschine, im Lift, in einer Besprechung, der ist gemäss CDC nun ebenfalls gefährdet.

Die neue Anweisung erteilte das CDC nach einem Bericht aus einem Gefängnis in Vermont. Dort hatte sich ein Wärter mit Covid-19 angesteckt, der mehrere sehr kurze Kontakte zu infizierten Gefangenen hatte. In einem Fall konnten via Videomaterial 22 Kontakte mit weniger als 1,8 Metern Abstand festgestellt werden, mit einer Gesamtdauer von 17 Minuten. Der Wärter trug während der Kontakte stets eine Schutzmaske, die Gefangenen aber nicht immer.

10'000 Fälle in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10'000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11'287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Ausgangssperre auch in Rom

In der italienischen Region Lazio, zu der die Hauptstadt Rom gehört, wird wegen der erneuten starken Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Das entsprechende Dekret wurde am Mittwochabend von Gesundheitsminister Roberto Speranza und Regionalpräsident Nicola Zingaretti unterzeichnet.

Die Ausgangssperre tritt am Freitagabend in Kraft und gilt für 30 Tage. Zwischen 23.00 Uhr und 05.00 Uhr ist das Verlassen des Hauses oder der Wohnung nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Lazio ist bereits die dritte italienische Region, in der eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde. In den vergangenen Tagen war die drastische Massnahme bereits für die Regionen Lombardei und Kampanien beschlossen worden. Ausnahmen von den Ausgangssperren sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich.

Mehr als 155'000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 24'818 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 566 auf 155'403 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Hier geht es zu unserem Corona-Dashboard mit allen Zahlen.

US-Gesundheitsminister macht Hoffnung auf US-weite Impfung bis April

US-Gesundheitsminister Alex Azar geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass bis zum April alle US-Amerikaner eine Corona-Impfung erhalten könnten. Eines der Mittel, das die US-Regierung finanziell unterstütze, könne demnach schon Ende des Jahres für besonders gefährdete Menschen zur Verfügung stehen, sagte Azar am Mittwoch. Für Ende Januar rechnet der Minister damit, dass genug Dosen für Risikogruppen wie Senioren zur Verfügung stehen. Ende März oder April dann solle ein funktionierender Impfstoff für alle Amerikaner zur erhältlich sein.

Die Vereinigten Staaten unterstützen sechs Hersteller, die an einer Impfung forschen und lassen diese gleichzeitig bereits grosse Mengen produzieren, falls sich einer der Stoffe als wirksam und sicher erweist und die Zulassung erhält. Unter diesen Firmen sind auch zwei der aussichtsreichsten Kandidaten derzeit: die Wirkstoffe der Biologie-Unternehmens Moderna sowie vom Pharmariesen Pfizer in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Biontech. Beide Mittel befinden sich in der dritten und letzten Erprobungsphase mit Zehntausenden Probanden.

Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

Dem Fernsehsender «CNN Brasil» zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung «O Globo» berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe. Offiziell äusserten sich zu dieser Frage zunächst weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa. AstraZeneca hatte die klinische Studie für seinen vielversprechenden Corona-Impfstoff im September vorübergehend gestoppt – offenbar nicht zum ersten Mal. Das Vakzin AZD1222 zählte bis dahin zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. Sollte sich ein Zusammenhang des Todes des Freiwilligen mit dem Impfstoff herausstellen, wäre dies ein schwerer Schlag für das Projekt.

Der Impfstoff wird derzeit von der europäischen Arzneimittel-Behörde EMA in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet. Mit AstraZeneca hat die EU bereits einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Impfdosen geschlossen.

Foto: Keystone
Spanien überschreitet als erstes EU-Land die Millionen-Schwelle

In Spanien überschreitet die Zahl der Coronafälle zum ersten Mal in Europa die Schwelle von einer Million. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

Neuer Höchststand in Italien bei Infektionen

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15'200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10'000 überschritten. Ausserdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen grossen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich fast 450'000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der bekannten Todesfälle stieg auf 36'832.

Gesundheitsminister Spahn positiv auf Coronavirus getestet

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich als erstes Mitglied der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, wurde er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet.

Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hiess es in der Mitteilung. «Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert.» Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm. Auf den Bildern ist Spahn mit einem Mund-Nasen-Schutz zu sehen.

Wie ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin auf Anfrage mitteilte, muss das Bundeskabinett deswegen nicht in Quarantäne. Das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde.

Immer wieder mussten sich zuletzt deutsche Spitzenpolitiker wegen Risikobegegnungen in Quarantäne begeben. Am Samstag hatte es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen. Grund war der positive Corona-Test eines Personenschützers. Zwei Tests beim Staatsoberhaupt fielen seither negativ aus.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn.
Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn.
Foto: Markus Schreiber (Keystone)

Frankreich will Notstand verlängern

Frankreich will wegen der sich verschärfenden Coronavirus-Pandemie den Gesundheits-Notstand bis zum 16. Februar des kommenden Jahres verlängern. Ein Regierungssprecher kündigt an, am Donnerstag sollen die Warnungen im mehreren Regionen hochgestuft werden. Das bedeute, dass mehrere Departements Ausgangssperren erlassen müssten.

Rekordanstieg bei Neuinfektionen in den Niederlanden

Die Niederlande erreichen mit 8.500 Fällen einen Höchststand an Neuinfektionen, teilt das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit. Erst vor einer Woche wurden von der Regierung in Den Haag neue Massnahmen zur Eindämmung der Viruspandemie beschlossen.

Tschechien schliesst Geschäfte und verhängt Lockdown

Angesichts sprunghaft steigender Corona-Zahlen greift Tschechien zu drastischen Massnahmen, die einem landesweiten Lockdown gleichkommen.

Von Donnerstagmorgen an müssen fast alle Geschäfte schliessen, wie Gesundheitsminister Roman Prymula am Mittwoch bekanntgab. Ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken.

Zudem werden Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr verhängt: Die Regierung hat angeordnet, dass Leute ihre Kontakte mit anderen Menschen auf die «absolut notwendige Zeit» begrenzen müssen. Das gilt nicht für den Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Familienbesuche. Erlaubt sind auch Spaziergänge in Parks und der freien Natur.

Eine Frau geht in Prag an einem geschlossenen Restaurant vorbei. (20. Oktober 2020)
Eine Frau geht in Prag an einem geschlossenen Restaurant vorbei. (20. Oktober 2020)
Foto: David W Cerny (Reuters)
Slowenien und Kroatien melden Rekorde bei Neuinfektionen

Slowenien und Kroatien verzeichnen Höchstwerte bei den Neuinfektionen. In Slowenien steigen die Ansteckungszahlen binnen 24 Stunden um 1503 auf 15.982. Hier starben insgesamt 200 in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

In Kroatien klettert die Zahl der Infektionen um 1424 auf 28.287, bislang starben 393 Menschen.

Welthandel zieht laut Uno wieder an

Trotz erster Signale für eine von China angeführte Belebung wird der Welthandel den Vereinten Nationen zufolge in diesem Jahr wegen der Pandemie einbrechen.Wertmässig dürfte er zwischen sieben und neun Prozent fallen, geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (Unctad) hervor.

Auf dem Höhepunkt der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr habe es sogar einen Einbruch von 19 Prozent gegeben. Im zurückliegenden Sommerquartal sei der Welthandel um etwa 4,5 Prozent gewachsen.

Ein Containerschiff verlässen den Hafen in Hamburg. (11. März 2020)
Ein Containerschiff verlässen den Hafen in Hamburg. (11. März 2020)
Foto: Fabian Bimmer (Reuetrs)

«Der Handel mit Heimbürogeräten und medizinischem Bedarf hat im dritten Quartal zugenommen, während er sich im Automobil- und Energiesektor weiter abschwächte», so die Unctad. Auch die Nachfrage nach Textilien sei deutlich gestiegen. Im laufenden Herbstquartal dürfte die Dynamik aber schon wieder nachlassen. Hier wird mit einem Wachstum des Welthandels von drei Prozent gerechnet. Aufgrund steigender Infektionszahlen bleibe die Unsicherheit gross.

Palästinensischer Chefunterhändler an Maschine angeschlossen

Der schwer an Corona erkrankte Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist nach Klinikangaben an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen worden.

Die Lungenfunktion des 65-Jährigen werde mit einer sogenannten ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung) unterstützt, teilte das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem in der Nacht zum Mittwoch mit.

Saeb Erekat war am Sonntag mit Atemnot ins Spital eingeliefert worden. (6. September 2020)
Saeb Erekat war am Sonntag mit Atemnot ins Spital eingeliefert worden. (6. September 2020)
Foto: Muhammad Hamed (Reuters

Bei dem Verfahren wird das venöse Blut ausserhalb des Körpers in einer Maschine mit Sauerstoff angereichert und dann ins arterielle Blutgefässsystem zurückgeleitet. Es funktioniert so wie eine externe Lunge. Mit der Behandlung sei Erekat gut stabilisiert und die Sauerstoffsättigung des Blutes sei ausgezeichnet, hiess es in der Mitteilung der Klinik. Seine Behandlung werde weiterhin mit Ärzten im Ausland abgestimmt.

Erekat war am Sonntag mit Atemnot in die Universitätsklinik gebracht worden. Nach einer Verschlechterung seines Zustands war er dann in Vollnarkose versetzt und künstlich beatmet worden. Sein Zustand ist den Angaben zufolge weiter «kritisch, aber stabil». Erekats Behandlung ist nach Angaben der Klinik besonders schwierig, weil sein Immunsystem nach einer Lungentransplantation vor drei Jahren unterdrückt sei. Dazu kämen die Corona-Erkrankung sowie eine bakterielle Infektion.

Amazon verlängert Homeoffice-Option bis Ende Juni 2021

Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon, deren Arbeit von Zuhause aus erledigt werden kann, dürfen bis Ende Juni 2021 im Homeoffice bleiben. Dies gab das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) aufgrund der Coronavirus-Pandemie bekannt.

Die Verlängerung sei eine Richtlinie für alle Länder, in denen Amazon tätig sei, erklärte eine Unternehmenssprecherin diesbezüglich. Zuvor war bei Amazon das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bis Januar 2021 bewilligt gewesen.

Ein Mitarbeiter von Amazon geht durch ein Drehkreuz in einem Lager von Amazon.
Ein Mitarbeiter von Amazon geht durch ein Drehkreuz in einem Lager von Amazon.
Foto: Abhishek N. Chinnappa (Reuters)
Deutschland sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan «Allied Hand» zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt.

Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Hinzukommen könnten Soldatinnen und Soldaten, die den jeweiligen Einsatz von Deutschland aus unterstützen, heisst es aus dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Aktiviert werden soll der Notfallplan zum Beispiel dann, wenn in Bündnisstaaten oder Nato-Partnerländern wie der Ukraine, Georgien oder Schweden wegen sehr hoher Infektionszahlen ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht und der betroffene Staat um Unterstützung bittet. Notwendig wäre zudem ein Beschluss der 30 Nato-Staaten im Nordatlantikrat.

Johnson verhängt schärfere Regeln für Manchester

Der britische Premierminister Boris Johnson hat strengere Regeln für Manchester und Umgebung angekündigt. Ab Freitag würden im Ballungsraum der nordenglischen Stadt die schärfsten Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie gelten, sagt Johnson.

Premierinister Boris Johnson spricht bei einer virtuellen Medienkonferenz in der Downing Street.(20. Oktober 2020)
Premierinister Boris Johnson spricht bei einer virtuellen Medienkonferenz in der Downing Street.(20. Oktober 2020)
Foto: Leon Neal (Getty Images)

Er geht dabei ohne Konsens mit dem Bürgermeister von «Greater Manchester», Andy Burnham, vor. Burnham hatte zuvor von der Londoner Regierung vergeblich mehr finanzielle Hilfen für jene Unternehmen gefordert, die nun ihren Betrieb einstellen müssen.

Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, uneinsichtig und unnachgiebig zu sein. Der Norden Englands ist besonders stark von der zweiten Corona-Welle in Grossbritannien betroffen. Johnson lehnt einen landesweiten Lockdown ab und setzt stattdessen auf ein hartes Durchgreifen in Corona-Brennpunkten.

sda/reuters/red

2107 Kommentare
    Lucas Wyrsch

    Deutschland hat eine totale Maskenpflicht seit Monaten und insgesamt 391'355 Covid-19 Fälle, davon heute 11'287 neuen Covid-19 Fälle auf eine Bevölkerung von 83'866'745 Einwohnern 2.4 Mal besser abgeschlossen hat als die Schweiz seit Ausbruch der Pandemie!

    In der Schweiz gab es sehr lange überhaupt keine Maskenpflicht und heute haben wir seit Ausbruch der Pandemie 97'019 Covid-19 Fälle, davon heute 5'256 neue Covid-19 Fälle auf eine Bevölkerung von 8'673'903 Einwohnern!

    Nun vergleichen wir die beiden Länder und finden eine klare und unmissverständliche Antwort, was das wichtigste Mittel in der Bekämpfung der Covid-19 Pandemie ist, nämlich eine absolute Maskenpflicht, überall!

    N°:_Land:___Covid-19 Million Einwohner:__neue Covid-19 Million Einwohner

    1._Deutschland:_______4'666.4 __________________ 134.6

    2. _Schweiz:_________11'185.2___________________606.0

    Die Schweit allein hat ohne Maskenpflich seit Anfang der Covid-19 Pandemie 2.4 Mal schlechter abgeschnitten als Deutschland und wir haben heute sogar ein Ansteckungsrisiko in der Schweiz verzeichnet, das 4.5 Mal höher ist als in Deutschland!

    AHA Regeln befolgen, Masken tragen bis 30 Tage nach dem letzt gemeldeten Covid-19 Fall!

    Was machen die Deutschen besser als wir?

    Susanne Klein von der Süddeutschen Zeitung erklärte am 12. September 2017 in "Land der Ingenieure: In einer internationalen Vergleichsstudie liegt Deutschland ganz vorne"

    Deutschland ist ein Land von Ingenieuren!

    AHA Formel beachten!

    Masken tragen!