Ein Zweierteam für den zweiten Wahlgang

Die FDP läutet den Schluss des Wahlkampfs mit dem Tandem Daniela Schneeberger/Saskia Schenker ein.

Das freisinnige «Zweierteam für Bern» mit Daniela Schneeberger und Saskia Schenker (links).

Das freisinnige «Zweierteam für Bern» mit Daniela Schneeberger und Saskia Schenker (links).

Thomas Gubler

«Wenn Daniela Schneeberger in den Ständerat gewählt wird, dann gehen wir als Zweierteam nach Bern. Wir haben viele Gemeinsamkeiten, die helfen, dem Baselbiet eine starke Stimme im nationalen Parlament zu geben», sagte Saskia Schenker am Montagmorgen an der Medienkonferenz des überparteilichen Komitees für die Wahl von Daniela Schneeberger am 24. November in den Ständerat. Die FDP-Präsidentin ist die Zweitplatzierte auf der freisinnigen Nationalratsliste und würde bei einer Wahl Schneebergers in den Ständerat deren Nationalratssitz erben.

«Fakten und Analysen» wollte das überparteiliche Komitee gestern in der Start-up-Plattform des ehemaligen Valora-Gebäudes in Muttenz präsentieren. Der Ort war nicht zufällig gewählt worden. Sie und ihre politischen Weggefährten würden sich seit Jahren für Rahmenbedingungen einsetzen, «die Innovation und Fortschritt in Wirtschaft und ­Gesellschaft ermöglichen und fördern», sagte Schneeberger. Hier würden sich private Investoren und Unternehmer engagieren, um genau dies umzusetzen.

Schneeberger näher bei Wählern als Graf

Für CVP-Fraktionschef Felix Keller ist Daniela Schneeberger «das passende und komplementäre Pendant» zur bereits gewählten Basler SP-Ständerätin Eva Herzog. Die Freisinnige könne sicherstellen, dass sich das ganze politische Spektrum der Region im Ständerat vertreten fühle. Zudem stimme Daniela Schneeberger bei wichtigen Vorlagen gleich wie die Mehrheit der Baselbieter Bevölkerung, sagte Keller. Im Gegensatz etwa zur Kandidatin der Grünen oder zu den Parolen der Grünen Baselland. «Das ist für die Wählerinnen und Wähler der CVP und der Mitte von grossem Interesse.» Angesprochen auf die CVP-Abweichler, die sich für Maya Graf engagieren, wies Felix Keller darauf hin, dass der Beschluss zur Unterstützung der freisinnigen Kandidatin von den CVP-Delegierten mit deutlichem Mehr gefasst worden sei.

SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger hob die Fähigkeiten Schneebergers als Unternehmerin hervor. Aus ihrem Alltag wisse die Treuhänderin, was es braucht für den Erfolg eines KMU-Unternehmens im Baselbiet. Seit der Wahl vom Oktober seien die Interessen der KMU in Bern aber nicht mehr so gut vertreten, sagte Sandra Sollberger. Der Anteil der Unternehmerinnen und Unternehmer habe von 37 auf 30 abgenommen, dafür habe die Zahl der Berufspolitiker von 32 auf 49 zugenommen. Daniela Schneeberger, so ihre SVP-Nationalratskollegin, sei «nahe an den Menschen, pragmatisch und lösungsorientiert».

FDP-Vizepräsidentin Naomi Reichlin zeigte anhand der Smartvote-Spider die politische Ausrichtung der regionalen Politikerinnen und Politiker. Laut Reichlin ist demnach das politische Profil von Daniela Schneeberger «klar bürgerlich und mittig». Es sei etwa dem­jenigen von CVP-Nationalratskollegin Elisabeth Schneider-Schneiter sehr ähnlich und in der Finanz- und Wirtschaftspolitik jenem von Sandra Sollberger.

Wie die Juso-Chefin

Demgegenüber zeige das Smartvote-Profil von Maya Graf, dass sich die grüne Kandidatin «ganz links aussen» positioniere. «Legt man die Spider von Ronja Jansen, der Präsidentin der Juso Schweiz, darüber, dann stellt man eine sehr grosse inhaltliche Kongruenz fest», sagte Naomi Reichlin und fragte rhetorisch, auf welcher Faktenbasis denn eigentlich die Grünen ihre Kandidatin als Mittepolitikerin anpreisen würden.

Schliesslich hob Daniela Schneeberger hervor, sie verfüge über rund 50 Wahlkampfbotschafterinnen und -botschafter aus den grossen Gemeinden. Diese setzten ein starkes Zeichen «für die grosse Breite meiner Unterstützung im Baselbiet».

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