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QuartalsabschlussCloud-Geschäfte verhelfen Microsoft zu Gewinnsprung

Die Corona-Pandemie beschert dem Software-Riesen Microsoft im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Gewinnsprung von 30 Prozent.

Der weltgrösste Softwarekonzern Microsoft profitiert vom durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Trend zum Arbeiten von Zuhause. (Archivbild)
Der weltgrösste Softwarekonzern Microsoft profitiert vom durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Trend zum Arbeiten von Zuhause. (Archivbild)
Keystone/Michel Euler

Das boomende Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet hält den Software-Riesen Microsoft auf Erfolgskurs. Im abgelaufenen Geschäftsquartal nahm der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar zu.

Dies teilte Microsoft am Dienstag nach US-Börsenschluss in Redmond im US-Bundesstaat Washington mit. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 37,2 Milliarden Dollar.

Microsoft übertraf die Erwartungen der Wall-Street-Analysten deutlich. Die Aktien reagierten nachbörslich zunächst mit Kursaufschlägen. Das lukrative Geschäft mit Cloud-Services für andere Unternehmen und Apps brummte weiter – Microsofts Azure-Plattform steigerte die Erlöse um 48 Prozent. Auch mit seinen Office-Programmen profitierte der Konzern vom pandemiebedingten Trend zur Heimarbeit.

Viele Pluszeichen

Starker Nachfrage erfreuten sich zudem das Gaming-Geschäft rund um die Xbox-Spielkonsole und Microsofts «Surface»-Tablets, hier gab es Umsatzanstiege um 30 beziehungsweise 37 Prozent. Insgesamt verbuchte die PC-Sparte, zu der auch das Betriebssystem Windows zählt, einen sechsprozentigen Zuwachs der Erlöse auf 11,8 Milliarden Dollar. Das Karrierenetzwerk LinkedIn, das ebenfalls zu Microsoft gehört, steigerte seine Erlöse um 16 Prozent.

Microsoft hat die Coronavirus-Krise bisher nichts anhaben können. Die Aktien sind seit Jahresbeginn um mehr als 36 Prozent gestiegen. Damit erhöhte sich in diesem Jahr der Börsenwert des Konzerns um ein Drittel auf 1,6 Billionen Dollar erhöht.

SDA/chk