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Coronavirus weltweit+++ Biden fordert landesweite Maskenpflicht – Trump kontert mit Beschuldigungen +++ Corona-Ausbruch in Sandwich-Fabrik

Der US-Präsident wirft seinem Herausforderer eine Politisierung der Pandemie vor. In England wurden 300 Angestellte einer Fabrik positiv getestet. Internationale News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit haben sich über 20 Millionen Menschen mit Corona infiziert. Über 728'000​ Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben.
  • Allein die USA haben mehr als 5 Millionen Fälle.
  • Zahlreiche Länder lockern ihre Einschränkungen oder Ausgangsbeschränkungen wieder. Gleichzeitig werden die ersten Staaten bereits von einer zweiten Welle erfasst.
  • Die erste Zulassung eines Impfstoffs gibt es in Russland. Am Entscheid der Behörden gibt es allerdings Kritik.

LIVE TICKER

Trump weist Maskenpflicht-Forderung zurück

US-Präsident Donald Trump hat seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vorgeworfen, die Corona-Pandemie zu politisieren. Biden mangele es an Respekt für das amerikanische Volk, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. Trump wies Bidens Forderung nach einer landesweiten Maskenpflicht zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung zurück und beschuldigte Biden – den er erneut «schläfriger Joe» nannte -, den Rat von Wissenschaftlern nicht zu befolgen. Kritiker machen Trump selbst diesen Vorwurf. Er hat mehrfach gesagt, das Virus werde irgendwann «einfach verschwinden».

Trump nutzt zudem den von ihm in der Pandemie verhängten Einreisestopp aus Europa und China im Wahlkampf gegen seinen demokratischen Herausforderer. Hätte er auf Biden gehört, der gegen die Massnahmen gewesen sei, wären in Amerika Hunderttausende Menschen mehr gestorben, sagte Trump im Weissen Haus. Biden wolle die US-Grenzen öffnen, was dazu führen würde, dass die Pandemie die USA durchdringe.

Biden fordert Maskenpflicht

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Pandemie-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden am Donnerstag in Wilmington (Delaware), nachdem er und und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris von Experten über die Pandemie unterrichtet worden waren. «Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben», forderte Biden. Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40'000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden.

Über das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in den USA eine politisch aufgeladene Debatte geführt (zum Artikel). US-Präsident Donald Trump hatte sich trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten lange Zeit ohne Maske gezeigt. Nun wirbt er auch dafür und ist inzwischen einige Male mit Maske aufgetreten. Wegen der dramatischen Virus-Ausbreitung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht in der Mehrzahl der Bundesstaaten.

«Es geht nicht um Ihre Rechte, sondern um Ihre Verantwortung als Amerikaner», sagte Biden. Eine landesweite Maskenpflicht würde ermöglichen, das Land schneller wieder auf Kurs zu bringen, sagte er. «Seien Sie ein Patriot. Beschützen Sie ihre Mitbürger.»

«Seien Sie ein Patriot, beschützen Sie ihre Mitbürger:» Joe Biden trägt Maske.
«Seien Sie ein Patriot, beschützen Sie ihre Mitbürger:» Joe Biden trägt Maske.
Foto: Andrew Harnik (AP/Keystone/13. August 2020)

Das Virus ist eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. In den USA wurden bereits mehr als 5,2 Millionen Infektionen nachgewiesen. Harris beklagte erneut, dass in den USA bereits mehr als 165'000 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben sind, wofür sie am Vortag Trump verantwortlich gemacht hatte. Sie versprach, dass eine von ihr und Biden angeführte Regierung für die Ausweitung von Testkapazitäten und der Einstellung von 100'000 Amerikanern für die Kontaktrückverfolgung sorgen würde. Jedem Amerikaner solle zudem Zugang zu einer sicheren und effektiven Impfung gewährleistet werden, sagte Harris.

Höchste Sterberate Lateinamerika

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Peru ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 507'996 gestiegen. 25'648 Menschen sind demnach im Zusammenhang mit einer Infektion bislang gestorben. Mit 78,6 Todesfällen je 100'000 Einwohnern hat Peru inzwischen die höchste Corona-Sterberate in Lateinamerika.

London: Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich

Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Grossbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit. «Der Grund ist, dass wir so absolut hart daran gearbeitet haben, die Zahlen hier runterzubringen. Wir können es uns nicht leisten, die Fälle von anderswo wieder zu importieren», sagte Shapps der BBC.

Lesen Sie auch: Maskenpflicht in Paris - Flanieren mit Gesichtsschutz

Seit Montagmorgen muss in der französischen Hauptstadt an öffentlichen Orten eine Schutzmaske getragen werden – auch im Freien. Die ersten Bilder zeigen, wie das funktioniert.

Frankreich ist nach Spanien das zweitliebste Reiseziel der Briten. Schätzungen zufolge dürften sich dort Hunderttausende Briten aufhalten, die nun bei ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Die neue Regelung gilt auch für Malta.

Die Infektionsrate in den drei Ländern war in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. In Frankreich wurde in mehreren Touristenorten in der Bretagne und Gemeinden im Département Mayenne sowie in Stadtteilen von Lille und Nizza das Tragen einer Corona-Schutzmaske an belebten Orten auch im Freien angeordnet. Auch in Grossbritannien stiegen die Zahlen zuletzt wieder leicht an. In verschiedenen Teilen des Landes wurden daher die Massnahmen zur Eindämmung des Virus auf lokaler Ebene wieder verschärft.

300 Fälle nach Ausbruch in englischer Sandwich-Fabrik

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Sandwich-Fabrik in der englischen Stadt Northampton sind fast 300 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. Bei 79 Menschen hatte der staatliche Gesundheitsdienst NHS eine Ansteckung festgestellt, 213 Fälle weitere seien durch private Tests des Unternehmens Greencore bestätigt, hiess es am Donnerstag bei der regionalen Verwaltung.

Greencore teilte mit, man habe nach einer steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in der Region damit begonnen, proaktiv alle Mitarbeiter des Werks zu testen. Man habe sofort die Kontakte verfolgt; die möglicherweise Betroffenen seien angewiesen worden, sich zu isolieren. Northampton liegt 100 km nördlich von London. Grossbritannien ist das Land mit den meisten Corona-Todesopfern in Europa. (Vgl. auch unseren Artikel: Briten müssen abspecken).

Sandwich-Firma vom Virus betroffen: 300 Fälle bei Greencore in Northamptonshire.
Sandwich-Firma vom Virus betroffen: 300 Fälle bei Greencore in Northamptonshire.
Foto: Screenshot BBC

Über 165'000 Tote in den USA

Die US-Seuchenzentren CDC geben 56'307 festgestellte Neuinfektionen und 1497 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,176 Millionen Infektionen und 165'148 Tote verzeichnet.

Für einmal beschwichtigt die WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spielt die Gefahr von Coronaviren auf Lebensmittelverpackungen herunter. Die Menschen müssten sich nicht vor Lebensmitteln oder Lebensmittel-Verpackungen fürchten, sagt WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan bei einer Informationsveranstaltung in Genf.

Es gebe keinen Beweis, dass Essenslieferungen oder Lebensmittelketten an der Übertragung des Coronavirus beteiligt seien. Die Verbraucher könnten sich sicher fühlen. Die Gesundheitsbehörden der chinesischen Stadt Shenzhen hatten zuvor nach eigenen Angaben bei einer Stichprobe importierter gefrorener Hühnerflügel aus Brasilien das neue Virus nachgewiesen.

WHO-Koordinator Mike Ryan während einer Medienkonferenz in Genf.
WHO-Koordinator Mike Ryan während einer Medienkonferenz in Genf.
Foto: Salvatore Di Nolfi (Keystone/Archiv)

Alles erklärt: Wie man sich mit Corona ansteckt und wie nicht.

Rund 200 Anzeigen gegen Italiens Regierung

Zahlreiche Menschen in Italien haben Regierungschef Giuseppe Conte, Aussenminister Luigi Di Maio und andere Kabinettsmitglieder wegen ihrer Corona-Politik angezeigt. Die Staatsanwaltschaft in Rom informierte die Regierung über die Vorwürfe, wie das Presseamt Contes am Donnerstag mitteilte. Es geht bei den Anzeigen zum Beispiel um Amtsmissbrauch, Totschlag und die Einschränkung der Bürgerrechte. Allerdings habe die Anklagebehörde auch geschrieben, sie halte die mehr als 200 Vorwürfe für «unbegründet und werde sie daher zu den Akten legen».

Premier Conte schrieb auf Facebook: «Einige warfen uns vor, zu harte Massnahmen zu ergreifen, andere warfen uns vor, keine ausreichenden Massnahmen zu beschliessen oder sie zu spät zu ergreifen." Weiter erläuterte der Jurist: «Wir haben uns im Handeln immer nach der Wissenschaft und dem Gewissen gerichtet.»

Italien registriert bisher mehr als 35'000 Corona-Tote. Die Zahl der Menschen, die sich seit Februar nach offiziellen Angaben mit dem Virus angesteckt haben, lag am Donnerstag bei über 252'000, das waren 523 Infektionen mehr als am Vortag. (Lesen Sie auch unseren Beitrag: «Italien wurde sechsmal stärker getroffen als bisher gedacht»).

Ungemach vom Volk für Regierungschef Giuseppe Conte.
Ungemach vom Volk für Regierungschef Giuseppe Conte.
Foto: Claudio Peri (AP/Keystone)
Söder entschuldigt sich für Panne

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für die Corona-Test-Panne entschuldigt, bei der rund 900 positiv getestete Rückreisende aus dem Ausland nicht über ihre Infektion informiert worden waren. «Es ist wirklich hoch ärgerlich. Wir können uns dafür nur entschuldigen», sagte Söder am Donnerstag in München. (Lesen Sie auch unseren Kommentar dazu).

Zugleich lehnte er den angebotenen Rücktritt von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ab. «Ich habe Vertrauen zu ihr», sagte er. Die Fehler müssten aber abgestellt werden und dürften sich nicht wiederholen. Huml erklärte, dass die Betroffenen seit Donnerstagvormittag informiert würden. Man versuche auch diejenigen zu erreichen, die negativ getestet worden seien. Söder kündigte organisatorische Änderungen in der Landesregierung und weitere 100 Mitarbeiter zur Durchführung und Auswertung der Corona-Tests ab.

Der CSU-Chef sagte, dass Bayern unter den Bundesländern trotz der Panne dennoch Vorreiter bei den Tests von Rückkehrern aus Risikoländern sei und damit für mehr Sicherheit in Deutschland sorge. Man habe die Tests bereits angeboten, bevor sie bundesweit verpflichtend gemacht worden seien – und das nicht nur an Flughäfen.

Machtwort des Chefs: Gesundheitsministerin Melanie Huml und Markus Söder an der Medienkonferenz vom Donnerstag.
Machtwort des Chefs: Gesundheitsministerin Melanie Huml und Markus Söder an der Medienkonferenz vom Donnerstag.
Foto: Peter Kneffel (DPA/AP/Keystone/13. August 2020)

Rekordzahl an Infektionen in Kroatien

Kroatien hat am Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Virus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde.

Zuletzt meldete der kroatische Tourismusverein, dass die Buchungslage im Lichte der Pandemie weit weniger schlimm sei, als ursprünglich befürchtet. Statt einem erwarteten Rückfall von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien es derzeit lediglich 55 bis 50 Prozent weniger Übernachtungen.

Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe fällt unter Millionengrenze

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe erstmals seit Monaten unter die Millionengrenze gefallen. Insgesamt stellten vorige Woche 963'000 Bürger einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte März, als der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Krise begann. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,12 Millionen gerechnet, nachdem es in der vorangegangenen Woche noch knapp 1,2 Millionen waren.

Die USA sind das am schwersten von Corona betroffene Land: Bislang wurden der Johns Hopkins University zufolge fast 5,2 Millionen Infektionen festgestellt, während die Zahl der Todesopfer auf mehr als 166.000 stieg. Das Bruttoinlandsprodukt brach im zweiten Quartal um 9,5 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr ein.

Russland meldet 5057 Neuinfektionen

Die Zahl der Virus-Infektionen in Russland steigt nach Angaben der Behörden um 5057 auf 907'758. Dies ist die vierthöchste Gesamtzahl weltweit. Die Zahl der Toten wächst um 124 auf 15'384.

Russland hatte Anfang Woche die Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs vermeldet. Allerdings ist die Nachricht mit Vorsicht zu geniessen (zum Kommentar).

Neuseeland meldet 13 weitere Corona-Fälle

In Neuseeland sind 13 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Alle stünden in Zusammenhang mit einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland, bei der zu Wochenbeginn vier Mitglieder positiv getestet worden seien, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, am Donnerstag. Am Dienstag waren in dem Pazifikstaat erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. «Es gibt weder Schuld noch Schande, wenn man Covid-19 hat. Das Virus ist das Problem, nicht die Menschen, die erkrankt sind», so Bloomfield.

Wo sie sich die Familie ursprünglich angesteckt hat, weiss man bislang nicht. Alle Infizierten wurden in Einrichtungen für Quarantäne verlegt. In Auckland mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern gilt seit Mittwoch ein zunächst dreitägiger Lockdown. Die Schulen und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Massnahmen als sehr erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 1589 Fälle bestätigt, 22 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Medizinisches Personal bereitet sich auf die Durchführung eines Coronavirus-Tests bei einem Autoinsassen vor. Die Gesundheitsbehörden in Neuseeland bemühen sich, die Quelle eines neuen Ausbruchs des Coronavirus im ganzen Land ausfindig zu machen.
Medizinisches Personal bereitet sich auf die Durchführung eines Coronavirus-Tests bei einem Autoinsassen vor. Die Gesundheitsbehörden in Neuseeland bemühen sich, die Quelle eines neuen Ausbruchs des Coronavirus im ganzen Land ausfindig zu machen.
Foto: Mark Baker/AP/dpa

Steigende Zahlen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1445 auf 219.964 gestiegen. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Die Zahl der Toten legte um vier auf 9211 zu.

Zum Corona-Dashboard mit der Übersicht aller Länder.

Virus auf Hühnerflügel

Die Gesundheitsbehörden der chinesischen Stadt Shenzhen haben nach eigenen Angaben bei einer Stichprobe importierter gefrorener Hühnerflügel aus Brasilien das Coronavirus nachgewiesen. Sämtliche Personen, die womöglich Kontakt mit potenziell kontaminiertem Fleischprodukten hatten, seien umgehend ausfindig gemacht und getestet worden. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.

Alles erklärt: Wie man sich mit Corona ansteckt und wie nicht.

Trumps Empfehlungen

US-Präsident Donald Trump nennt acht Empfehlungen, die bei der Wiedereröffnung von Schulen beachtet werden sollen. Unter anderem rät er auf einer Pressekonferenz im Weissen Haus dazu, Masken zu verwenden, wenn kein Abstand zu Mitmenschen eingehalten werden könne. Seine Regierung werde für die Schulbezirke 125 Millionen wiederverwendbare Masken bereitstellen.

Victoria

Der australische Bundesstaat Victoria meldet acht Corona-Tote binnen 24 Stunden und 278 Neuinfektionen. Im Vergleich zu Mittwoch, als Victoria 21 Tote und 410 Neu-Erkrankungen innerhalb eines Tages verzeichnet hatte, sind das deutlich weniger.

Grosse Panne im Bundesland Bayern

Nach einer Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Besuch an der Nordsee ab. «Bayern geht vor», schreibt Söder auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die Reise war für Donnerstag und Freitag geplant.

In Bayern dauert die Auswertung von Corona-Tests bei Reiserückkehrern deutlich länger als erwartet. Nach Angaben von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml kam es zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Virus-Testergebnissen. Rund 44'000 Reiserückkehrer warten demnach nach Tests in Bayern noch auf das Resultat – darunter sollen auch 900 nachweislich positiv getestete sein.

London korrigiert hohe Zahl der Toten nach unten

Das britische Gesundheitsministerium hat die Zahl der Corona-Toten für England um mehr als 5000 nach unten korrigiert. Grund dafür sei, dass Todesfälle bei positiv Getesteten bislang in England ohne zeitliche Beschränkung erfasst wurden, teilte das Ministerium in London mit. In anderen Landesteilen wie beispielsweise Schottland gelte hingegen eine Frist von 28 Tagen zwischen einem positiven Corona-Test und dem Todeszeitpunkt, danach werde von einer anderen Todesursache ausgegangen. Das solle nun einheitlich im ganzen Land so gehandhabt werden.

Die Zahl der Todesfälle bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Grossbritannien sank damit von 46 706 auf 41 329. Trotzdem hält das Land weiterhin den traurigen Rekord der meisten Corona-Opfer in Europa. Zudem steht zu befürchten, dass viele Menschen, die dem Virus zum Opfer fielen, nie getestet wurden.

Zahlen der Statistikbehörden zufolge wurde bislang bei etwa 56 800 Gestorbenen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt. Die Übersterblichkeit für den Zeitraum der Pandemie liegt in Grossbritannien bei über 65 500. Damit gemeint ist die Differenz zwischen der Zahl der Sterbefälle in diesem Jahr und dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre.

Spass mit Pfeil und Bogen: Der stark kritisierte Premier Boris Johnson (l.) amüsiert sich bei einem Besuch eines Camps in Upminster im Osten Londons.
Spass mit Pfeil und Bogen: Der stark kritisierte Premier Boris Johnson (l.) amüsiert sich bei einem Besuch eines Camps in Upminster im Osten Londons.
Foto: Lucy Young (AP/Keystone/10. August 2020)

Traurige Marke in den USA überschritten

Die US-Seuchenzentren CDC geben 55'540 bekannte Neuinfektionen und 1244 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,12 Millionen Infektionen und 163'651 Tote verzeichnet.

sda/reuters/red