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Widerstand in der NordwestschweizCorona-Tests an der Grenze wären wie eine Einreisesperre

Das Ansinnen, an der Grenze von jeder und jedem einen Corona-Test zu verlangen, führt in der Nordwestschweiz zu heftiger Kritik. Basel-Stadt und Basel-Landschaft warnen vor den sozialen und wirtschaftlichen Folgen einer solchen Massnahme.

Ginge es nach den Parteipräsidenten der grossen Parteien in der Schweiz, müssten die Grenzwächter bald von jeder Person, die einreisen will, einen Corona-Test verlangen. Die Folgen für Grenzgänger, Wirtschaft und Betriebe sind unabsehbar.
Ginge es nach den Parteipräsidenten der grossen Parteien in der Schweiz, müssten die Grenzwächter bald von jeder Person, die einreisen will, einen Corona-Test verlangen. Die Folgen für Grenzgänger, Wirtschaft und Betriebe sind unabsehbar.
Foto: Tamedia-Archiv

Es klingt nach einer Methode, die an den Zweiten Weltkrieg erinnert: Wir lassen niemanden mehr ins Land und halten somit das Böse von uns fern. Nachdem diese Zeitung publik gemacht hat, dass alle Präsidenten der grossen Parteien im Land den Bundesrat auffordern, strengere Einreisebedingungen für Touristen, Grenzgänger und Rückreisende zu erlassen, geht ein Ruck der Entrüstung durch die Region.

Am Dienstag veröffentlichte die Basler Regierung eine Stellungnahme und kritisierte die Forderung. «Die Umsetzung der vorgeschlagenen rigiden Testpflicht ist angesichts von 35’000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern in der Region Basel nicht praktikabel und würde die regionale Wirtschaft schwer treffen», heisst es in der Mitteilung. «Die damit verbundenen Auflagen sind finanziell und organisatorisch – besonders für kleinere Betriebe – kaum zu bewältigen. Faktisch käme die vorgeschlagene Testpflicht einer Einreisesperre gleich.»

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