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Wechsel auf ChefsesselClariant ernennt Conrad Keijzer zum neuen Konzernchef

Seit Sommer 2019 war die Firma auf der Suche nach einem neuen CEO. Nun wird der Niederländer Conrad Keijzer per Anfang 2021 die Stelle antreten.

Conrad Keijzer, neuer CEO von Clariant
Conrad Keijzer, neuer CEO von Clariant
Foto: sda

Clariant hat eine lange offene Personalie erledigt. Der Spezialchemiekonzern ernennt den Niederländer Conrad Keijzer per Anfang 2021 zum Konzernchef. Zuletzt war Keijzer CEO der französischen Imerys.

Keijzer könne auf eine lange und erfolgreiche Karriere in der chemischen Industrie zurückblicken, teilte Clariant am Mittwoch mit. Nach 24 Jahren beim Farben- und Lackhersteller AkzoNobel wechselte der 52-Jährige im März 2018 als Chef zu Imerys.

Die Entscheidung werde auch von den Verwaltungsräten des Hauptaktionärs Sabic sowie jenen der Altaktionäre der Süd-Chemie vollumfänglich unterstützt, betonte Clariant in der Mitteilung. In den Medien war zuletzt immer wieder von Misstönen zwischen Clariant und seinem saudischen Hauptaktionär Sabic die Rede. Dieser hält 31,5 Prozent an den Muttenzern.

Lange Suche

Clariant war seit Juli 2019 auf der Suche nach einem neuen CEO. Seinerzeit hatte der damalige Konzernchef Ernesto Occhiello den Bettel nach nicht einmal neun Monaten überraschend hingeworfen. Occhiello war vom Grossaktionär aus Saudi-Arabien bei Clariant installiert worden. Die Suche nach einem Nachfolger zog sich dann coronabedingt in die Länge.

Seit Occhiellos Abgang hat wieder Hariolf Kottmann den CEO-Hut interimistisch auf – parallel zu seinem VR-Präsidium. Der mittlerweile 65-jährige Kottmann war bis Oktober 2018 bereits während zehn Jahren CEO von Clariant. Auf Anfang 2021 werde sich Kottmann wieder auf seine Position als Präsident des Verwaltungsrates zurückziehen, erklärte Clariant.

Kottmann ist voll des Lobes für seinen Nachfolger: Er sei eine «ausgezeichnete Wahl», um Clariant in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Und Keijzer selber betrachtet es als ein «Privileg», CEO von Clariant zu werden.

SDA

1 Kommentar
    Chr. Beck

    ... und wie bei der UBS und CS kamen natürlich keine Schweizer in die 'Kränze'. Das sind längst keine CH-Firmen mehr. Sie profitieren nur von der Schweiz und die ausländischen Kader holen ihre Freunde und Kollegen hierher, damit wir bald eine 10/12 Mio.-Schweiz haben. Es geht auch nicht darum, dass es hier keine top ausgebildeten Leute gibt. Schliesslich haben wir die besseren Uni's als die EU, die keine einzige in den ersten 10 Rängen hat. Echt blamabel und ...schweizerfeindlich. Voll des Lobes sind sie immer zu Beginn. Der Schlamassel folgt etwas später..., s. CS etc..