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Verwirrung vor dem Bahnhof

Unterbrüche BVB-Fahrgäste finden das richtige Tram auf dem Centralbahnplatz oft lange nicht.

Wo fährt das Tram? Konsterniert, jedoch gefasst versuchen sich die Fahrgäste zurechtzufinden.
Wo fährt das Tram? Konsterniert, jedoch gefasst versuchen sich die Fahrgäste zurechtzufinden.

Es regnet. Am Centralbahnplatz drängen sich die BVB-Fahrgäste unter den Bäumen vor dem Restaurant Mister Wong. Für sie gibt es keinen Unterstand und keine klaren Durchsagen. Denn die BVB hat mit ihren notfallmässigen Gleissanierungen am Bankverein einmal mehr eine chaotische Situation schaffen müssen. Die Trams verkehren dort momentan nicht mehr. Und auf dem Centralbahnplatz fahren die Linien nur auf einem Gleis Richtung Aeschenplatz. Daher gestaltet sich die Situation für die Fahrgäste noch komplizierter, als sie bisher schon war. Viele irren verwirrt von einem Ende des Centralbahnplatzes zum anderen oder belagern die wenigen BVB-Angestellten, die bereitwillig und freundlich Auskünfte erteilen.

Es liegt eine spürbare Unruhe in der Luft, wo doch auf so vieles gleichzeitig geachtet werden muss. Entgegenkommende Passanten, plötzlich auftauchende Trams oder Busse, und gleichzeitig muss erspäht werden, auf welchem der provisorischen Schilder nun das benötigte Tram angeschrieben ist. Doch die meisten Passanten wirken nicht ärgerlich, sondern eher verunsichert. Marenko, der am Bahnhof auf ein Tram wartet, findet es sogar gut, dass jetzt einmal alles erneuert wird. Trotzdem, räumt er ein, sei es etwas unübersichtlich. Genauso sehen es auch zwei Schülerinnen am Aeschenplatz, die unter anderem wegen der Umleitungen schon zu spät zum Unterricht erschienen sind. «Alles ist kompliziert», sagen sie.

Die Durchsage fehlt

Wieder am Bahnhof steht eine selbstbewusst wirkende Frau im Regen. Sie versichert mit einem Lächeln, dass sie die Lage voll und ganz überblickt und bei ihr alles super ist. Doch ein paar Minuten später irrt auch sie verloren über den Platz. Da war wohl doch nicht alles so super.

Herumgeirrt sind auch eine ältere Dame und ihre Begleitung. Sie haben nach einer Viertelstunde endlich herausgefunden, wo das Tram nach Weil am Rhein abfährt, nämlich bei der Markthalle. «Hier kann man ja ewig stehen, das geht doch nicht. Die könnten auch mal eine Durchsage machen», sagt die ältere Dame, die diese Unannehmlichkeiten jedoch mit viel Fassung und Würde trägt.

Ein Angestellter der BVB reagiert ebenso stoisch: «Fragen Sie mich etwas anderes», erwidert er auf die Nachfrage nach fehlenden Durchsagen. Es ist, als hätten sich die meisten damit abgefunden, dass sie Verzögerungen einberechnen müssen. So wartet ein Mann seit längerem auf sein Tram und wirkt dennoch heiter: «Ich habe mir extra mehr Zeit genommen, weil ich von dem chaotischen Zustand wusste.» Doch er steht am falschen Platz. Ein Mitarbeiter der BVB informiert schliesslich alle vor dem Hotel Euler Wartenden, dass sie auf die gegenüberliegende Seite müssen. Wäre er nicht gekommen, hätte unser heiterer Tramgast womöglich noch lange gewartet.

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