Zum Hauptinhalt springen

Coronavirus in der Schweiz+++ Post: So viele Pakete wie am «Black Friday» +++ Handydaten zeigen, dass Schweizer zuhause bleiben

Am 4. Mai kommt das Parlament in der Berner Messehalle zu einer ausserordentlichen Session zusammen. Schweizer Coronavirus-News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Bundesrat hat per Notrecht einschneidende Massnahmen für die gesamte Bevölkerung verordnet. Diese gelten seit 17. März und bis mindestens 19. April.
  • Die Schweizer Regierung schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die Wirtschaft.
  • Gruppen über fünf Personen sind verboten und werden gebüsst.
  • Wann und wie stark die Massnahmen wirken, zeigt der Vergleich des Schweizer Covid-19-Ausbruchs mit anderen Ländern.
  • Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Lage: Alles zum Ausbruch des Coronavirus.

LIVE TICKER BEENDET

Schweizer bleiben zu Hause

Auswertungen von Handydaten zeigen, dass sich die Schweizer Bevölkerung grundsätzlich an die Vorgaben des Bundesrats, die Bewegung einzuschränken, hält.
Eine anonymisierte und allgemeine Datenanalyse
hatte bereits vergangene Woche Gesundheitsminister Alain Berset in Auftrag gegeben: Dafür wurden die Daten vom Telekomanbieter Swisscom zur Verfügung gestellt. Sie meldet dem Bund, wo sich Menschenansammlungen im öffentlichen Raum gebildet haben. Laut Swisscom-Sprecher Christoph Neuhaus signalisiert das Unternehmen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Orte, in denen sich zwanzig oder mehr Handys auf einer Fläche von hundert mal hundert Meter befinden. Erste Ergebnisse bestätigten, dass sich die Bevölkerung diszipliniert verhalte, sagte Berset am Mittwoch. Die Empfehlungen des Bundes würden eingehalten. «Das Wichtigste ist, dass das so bleibt.»

Eine weitere Studie des Statistischen Amtes des Kantons Zürich und der ETH beweist ebenfalls, dass sich die Schweizer seit der Ankündigung des Lockdowns am 16. März bedeutend weniger bewegen. Die Studie, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen Intervista, beruht auf den Handy-Bewegungsdaten von rund 2'500 Freiwilligen im Alter von 15 bis 79 Jahren. Deren Wege werden im Rahmen eines Panels kontinuierlich getrackt, anonymisiert und anschliessend analysiert. Im Fokus stehen dabei die täglich zurückgelegten Distanzen sowie die Bewegungsradien der Menschen.

Die Grafiken, die das kantonale Amt auf seiner Website veröffentlicht, zeigen, wie sich das Mobilitätsverhalten der Schweizer seit dem Lockdowns zu einer deutlichen Abwärtskurve entwickelte:

Diese Grafik zeigt, wie jüngere und ältere Menschen unterwegs sind: Anhand der Kurve wird klar, dass sich zwar alle Altersgruppen an die Vorgaben des Bundesrates halten, Menschen ab 65 Jahren allerdings noch genauer.

Die zurückgelegte Distanzen, unterschieden nach Geschlecht: Frauen sind disziplinierter als Männer.

Eine weitere Grafik unterscheidet zwischen städtischen und ländlichen Bevölkerungsgruppen: Im Vergleich zu den Wochen vor dem Lockdown folgen Menschen auf dem Land die Anweisungen des Bundesrates etwas genauer.

Boom von Sendungen bei der Post

Bei der Schweizerischen Post gibt es derzeit alle Hände voll zu tun. Das Unternehmen wird mit Paketsendungen überschwemmt. Dies erklärte Post-Chef Roberto Cirillo in einem Interview mit den den «Zeitungen der CH-Media» vom Freitag.

«Vor zwei Wochen hatten wir bei den Paketen einen Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber normalen Zeiten», sagte der Manager. Dies habe aber nochmals stark zugenommen. «Mittlerweile transportieren wir gleich viele Pakete wie üblicherweise vor Weihnachten», betonte er. Und am Mittwoch habe die Post sogar ein Volumen verzeichnet, wie sonst nur am Online-Kauftag «Black Friday», hiess es weiter.

Grosse Volumen: Ein Fahrer der Post verteilt Pakete in Bern. (Keystone/20. März 2020)

Online-Bestellungen sei momentan meist der einzige Weg, um an gewisse Waren zu kommen. Daher sei die Post in der aktuellen Situation mit der Coronavirus-Ausbreitung sehr wichtig. Die Menschen könnten zu Hause bleiben und die Schweiz stehe dennoch nicht still, erklärte Cirillo weiter. Die Post liefere derzeit zudem etwa dreimal so viel Lebensmittel aus wie üblich - deshalb gebe es lange Wartezeiten und ein Ausbau der Kapazitäten sei innerhalb kürzer Zeit ohnehin unrealistisch.

Bezüglich der Einschränkung von Angeboten sagte der Post-Konzernchef, dass die A-Post nicht mehr in jedem Falle am nächsten Tag zugestellt werden könne. Ausserdem habe man die Öffnungszeiten einiger Filialen reduziert und manche geschlossen, erklärte Cirillo in dem Interview.

Bund will Pflichtlager für starke Schmerzmittel freigeben

Weil Schmerzmittel und Antibiotika knapp werden, will der Bund nächstens die entsprechenden Pflichtlager freigeben. Bei der Behandlung von schweren Coronafällen kommen oft starke sogenannte Analgetika zur Anwendung. «Für Corona-Behandlungen wird das Pflichtlager gebraucht werden, um die Versorgung sicherzustellen», sagte Ueli Haudenschild vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung am Donnerstagabend in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF.

Laut der obersten Spitalapothekerin funktionieren die Pflichtlager jedoch nur bedingt. Die Spitäler hätten ihre Vorräte zwar in den letzten Wochen aufgestockt, erklärte Petra Strub, Präsidentin des Schweizerischen Vereins der Amt- und Spitalapotheker, im gleichen Beitrag. «Wir werden diese Ware in den Spitälern aufbrauchen und es wird mancherorts zu Engpässen kommen.» Weil Antibiotika derzeit auf dem Markt ohnehin knapp sind und die Pflichtlager deshalb nicht voll aufgefüllt sind, droht trotz Pflichtlager ein Engpass.

Für Haudenschild ist es deshalb eine Option zu prüfen, «ob das Pflichtlagersystem überhaupt für Pandemie-Fälle geeignet ist». Der wichtigste Grund für die Lücke ist neben der Corona-Krise der Umstand, dass sehr viele Schmerzmittel und Antibiotika in asiatischen Ländern, vor allem in China, hergestellt werden.

Erhalten Schüler im Sommer keine Zeugnisse?

Der Schaffhauser Erziehungsdirektor Christian Amsler (FDP) setzt sich für einen Verzicht auf Zeugnisse in diesem Semester ein. Er möchte, dass die anderen Deutschschweizer Kantone mitziehen.

Wie lange Schüler und Schülerinnen noch zuhause lernen müssen, bleibt unklar. Christian Amsler will das Thema Zeugnisse aber schon bald angehen, sagte er am Donnerstag gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen. Er fordert ein Verzicht auf Zeugnisse in diesem Semester.

Mit diesem Schritt sollen Eltern von zusätzlichem Stress entlastet werden. Anstelle eines Zeugnisses könnten den Schüler und Schülerinnen am Ende des Semesters Testate, also Bescheinigungen, ausgehändigt werden, so Amsler.

Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) will diese Idee in der nächsten Sitzung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) thematisieren. Steiner ist EDK-Präsidentin.

Das Parlament trifft sich ab 4. Mai zu ausserordentlicher Session

National- und Ständerat kommen ab 4. Mai 2020 zu einer ausserordentlichen Session zusammen. Das teilten die Präsidien der beiden Räte am Donnerstag mit. Entschieden werden soll über die Notmassnahmen des Bundesrats.

Die ausserordentliche Session findet an Stelle der Sondersession statt, wie Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) sagte. Diese hätte zwei Tage gedauert. Laut Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) ist für die ausserordentliche Session die gesamte Woche reserviert. Behandelt werden ausschliesslich Geschäfte im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die ausserordentliche Session findet nicht im Parlamentsgebäude statt, sondern auf dem Berner Messegelände Bernexpo. Wo genau, ist noch unklar. Die Einberufung einer Session hatten sowohl der Bundesrat als auch 32 Ständerätinnen und Ständeräte verlangt. In dem Fall muss eine ausserordentliche Session durchgeführt werden.

Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (FinDel) hat bereits grünes Licht zu den Kreditbeschlüssen des Bundesrats gegeben. Die von der Regierung beantragten dinglichen Kredite belaufen sich im Moment auf 30,7 Milliarden Franken. Der grösste Teil davon fliesst in Solidarbürgschaften für Überbrückungskredite. Weitere wichtige Posten sind die Kurzarbeitsentschädigung und Kredite für weitere Massnahmen zu Gunsten der Arbeitslosenversicherung.

Formal geht es um einen dringlichen Verpflichtungskredit mit Vorschuss über 20 Milliarden Franken sowie eine Nachmeldung zum Nachtrag I im Voranschlag 2020 über 10,7 Milliarden Franken. Diese von der FinDel freigegebenen Kredite muss das Parlament nun nachträglich genehmigen. Ebenfalls nachträglich genehmigt werden muss der Armeeeinsatz.

Post schliesst Filialen und ändert Öffnungszeiten

In der Corona-Krise hat in den Schweizer Postfilialen die Kundenfrequenz bis zu 40 Prozent abgenommen. Die Post passt deshalb die Öffnungszeiten der Poststellen an, wie sie am Donnerstag mitteilte.

14 eigenbetriebene Poststellen bleiben geschlossen. Über 90 Filialen der Post erfahren Änderungen in den Öffnungszeiten. So werden ab kommendem Wochenende die Filialen Basel Annahme, Bern PostParc, Lausanne Dépot, Luzern Universität und Zürich Sihlpost jeweils an Sonn- und Feiertagen bis auf weiteres geschlossen.

Es sei nicht auszuschliessen, dass je nach Entwicklung weitere Anpassungen folgen könnten, schreibt die Post.

Die Post hat zudem beschlossen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten und die Filialen am Ostersamstag in der ganzen Schweiz nicht zu öffnen. Dies auch, weil man ohnehin an diesen Tagen mit wenigen Kunden rechne. Die Mitarbeitenden sollen sich damit über das Osterwochenende erholen können.

Armee prüft Einsatz von ehemaligen Durchdienern

Die Schweizer Armee stellt sich auf eine mögliche Verlängerung des Einsatzes wegen der Coronavirus-Pandemie über den Juni hinaus ein. Sie bildet in den Nicht-Sanitätsrekrutenschulen entsprechendes Personal aus und prüft den Einsatz ehemaliger Durchdiener, wie Armeechef Thomas Süssli in der SRF-Radiosendung «Tagesgespräch» vom Donnerstag sagte.

Der Assistenzdienst der Armee dauert vorerst bis Ende Juni. «Wir machen Planungen und breiten uns vor, lange durchhaltefähig zu bleiben», sagte der 53-jährige Süssli. Es würden darum weitere Armeeangehörige ausgebildet.

Auch in den Nicht-Sanitätsrekrutenschulen würden Leute etwa in der Betreuung ausgebildet. Diese könnten dereinst in Alters- und Pflegeheimen zum Einsatz kommen, sagte Süssli, der seit drei Monaten im Amt ist.

Könnten unter Umständen etwas länger im Einsatz bleiben: Soldaten eines Hygienezugs des Spitalbataillons der Schweizer Armee reinigen und desinfizieren das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld. Foto: Gian Ehrenzeller, Keystone
Könnten unter Umständen etwas länger im Einsatz bleiben: Soldaten eines Hygienezugs des Spitalbataillons der Schweizer Armee reinigen und desinfizieren das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld. Foto: Gian Ehrenzeller, Keystone

Zudem plant die Armee laut Angaben ihres Chefs, ehemalige Durchdiener zurückzuholen. «Wir überlegen uns, ehemalige Durchdiener, die ihren Dienst abgeschlossen haben, aber noch in der Armee eingeteilt sind, wieder aufzubieten», sagte Süssli.

Bislang wurden in den vergangenen Tagen rund 2000 Armeeangehörige aufgeboten. 19 Kantone hätten um Unterstützung gebeten. Es würden aber noch mehr Kantone dazukommen. Armeeangehörige sind unter anderem in der Grundpflege, bei der Patientenbewachung oder im Transport im Einsatz.

Öffentlicher Verkehr wird weiter reduziert

Der öffentliche Verkehr ist am Donnerstag um weitere Zug- und Postautostrecken ausgedünnt worden. Es war der dritte Schritt der Reduktion, der von der SBB und Postauto Schweiz angekündigt wurde.

Es sei wichtig, bevor man eine Reise antrete, den Online-Fahrplan von Tür zu Tür zu konsultieren, da auch der Regionalverkehr stark beeinträchtigt sei, sagte SBB-Mediensprecher Martin Meier am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Bisher sei der Wechsel auf den ausgedünnten Fahrplan gut angelaufen. Die Nachfrage sei aufgrund der Corona-Krise bei der SBB bis zu 80 Prozent gesunken. Eine weiter Frequenzreduktion ist laut Meier zu erwarten. Gemäss dem Übergangsfahrplan fallen gewisse IC- und Interregio-Züge ganz oder teilweise aus.

TGV fährt ab Samstag nicht mehr

Der Schienenverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich wird ab Samstag reduziert. So werden die letzten zwei aktiven Verbindungen des TGV Lyria von Genf und Basel nach Paris vorübergehend gestrichen, wie die SBB und Lyria mitteilten.

Am 2. April kommt es zu einer weiteren Reduktion der Zugverbindungen. Betroffen sind unter anderem Intercity- und Interregio-Verbindungen.

Die Züge fahren laut SBB wenn möglich immer in voller Länge, damit das «Social Distancing» umgesetzt werden könne. Der öffentliche Verkehr setze alles daran, ein Grundangebot für die Gesellschaft und Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Die Billettpflicht gelte weiterhin.

Bereits seit dem 19. März verkehren Nachtzüge nicht mehr. Die Bahnhöfe werden auch am Wochenende in der Nacht geschlossen. Internationale Züge innerhalb der Schweiz fahren nur bis zur Grenze.

Auch Postauto-Verkehr ausgedünnt

Auch bei Postauto Schweiz erfolgt die Ausdünnung des Angebots in mehreren Schritten: am vergangenen Montag, am Donnerstag und am 30. März. Postauto verzeichne schweizweit etwa 80 Prozent weniger Fahrgäste, hiess es auf Anfrage. Es gebe jedoch Unterschiede je nach Region: in der Romandie und schon länger auch im Tessin seien nur noch einzelne oder oft gar keine Fahrgäste unterwegs.

Nur noch wenig Verkehr: Die SBB und regionale Transportunternehmen reduzieren wegen der Coronavirus-Krise schrittweise den Fahrplan. Foto: Anthony Anex, Keystone
Nur noch wenig Verkehr: Die SBB und regionale Transportunternehmen reduzieren wegen der Coronavirus-Krise schrittweise den Fahrplan. Foto: Anthony Anex, Keystone

Die Umstellung habe grundsätzlich gut funktioniert. In den ersten Regionen wurden die Fahrpläne am vergangenen Montag vor allem in der Südschweiz (Tessin und Graubünden) angepasst, ab Donnerstag folgten die nächsten Regionen. Die letzten Regionen (Kanton Basel-Land, Aargau und Solothurn) stellen dann am kommenden Montag um.

Grundsätzlich werden keine Linien gestrichen. Es gehe vielmehr darum, die Fahrpläne auf den Linien auszudünnen. Ausnahme seien gewisse Schülertransporte sowie Linien mit rein touristischen Funktionen oder ohne Erschliessungsfunktion sowie Nachtkurse am Wochenende. Hier kam es auch zur Streichung von Linien, weil es derzeit für diese Linien gar keine Nachfrage gibt.

Fahrgelegenheiten zu Randzeiten sollen bleiben

Es werde auf darauf geachtet, dass der erste und der letzte Kurs beibehalten werden, um denjenigen Leuten, die zu Randzeiten zur Arbeit müssen, darunter zum Beispiel Pflegepersonal, eine Fahrgelegenheit anzubieten.

Die Grundversorgung sei gewährleistet, es könne jedoch in der ersten Zeit zu Ausfällen, Verspätungen und Anschlussbrüchen kommen. Im gesamten regionalen Personenverkehr seien die Fahrpläne von 1300 Linien angepasst worden, davon gehören alleine 900 Linien zu Postauto.

Die Details zum Übergangsfahrplan im Regionalverkehr werden von den jeweiligen Kantonen, Verkehrsverbünden oder Transportunternehmen bekannt gegeben. Der Übergangsfahrplan gilt bis auf weiteres und mindestens bis am 26. April 2020. Der Online-Fahrplan wird laufend angepasst.

Rückholaktion des EDA läuft auf vollen Touren

Das Aussendepartement EDA hat bis am Donnerstag 1400 Schweizerinnen und Schweizer repatriiert. Bis am 4. April sollen es 3500 sein, wie Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion, vor den Bundeshausmedien sagte.

Dafür werden in den nächsten Tagen mehrere vom Bund organisierte Flüge durchgeführt, die meisten davon nach Südamerika und Südostasien. Damit ist die grösste Rückholaktion aller Zeiten aber nicht abgeschlossen. Bangkok bleibe ein Hotspot, sagte Matyassy. Auch in Australien und Neuseeland seien noch viele Schweizerinnen und Schweizer.

Insgesamt haben sich 17'000 Personen auf der Travel Admin App registriert. Einige davon dürften inzwischen wieder zurück in der Schweiz sein. Matyassy rief dazu auf, die auf der App registrierte Reise in dem Fall zu löschen.

Nicht alle Schweizerinnen und Schweizer können zurückgeholt werden. Einige sitzen wegen gesperrter Routen oder abgesagter Flüge fern der Zentren fest. Ihnen helfe das EDA im Rahmen des Konsularischen Schutzes finanziell, bei der Gesundheitsversorgung oder der Unterkunft, sagte Matyassy.

Rückholaktion im grossen Stil: Schweizer Reisende werden am Dienstag, 24. März 2020 am Flughafen von Bogota, Kolumbien, von Beamten in Empfang genommen und betreut. Foto: Keystone
Rückholaktion im grossen Stil: Schweizer Reisende werden am Dienstag, 24. März 2020 am Flughafen von Bogota, Kolumbien, von Beamten in Empfang genommen und betreut. Foto: Keystone

Man schaue im Einzelfall aber genau hin, warum jemand im Ausland verblieben sei. Ohnehin könnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden. So sei es zum Beispiel nicht möglich, einen Helikopter zu einer entlegenen Insel vor Venezuela zu schicken. Das werde aber nicht immer verstanden.

Weiter sagte Matyassy auf eine Frage, ob die Flugzeuge zum Teil nicht zu wenig ausgelastet seien, dazu habe er keine Hinweise. Sie seien sehr gut ausgebucht. Es habe auch schon rund 70 Schweizer Touristen gegeben, die mit acht Flügen ausländischer Fluggesellschaften hätten repatriiert werden können.

Trotz eines Zwischenfalles in einem Edelweiss-Flugzeug auf dem Rückweg von Kolumbien sehe das EDA auch keinen Anlass für eine polizeiliche Begleitung solcher Flüge. Das wäre wenn schon Sache der einzelnen Fluggesellschaften.

570'000 Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung

Bis am Donnerstag sind 570'000 Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung. Damit sind rund 11 Prozent der Erwerbstätigen betroffen. Das sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), vor den Bundeshausmedien.

Besonders betroffene Branchen sind Gastgewerbe, Gastronomie, Hotellerie, Kunst oder Unterhaltung. Die Zahlen zeigten, dass weiter gearbeitet werde, wenn auch mit deutlich geringerer Intensität, sagte Zürcher. «Es soll auch weiter gearbeitet werden.» Gleichzeitig müsse alles zum Schutz der Arbeitnehmenden unternommen werden.

Mit der Kurzarbeitsentschädigung sollen Entlassungen verhindert werden. Nach Angaben von Zürcher gelingt dies allerdings nicht ganz. «Es gibt Entlassungen», sagte er. Seit Mitte März seien 12'000 zusätzliche Arbeitslose und 17'000 zusätzliche Stellensuchende registriert worden.

Hohe Nachfrage nach COVID-19-Krediten zeichnet sich ab

Die von den Folgen des Coronavirus betroffenen Schweizer Unternehmen können seit Donnerstagmorgen die Anträge auf Liquiditätshilfen bei den Banken einreichen. Laut ersten Angaben von Banken ist die Nachfrage hoch.

So sind bis zum Mittag bei der Grossbank UBS bereits rund 3'000 Anfragen aus der ganzen Schweiz eingegangen, wie es in einer Mitteilung der Bank heisst. Kleinere Unternehmen seien vor allem auf Suche nach Sicherstellung der Kosten- und Lohndeckung. Die ersten UBS Kunden hätten den angefragten Betrag aus der Covid-19 Fazilität 1 bereits kurz nach dem offiziellen Start auf ihrem Konto gutgeschrieben erhalten.

Die Bank baue nach dem erfolgreichen Start die Kapazitäten weiter aus und setze alles daran, den Kunden die Überbrückungsfinanzierungen so schnell wie möglich bereitzustellen, heisst es weiter. Die Berater des Bereichs Geschäftskunden würden dabei von bis zu 300 Mitarbeitenden der UBS Schweiz unterstützt.

Mail-Server laufen heiss

«Bei der ZKB gingen am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr bereits rund 600 Anträge ein», hatte zuvor Jürg Bühlmann, Leiter Firmenkunden gegenüber AWP gesagt. Zu Beginn sei damit zu rechnen, dass die Bearbeitung länger dauern werde als die angestrebte Halbstundenfrist. Dies werde sich in den nächsten Tagen einpendeln.

«Bei uns laufen die Telefone und Mail-Server heiss», sagte auch Jürg Hunkeler von der Bank Linth auf Anfrage. Die ersten Gelder aus den Krediten seien bereits am Morgen ausgezahlt worden. Neben den COVID-19-Krediten würden viele Unternehmens-Kunden auch um einen Aufschub bei den Amortisationen nachfragen.

Formulare im Internet

Seit dem Donnerstagmorgen sind die entsprechenden Formulare, um an die Hilfen vom Bund zu gelangen, im Internet abrufbar. Um einen sogenannten «COVID-19-Kredit» bis maximal 500'000 Franken zu erhalten müssen die Unternehmen die Formulare ausfüllen und unterschrieben bei der Bank einreichen.

Die Kredithöhe beträgt bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes. Ab einer Darlehenssumme von 500'000 Franken bis 20 Millionen Franken muss dagegen ein «COVID-19-Kredit Plus» beantragt werden. Diese werden zu 85 Prozent vom Bund abgesichert, die kreditgebende Bank beteiligt sich mit 15 Prozent.

Die Liste der teilnehmenden Banken umfasst aktuell 104 Institute. Darunter befinden sich etwa neben CS, UBS, Raiffeisen, Postfinance und den Kantonalbanken auch eine Reihe von regionalen Spar- und Leihkassen. Auch die Schweitzer Tochtergesellschaften von Commerzbank, Société Générale oder CIC nehmen teil.

Die Formulare für Unternehmen und Banken sind unter der Internetseite https://covid19.easygov.swiss/ abrufbar.

Ausgangssperre wäre derzeit «nicht verhältnismässig»

Aus heutiger Sicht wäre ein generelles Ausgehverbot nicht verhältnismässig und damit verfassungswidrig. Das sagte Susanne Kuster, stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Justiz (BJ), am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.

Das BJ prüft alle Entscheide des Bundesrats vorab auf ihre Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit. Alle Massnahmen müssen laut Kuster also geeignet, erforderlich und zumutbar sein.

Nach ihren Abgaben sind weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Moment nicht geplant. Aus heutiger Sicht wäre das auch nicht verhältnismässig, «so lange ein zusätzlicher Nutzen nicht aufgezeigt werden kann».

Zivilschützer leisten Einsatz «von neuer Dimension»

Zurzeit sind 5500 Zivilschutzleistende im Corona-Einsatz. Laut Christoph Flury, Vizedirektor des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (Babs), ist diese Dimension einmalig. «Einen solchen Einsatz hat es noch nie gegeben.»

In den vergangenen Jahren seien Zivilschützer vor allem bei Naturkatastrophen regional und zeitlich beschränkt eingesetzt worden. «Nun stehen sie in sämtlichen Kantonen im Einsatz.» Die Einsatzdauer variiere je nach Lage und Bedarf von Kanton zu Kanton.

Zu den 5500 bereits aktiven Personen hätten weitere Zivilschützer Voranzeigen erhalten, sich jederzeit bereitzuhalten, sagte Flury. Die Unterstützungsbegehren der Kantone nähmen laufend zu. Vor allem Gesundheitseinrichtungen stellten Hilfsanträge bei den zivilen Krisenstäben.

«Wir stellen uns auf einen Marathon ein», sagte Flury. Insgesamt könnten 76'000 Zivilschützer «aus dem Stand» eingesetzt werden. Die Durchhaltefähigkeit sei gegeben.

Wichtige Unterstützung: Zivilschützer tragen Betten in das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld. Foto: Gian Ehrenzeller, Keystone
Wichtige Unterstützung: Zivilschützer tragen Betten in das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld. Foto: Gian Ehrenzeller, Keystone

Das Schwergewicht liege derzeit in der Westschweiz und im Tessin. In der Deutschschweiz habe der Zivilschutz in den Kantonen Solothurn, Schaffhausen, Zürich und Graubünden «gross mobilisiert».

«Ein Aufgebot des Zivilschutzes ist verbindlich», machte Flury klar. Wer aber eine unentbehrliche und systemrelevante Arbeit ausübe – etwa im Gesundheitswesen oder in der Versorgung – könne sich dispensieren lassen.

Die Zivilschützer nehmen in verschiedensten Bereichen Aufgaben wahr. Beispielsweise lenken sie die Personen in Spitälern.

Rund ein Drittel weniger Fahrzeuge auf Autobahnen

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie und der Ankündigung des Lockdowns durch den Bundesrat ist der Verkehr auf den Schweizer Strassen eingebrochen. Auf den Autobahnen sind rund ein Drittel weniger Fahrzeuge unterwegs als normalerweise.

Das durchschnittliche Verkehrsaufkommen auf den Nationalstrassen pro Tag beläuft sich derzeit noch auf 60 bis 70 Prozent des sonst üblichen Werts, wie aktuelle Zahlen des Bundesamt für Strassen (Astra) zeigen. Auf einzelnen Autobahnabschnitten fällt der Rückgang des Verkehrs noch markanter aus.

So zählten die Behörden im Kanton Waadt am 3. März auf dem Abschnitt Morges – Ecublens der Autobahn A1 96'000 Fahrzeuge. Am Dienstag waren es noch rund 34'000. Das entspricht einem Rückgang von 65 Prozent.

Besonders stark abgenommen hat auch der Verkehr an Samstagen und Sonntagen, wie es beim Astra am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Am vergangenen Wochenende bewegten sich auf den Nationalstrassen nur noch halb so viele Fahrzeuge wie üblich.

Drei Viertel weniger Grenzverkehr

Der grenzüberschreitende Strassenverkehr hat sich erwartungsgemäss auf ein Minimum reduziert. Das Verkehrsaufkommen auf den Nationalstrassen nach Deutschland, Frankreich und Österreich beträgt nach Angaben vom Astra noch 25 bis 30 Prozent der gewohnten Marke.

Noch dramatischer ist der Einbruch beim Verkehr von und nach Italien. In Chiasso, wo vor der Coronavirus-Krise täglich über 50'000 Autos, Busse und Camions den Grenzübergang passierten, ist das Aufkommen auf 10 bis 20 Prozent geschrumpft.

Da die Ausreise wegen der Grenzkontrollen nur eingeschränkt und verzögert abläuft, müssen Fahrzeuglenker laut Astra täglich mit Rückstau an den Grenzübergängen und langen Wartezeiten rechnen.

Ein deutlicher Rückgang verzeichnet auch der Alpentransitverkehr. Auf der A13 via San Bernardino und der A2 durch den Gotthard-Tunnel beträgt das Minus 60 bis 80 Prozent.

Wegen der Coronavirus-Pandemie: Der Autoverkehr auf den Schweizer Autobahnen hat markant abgenommen. Foto: Keystone
Wegen der Coronavirus-Pandemie: Der Autoverkehr auf den Schweizer Autobahnen hat markant abgenommen. Foto: Keystone

Noch sieben weitere Tote im Tessin

Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut sieben Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 47 Personen wurden neu positiv auf das Virus getestet.


Von Dienstag auf Mittwoch waren 143 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sieben Personen waren in diesem Zeitraum an den Folgen der Viruserkrankung gestorben.


Insgesamt wurden bis Donnerstagmorgen 1401 Personen im Tessin positiv auf das Virus getestet. 67 Menschen verloren ihr Leben.


Der Kampf gegen den Tod: Ein Sanitäter nimmt seinen Einsatz mit einem Schutzanzug in Angriff. (Keystone/März 2020)

Im nahen Kanton Graubünden ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus von sechs auf neun gestiegen.
Mit dem Virus infiziert haben sich 373 Personen, 45 Personen befinden sich in Spitalpflege, wie die Kantonsbehörden am Donnerstag informierten.

231 Schweizer aus Peru gelandet

Die Schweiz hat am Donnerstag hunderte weitere Menschen aus Südamerika in die Heimat zurückholt. Am Morgen landete im Rahmen der grössten Rückholaktion des Landes die vierte Charter-Maschine am Flughafen Zürich. An Bord des Fliegers aus der peruanischen Hauptstadt Lima befanden sich 288 Passagiere.

Es handelte sich um 231 Schweizer Staatsangehörige, 56 in der Schweiz wohnhafte Personen sowie zwei Passagiere, die in anderen europäischen Staaten leben, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf seiner Internetseite mitteilte.


Die Schweizer Botschaft hatte viele Reisende in Peru unterstützt, damit sie trotz der eingeschränkten Reisemöglichkeiten zum Flughafen nach Lima gelangen konnten. Dort wurden sie betreut, bis das Flugzeug in die Schweiz starten konnte.


Damit sind die ersten fast 800 in der Schweiz wohnhaften Personen nach Hause zurück geholt worden. Sie alle hatten wegen der Corona-Krise in Südamerika festgesessen.


Zuvor waren bereits vom EDA gecharterte Maschinen aus San José, Casablanca und Bogotà in der Schweiz eingetroffen.

Weitere Flüge geplant

In den kommenden Wochen plant das EDA weitere Dutzende zusätzliche Flüge nach Lateinamerika, Asien und Afrika. Im Vordergrund stehen zunächst Destinationen auf diesen drei Kontinenten. Die entsprechenden Länder wird das EDA bekannt geben, sobald die Abklärungen mit den Airlines getroffen und die diplomatischen Vertretungen vor Ort Bescheid wissen.


Mehrere Tausend Reisende aus der Schweiz befinden sich nach Schätzungen des EDA derzeit im Ausland. Der Bundesrat forderte sie vergangene Woche dazu auf, in die Schweiz zurückzukehren. Rund 17'000 registrierten ihre Reise bislang auf der Travel Admin App.

Das EDA plant weitere Rückführungen von Schweizern und Schweizerinnen aus dem Ausland. (Keystone/16. März 2020)

Valora führt Kurzarbeit ein

Der Kioskkonzern Valora reagiert auf die Umsatzausfälle wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus. So führt das Unternehmen Kurzarbeit ein und übernimmt die Lohndifferenzen für die betroffenen Mitarbeiter vorerst bis Ende April.


Als Folge der behördlichen Anordnungen sei es zu Frequenzverlusten und Schliessungen von Verkaufsstellen gekommen. Die Umsatzeinbussen seien «deutlich», teilte Valora am Donnerstag mit.


Deshalb seien Massnahmen zur Reduktion der Kostenbasis eingeleitet und Investitionsprojekte zurückgesellt worden. Ausserdem soll die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 gestrichen werden.

Umsatzausfälle: Valora muss Kurzarbeit einführen. (Keystone/20. Januar 2020)

Die Dynamik der Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus sei «gewaltig» und beeinflusse den Geschäftsgang «deutlich», heisst es. Im Rahmen der Grundversorgung könnten aber immerhin über 80 Prozent der Verkaufsstellen offen gehalten werden, wobei dies nicht für Österreich und die Niederlande gelte.


Das Unternehmen rechnet aufgrund von weiteren behördlichen Restriktionen sowie Krankheitsfällen mit weiteren Schliessungen und Kürzungen der Öffnungszeiten. Bisher habe das Retailnetzwerk im März im Vorjahresvergleich ein Umsatzminus von rund 10 Prozent verzeichnet, im Food-Service-Netzwerk sind es gar cirka 30 Prozent weniger.

Genf nimmt Baustopp zurück

Nach der Schliessung aller Baustellen wegen des Coronavirus macht der Kanton Genf einen Rückzieher. Diese können wieder geöffnet werden – allerdings nur auf Antrag und unter strengen Auflagen.

Die Kantonsregierung hat am Mittwoch die Regeln der Verordnung des Bundesrates angepasst. Wer Bauarbeiten starten oder weiterführen möchte, muss dies beim Kanton beantragen.

Dabei ist ein Nachweis erforderlich, dass die vom Bund erlassenen Gesundheitsvorschriften auf der Baustelle eingehalten werden können. Dies betrifft insbesondere die Hygiene und den Abstand unter den einzelnen Mitarbeitern.

Die Unternehmen müssen sich beim Bauinspektorat melden, welches die Einhaltung der Vorschriften vor Ort überprüft. Bei Zuwiderhandlungen könnten strafrechtliche Massnahmen und Sanktionen verhängt werden, teilte der Staatsrat mit. Er kündigte regelmässige und strenge Kontrollen durch die Behörden an.

Das Vorspreschen von Genf in Sachen Baustopp hatte national für Aufsehen gesorgt. Kein anderer Kanton verhängte wegen der Ausbreitung des Virus so drastische Massnahmen für das Baugewerbe.

Grossbanken wollen allfällige Gewinne aus Corona-Krediten spenden

Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse wollen an den Covid-19 Überbrückungskrediten des Bundes nichts verdienen. Allfällige Gewinne sollen gespendet werden, wie entsprechenden Medienmitteilungen der Banken vom Mittwochabend zu entnehmen ist.


Die UBS werde auf die Gewinnmarge aus den Zinsen dieser Kredite verzichten, schreibt die grösste Schweizer Bank. Das Geld fliesse in einen «spezifischen Hilfsfonds zur Unterstützung konkreter Projekte zugunsten der Gemeinschaft», heisst es. Zusätzlich zu anderen gesellschaftlichen Engagements weltweit werde die UBS zudem weitere 30 Millionen Dollar für schweizerische und globale COVID-Hilfsprojekte zur Verfügung stellen.


CEO Sergio Ermotti sagte: «Wir unterstützen diese Initiative des Bundesrates und wir sind ein Teil der Lösung.» Die Bank wolle daher an der Initiative nichts verdienen.


Die Konditionen der Notkredite seien günstig ausgestaltet, weil es hier um die Unterstützung der KMU und der Schweizer Wirtschaft gehe, heisst es von Seiten der CS.


Die Credit Suisse wolle an diesem Programm nichts verdienen, wird CEO Thomas Gottstein in der Mitteilung zitiert: «Wenn dies doch der Fall sein sollte, dann werden wir einen allfälligen Nettogewinn zugunsten von Projekten zur Unterstützung von Schweizer Unternehmen in Notlage spenden.»

Schweiz dehnt Grenzkontrollen aus

Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 25. März 2020 durch das EJPD informiert, dass die Einreisebeschränkungen auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt worden sind. Diese Massnahme verstärkt den Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus weiter.