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Platz 2 bei Tour de SkiCologna wieder auf dem Weg zum Super-Dario

Langläufer Dario Cologna setzt an der Tour de Ski ein Ausrufezeichen: Dank einer starken Leistung und zwei fehlerhaften Russen läuft er auf Rang zwei.

Wie so oft: An der Tour de Ski kann der Bündner Dario Cologna strahlen.
Wie so oft: An der Tour de Ski kann der Bündner Dario Cologna strahlen.
Foto: Federico Modica (Freshfocus)

Wenn zwei Russen stürzen, profitiert: Dario Cologna. Im Quartett um Platz 2 schien der Bündner in der 2. Etappe der Tour de Ski bereits im Hintertreffen, als sich Tscherwotkin und Below in der finalen Abfahrt zu Fall brachten – und Landsmann Yakimuschkin als Dritten der Gruppe ausbremsten.

Frei war der Weg für Dario Cologna über 15 km klassisch im Massenstart. Gestohlen hat er diesen Podestplatz trotzdem nicht. Denn wie verwandelt präsentierte er sich bereits zum Tour-Auftakt im Münstertal. Er legte am Neujahrstag einen Qualifikationssprint hin wie zu seinen goldenen Zeiten.

Dabei war der 34-Jährige derart mies in die WM-Saison gestartet, dass er noch vor dem Heim-Weltcup von Mitte Dezember nur eines war: ratlos.

Just auf die Tour de Ski kommt Cologna in Form

Sein Vorteil war, dass er sich in den letzten Wintern immer mal wieder in der Defensive befunden hatte – und darum nicht gleich alles infrage stellte und hektisch zu werden begann. Allerdings hatte selbst der Routinier noch vor wenigen Wochen für seine Verhältnisse angeschlagen gewirkt – und darum vor Einsätzen nicht einmal mehr konkrete (Rang-)Ziele nennen mögen.

Aber irgendwie findet der vierfache Olympiasieger just auf die Tour de Ski hin fast immer den Dreh. So flog er vor drei Jahren an der Tour plötzlich wieder über die Loipen und dann zum vierten Olympia-Gold. Auf jeden Fall ist dieser wiedererstarkte Cologna erneut ein Kandidat für einen Top-3-Endplatz. Der Sieg dürfte vergeben sein, zu stark wirkt der Russe und Tagessieger Alexander Bolschunow.

Eine kleine Einschränkung bezüglich Cologna bedarf es: Mit den Norwegern fehlen die Besten wegen Corona. Sind sie dabei, ist die Ausgangslage etwas anders. Unabhängig davon ist unübersehbar, wie viel schneller er ist als noch vor kurzer Zeit. Am Sonntag folgt Rennen 3 im Val Müstair mit Zeithandicap. Cologna startet als Vierter.

2 Kommentare
    Alfred Bühlmann

    Gestohlen hat Cologna den 2.Platz sicher nicht.Aber interessant wäre die Plazierung ohne "Russensturz" zu kennen.