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Kanton schafft Wohnungen auf dem Bruderholz

Ein Neubau im Grünen soll die Wohnungsnot lindern. Dafür müssen aber mehrere Bäume gefällt werden.

Urs Rist
Auf dem Bruderholz wird bald gebaut. Symbolbild: Gaetan Bally (Keystone)
Auf dem Bruderholz wird bald gebaut. Symbolbild: Gaetan Bally (Keystone)

An der Bruderholzallee 90, der Hauptstrasse auf dem Hügelquartier, soll ein Mehrfamilienhaus für sechs Mietwohnungen entstehen. Das Bauvorhaben soll das Wohnungsangebot in Basel bereichern, heisst es im Baugesuch des kantonalen Hochbauamts, das als Bauherrschaft auftritt. «Das Gebäude passt sich in die Situation ein und schmiegt sich sanft um die bestehenden Bäume.»

Bis vor zwei Jahren war auf dem Areal, das der Pensions­kasse ­Basel-Stadt gehört, ein Werkhof des kantonalen Tiefbauamts untergebracht. Das ­Begehren liegt noch bis 6. Dezember beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat auf. Der ­Neubau kommt hinter ein bestehendes kleineres Haus zu ­stehen und liegt in der Nähe der Tramhaltestelle Studio Basel. Auf dem Areal des früheren Radiostudios, das in ein Hochhaus beim Bahnhof SBB verlegt wurde, ist zwischen Marignano-, Novara- und Schäublinstrasse eine Überbauung mit 48 Wohnungen geplant, wofür der Grosse Rat im Februar einen Bebauungsplan genehmigt hat. Dies ist etwa 400 Meter vom Standort des jetzt aufliegenden Projekts an der Bruderholzallee 90 entfernt.

Wärme aus der Erde

Das achteckige Erdgeschoss des Neubaus erstreckt sich weiter in den Hof als die oberen Stock­werke und bietet damit Platz für die beiden grössten Wohnungen, die eine mit viereinhalb Zimmern auf 122 Quadratmetern, die andere mit fünfeinhalb Zimmern auf 134 Quadratmetern. Im Obergeschoss sind zwei Wohnungen vorgesehen, mit viereinhalb Zimmern auf 103 Quadratmetern und mit dreieinhalb Zimmern auf 86 Quadratmetern.

Das Dachgeschoss soll nochmals eine ähnlich grosse Wohnung sowie eine kleinere mit zweieinhalb Zimmern auf 56 Quadratmetern vorgesehen sein. Der Wärmebedarf des Hauses soll mit Erdwärmesonden gedeckt werden, wofür fünf Bohrungen geplant sind.

Die Aussenwände werden aus einem Holzrahmenbau mit Betonstützen bestehen, die Fassade aus Massivholz. Projektverfasser ist Alex Pipoz vom Architekturbüro Luca Selva. Die Baukosten werden mit 4,16 Millionen Franken angegeben.

Von den bestehenden Bäumen sollen trotz negativer Bewertung durch Fachleute möglichst viele erhalten bleiben, heisst es im ­Beschrieb. In den Unterlagen ist allerdings von 21 Fällungen, davon 13 Hainbuchen, und 20 Ersatzpflanzungen die Rede.

Hundert Meter zum Tram

Das Gebäude ist sowohl für ­Fussgänger, als auch für Velos und Autos oberirdisch über den ­bestehenden Zugangsweg erschlossen. Für Autos wird eine Einstellhalle im Untergeschoss mit sechs Plätzen erstellt, für ­Velos gibt es dort 16 Plätze, weitere zehn im Erdgeschoss. Gut erschlossen ist der Neubau an der Bruderholzallee 90 auch durch das Tram, die nächste Haltestelle ist etwas mehr als ­hundert Meter entfernt.

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