Mit dem Handy bewaffnet durch den Messe-Dschungel

Die BaZ hat die neue Herbstmesse-Schnitzeljagd von Basel Tourismus getestet.

Vor der beliebten «Resslirytti» gibt es 100 Punkte. Foto: Florian Bärtschiger Am Ende der Schnitzeljagd winkt ein Gutschein für dasRiesenrad. Foto: Florian Bärtschiger Nach einem Foto von derLieblingsbahn geht es weiter auf den nächsten Platz. Foto: Lisa Groelly

Vor der beliebten «Resslirytti» gibt es 100 Punkte. Foto: Florian Bärtschiger Am Ende der Schnitzeljagd winkt ein Gutschein für dasRiesenrad. Foto: Florian Bärtschiger Nach einem Foto von derLieblingsbahn geht es weiter auf den nächsten Platz. Foto: Lisa Groelly

Lisa Groelly

Am Münsterplatz wollen wir mit der Schnitzeljagd durch die Basler Herbstmesse beginnen. Dazu öffnen wir die App «Actionbound» und scannen den QR-Code auf der Website von Basel Tourismus.

Doch wir müssen schon wieder weg. Denn die Schnitzeljagd führt uns an einen Ort, an dem früher Soldaten ein- und ausgingen. «Starte die Schnitzeljagd an einem beliebigen Standort in der Stadt», hatte es geheissen. Wir haben deshalb gehofft, dass es gleich losgeht, und nicht damit gerechnet, dass wir zuerst noch über einen Kilometer durch die Stadt spazieren müssen, bis uns dann auch wirklich die erste Aufgabe erwartet.

Nun gut, schliesslich erreichen wir das Kasernenareal und werden dafür mit 100 Punkten belohnt. Dann geht es los mit den ersten Fragen. Diese sind zunächst historischer Natur. Es gibt jeweils drei Antwortmöglichkeiten. Beantwortet man eine Frage auf Anhieb richtig, werden 100 Punkte auf dem Konto gutgeschrieben. Im zweiten Anlauf sind es 90, und auch wer dreimal raten muss, erhält immer noch grosszügige 80 Punkte.

Foto der Lieblingsbahn

Im Anschluss an die Fragen folgt jeweils eine detaillierte Erklärung der Antwort. Diese Infos sind spannend und dürften auch für einen eingefleischten Messegänger das eine oder andere Neue bereithalten. Wissen Sie, mit welcher seltsamen Attraktion die Besucher in den 1940er-Jahren in die Messehallen gelockt wurden?

Nach den Fragen, die wir alle bereits an der Tramhaltestelle beantwortet haben, müssen wir uns nun ins Messegetümmel stürzen. Die Aufgabe: ein Foto unserer Lieblingsbahn. Wir einigen uns auf «Coco Bongo». Hier meistert man zu Fuss verschiedene Hindernisse, bei denen viel Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn gefragt sind.

Es geht weiter auf den nächsten Platz. Der Hinweis, wo der nächste Stopp einzulegen ist, ist für Orts- und Messekundige zwar relativ einfach zu entschlüsseln. Touristen dürften es aber etwas schwerer haben. Für sie bleibt die Möglichkeit, sich per GPS zurechtzufinden, denn die App zeigt laufend an, wie viele Meter man noch vom Ziel entfernt ist.

Dank dem «Chääsbängel»-Hinweis sind wir auf dem Petersplatz angekommen. Doch vor dem entsprechenden Stand sind wir noch nicht am richtigen Ort. Erst mitten auf dem Platz, beim wunderschön leuchtenden Karussell, erhalten wir unsere Belohnung. Hier haben die Fragen einen direkten Zusammenhang mit dem Platz. Bei einzelnen könnte man sich auch auf die ­Suche machen oder bei Stand­betreibern nachfragen.

Nach einem weiteren Selfie geht es auch schon wieder weiter. Und zwar dorthin, wo wir die Tour eigentlich gestartet hatten: auf den Münsterplatz. Nach ein paar Fragen, die zum Schluss etwas schwieriger werden, ist – schon wieder – ein Foto von der Lieblingsbahn gefragt. Man kann aber auch eine besonders leckere Messespezialität abknipsen.

Zur Belohnung hoch hinaus

Und dann folgt auch schon das Ende der Schnitzeljagd und deren wortwörtlicher Höhepunkt: Zum Schluss gibt es nämlich einen Zwei-Franken-Rabattgutschein für das Riesenrad.

Unser Fazit: Die angegebene Stunde, die für die Schnitzeljagd benötigt wird, ist zwar korrekt, wenn man sämtliche Distanzen zu Fuss zurücklegt. Doch die Zeit, in der man effektiv raten und knobeln kann, ist um einiges kürzer. Auch hat man nach der Schnitzeljagd nicht das Gefühl, allzu viel von der Herbstmesse gesehen zu haben. Messeplatz und -hallen, Rosentalanlage sowie Barfi werden ausgelassen, und auch auf den drei besuchten Plätzen verweilt man nur kurz, wenn man sich an die App hält.

Wer die Schnitzeljagd also als Mittel braucht, um die Herbstmesse zu entdecken, wird enttäuscht. Denn den Anspruch, die wichtigsten Hotspots gesehen und erlebt zu haben, erfüllt sie nicht. Für Leute, die aber genügend Zeit haben, um in Ruhe über die verschiedenen Plätze der Messe zu schlendern und nebenher Fragen zu beantworten, bietet die Schnitzeljagd eine erfrischende Ergänzung.

www.basel.com/schnitzeljagd

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