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Gefährlicher JointChemie-Gras auch in Basel aufgetaucht

Eigentlich handelt es sich um harmlosen CBD-Hanf. Doch weil dieser mit synthetischen Cannabinoiden versetzt und als Marihuana in Umlauf gebracht wird, kann der Konsum tödlich sein. Die Basler Behörden sind alarmiert.

Der Run auf CBD-Hanf in der Schweiz ist vorüber, viele Produzenten bleiben auf ihren Hanfprodukten sitzen. Einige dürften deshalb das wirkstoffarme Kraut mit Chemikalien «veredeln».
Der Run auf CBD-Hanf in der Schweiz ist vorüber, viele Produzenten bleiben auf ihren Hanfprodukten sitzen. Einige dürften deshalb das wirkstoffarme Kraut mit Chemikalien «veredeln».
Foto: Archiv Tamedia AG

Sie berichten von plötzlichem Herzrasen, von einem starken Engegefühl in der Brust, von übermässiger Benommenheit, von Panik und Todesangst oder Zusammenbruch – Cannabiskonsumenten sind zurzeit einer hohen Gefahr ausgesetzt, wenn sie die Quelle ihres Tütchens Hanf nicht genau kennen. In der Schweiz häufen sich die Meldungen von Cannabis, das gravierende Nebenwirkungen hervorruft. Grund: Dealer überziehen ihre Hanfblüten mit einem dünnen Film Chemikalien, sogenannten künstlichen Cannabinoiden. Gefunden wurden unter anderem die Substanzen 4F-MDMB-Binaca und 5F-MDMB-Pica. «Während es beim Konsum von Hanfblüten einer unbehandelten Pflanze praktisch keine Todesfälle gibt (ausser es bestehen gesundheitliche Vorschädigungen oder im Rausch passiert ein Unfall), so können bei hoch dosierten künstlichen Cannabinoiden gefährliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die auch tödlich verlaufen können, beobachtet werden», sagt Katja Bender, Abteilungsleiterin Forensische Chemie und Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel.

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