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Der Landarzt

Guido Handschin wird im Dezember 80 Jahre alt. Noch immer hilft er in der Praxis seines Sohnes in Gelterkinden aus, die er vor fast 50 Jahren von seinem Vater übernommen hat.

Guido Handschin mit den Instrumenten, welche die Geschichte der Hausarztmedizin der letzten 100 Jahre erzählen.
Guido Handschin mit den Instrumenten, welche die Geschichte der Hausarztmedizin der letzten 100 Jahre erzählen.
Dominik Plüss

Guido Handschin steht vor einem Schaukasten und hält eine kleine, blaue Flasche in der Hand. «Hier war früher Äther drin», sagt er. Sein Vater habe es für Narkosen verwendet. Ein sehr wirksames Mittel, die Patienten seien innert Sekunden weggedöst, aber mit unangenehmen Nebenwirkungen: «Vor allem Männer wachten aggressiv auf und schlugen wild um sich.» Dann nimmt er Stück für Stück aus der Vitrine heraus: eine grosse Geburtszange, ein Hörrohr, der Vorgänger des heutigen Stethoskops, Glasampullen, Spritznadeln aus Edelstahl und eine Zange für Ohrenfremdkörper. Es sind Instrumente, mit denen sein Grossonkel, sein Vater und er selber gearbeitet haben; sie erzählen die Geschichte der Hausarztmedizin der letzten hundert Jahre.

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