Zum Hauptinhalt springen

Auf Mäusejagd im Baselbiet

Einst wurde die Schwanzprämie eingeführt, um Mäuseplagen zu vermeiden. Heute ist dieser Brauch kaum noch bekannt. Über die Hälfte der Gemeinden zahlt aber nach wie vor bis zu 1 Franken pro abgegebenem Mäuseschwanz.

Mäuse sehen zwar niedlich und harmlos aus, können auf Feldern aber grossen Schaden anrichten und sind schwierig loszuwerden.
Mäuse sehen zwar niedlich und harmlos aus, können auf Feldern aber grossen Schaden anrichten und sind schwierig loszuwerden.
Fotolia

«Wie bitte, was wollen Sie wissen?», fragte mich eine Gemeindemitarbeiterin, als ich anrief, um in Erfahrung zu bringen, ob diese Baselbieter Gemeinde denn noch Mäuseschwänze entgegennehmen würde. Sie sollte nicht die Einzige bleiben, die auf meine Anfrage verdutzt reagierte. Denn der Brauch, Mäuse zu fangen und deren abgetrennte Schwänze der Gemeinde zur Vergütung abzugeben, ist vielen Menschen nicht mehr geläufig. So erzählten auch einige Verwalter davon, wie sie selber vor Jahrzehnten als Kinder noch Mäuse jagten, in ihren Gemeinden aber heutzutage niemand mehr diese Tradition pflegen würde.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.