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Weihnachten in den WeltkriegenChristbäume im Schützengraben und gestrickte Socken von daheim

Im Krieg sehnten sich die Soldaten nach normalen Feiertagen. Die gab es für sie nicht – zwischen Granaten und Todesangst blieb dennoch Platz für ein wenig Festlichkeit, die gar die Kriegsfront zwischenzeitlich verschwinden liess.

Deutsche Soldaten feiern während des Ersten Weltkriegs im Schützengraben Weihnachten.
Deutsche Soldaten feiern während des Ersten Weltkriegs im Schützengraben Weihnachten.
Foto: Keystone

Sie rückt wieder näher, die besinnliche Zeit: Der erste Advent bricht schon bald an, und mit ihm werden die Tage bis zum Weihnachtsfest runtergezählt. In welcher Form in diesem Jahr Weihnachten gefeiert werden kann, ist aufgrund der Corona-Situation noch nicht abschliessend zu beantworten. Möglich, dass nur die engsten Familienmitglieder gemeinsam um den Christbaum sitzen können.

Ist in diesem Dezember unsicher, ob die Feiertage im Beisein der gesamten Verwandtschaft stattfinden können, waren viele Familien vor mehreren Jahrzehnten unumstösslich dieser Möglichkeit beraubt worden. Im Europa des Ersten und des Zweiten Weltkriegs waren Brüder und Väter von zu Hause getrennt, verteidigten an der Front die Nation gegen feindliche Mächte. Das Spielzeug Welten Museum gedenkt dieser speziellen Zeit mit einer Ausstellung, die am Samstag anlaufen wird (siehe Box). Sie befasst sich dabei mit den beiden Welten, die sich in der Kriegszeit auftaten: das Fest unter dem zu dieser Zeit speziell geschmückten Baum in der heimischen Stube und der Heiligabend im Schützengraben, wo Menschlichkeit und Freude des besinnlichen Fests nicht hinzureichen schienen. So würde man zumindest denken.

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