Alles Gute kommt von oben – eine Komödie für Basel

Die ehemaligen Besitzer einer Liegenschaft in der St.-Alban-Vorstadt unternehmen alles, um das Haus auch weiterhin für sich alleine haben zu können und nicht mit Mietern teilen zu müssen.

Der Theres-Sutter-Geist (Sabine Mack) bearbeitet Sämi Tschudi (Philipp Borghesi). Foto: M. Muscio

Der Theres-Sutter-Geist (Sabine Mack) bearbeitet Sämi Tschudi (Philipp Borghesi). Foto: M. Muscio

Dominik Heitz

Gemütliche Zimmer und ein fantastischer Blick über den Rhein ins Kleinbasel – was will man mehr! Das Haus in der St.-Alban-Vorstadt scheint ein ausgesprochenes Liebhaberobjekt zu sein. Doch es hat seine Tücken. Und das weiss der Häusermakler, denn er hat darin seine unheimlichen Erfahrungen gemacht. Das Haus ist nämlich bewohnt: von zwei Geistern. Es sind die verstorbenen Edi und Theres Sutter, die ehemaligen Besitzer der Liegenschaft, und sie unternehmen alles, um das Haus auch weiterhin für sich alleine haben zu können und nicht mit Mietern teilen zu müssen.

Auch bei dem neuen Ehepaar Sämi und Felicitas Tschudi, das sich für das Haus begeistert, sind die Geister zunächst skeptisch. Nach und nach aber nehmen sie Anteil an den Freuden und Nöten der beiden – nicht zuletzt deshalb, weil sich «dr Drach vo Bättwil», die Schwiegermutter des jungen Mannes, überall einmischt: Der Theres-Sutter-Geist meint, die Frau in ihrer Schwangerschaft unterstützen zu müssen. Und der Geist von Edi Sutter, einem erfolgreichen Krimi-Autor, lässt sich endlich dazu herab, seinem Fan Sämi bei dessen schriftstellerischen Schritten unter die Arme zu greifen.

Schutzengel nötig

Damit die Geister aber überhaupt mit den Menschen irgendwie in Kontakt treten können, muss zuerst ein Schutzengel vom Himmel heruntersteigen, um den beiden zu zeigen, wie das geht. Am Ende wird er als Weihnachtsengel nochmals einen Einsatz haben und die Geschichte mit einer Art Apotheose zu einem glücklichen Ende führen.

Die von der Engländerin Pam Valentine unter dem Titel «Spirit Level» witzig geschriebene Komödie haben Doris Wacker und Remo Gallacchi gekonnt ins Baseldeutsch übersetzt. Und unter der Regie von Tom Müller gibt das engagierte Laienschauspielerteam mit Cheyenne Bättig, Sabine Mack, Silvia Gallacchi, Karin Kolb, Michael Hug, Andreas Ruprecht und Philipp Borghesi sein Bestes. Das Premierenpublikum belohnte es denn auch mit grossem Applaus.

«Do woone mir» in der Basel­dytsche Bihni im Lohnhof; Do, Fr und Sa um 20.15 Uhr.www.Lohnhof.ch

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