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Stellenabbau angekündetCH Media drückt Kostenbremse: 30 Millionen Einsparungen pro Jahr

Das Medienunternehmen rund um «Aargauer Zeitung» und Tele Züri will seine jährlichen Kosten senken. Es wird Entlassungen geben.


Redaktoren der CH Media bei der Arbeit in den Redaktionsräumlichkeiten in Aarau.

Redaktoren der CH Media bei der Arbeit in den Redaktionsräumlichkeiten in Aarau.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Das Medienunternehmen CH Media will seine Kosten bis Ende 2022 pro Jahr wiederkehrend um 30 Millionen Franken senken. Gemäss Angaben des Unternehmens wird das Effizienzprogramm zu einem Stellenabbau führen.

Mit den Einsparungen sollen trotz des Strukturwandels und der Coronakrise die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, um die Investitionen in die Strategie CH Media 2025 tätigen zu können. Dies teilte das Medienunternehmen am Donnerstag mit.

Zum Schweizer Medienunternehmen gehören unter anderem «Aargauer Zeitung», «Luzerner Zeitung» sowie die TV-Sender Tele Züri und TV 3+. CH Media beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2000 Mitarbeitende. Der Jahresumsatz beträgt 448 Millionen Franken. CH Media entstand im Herbst 2018 als Joint Venture der NZZ-Mediengruppe und der AZ Medien.

Das Effizienzprogramm werde nun aufgegleist, sagte Unternehmenssprecher Stefan Heini auf Anfrage von Keystone-SDA. Es werde auch zu einem Stellenabbau führen. Konkrete Angaben machte er keine.

Der Strukturwandel im Mediengeschäft sowie die nachhaltigen Umsatzverluste aufgrund der Coronakrise sind gemäss CH Media die Hauptgründe für das Programm «zur weiteren Steigerung der Effizienz in allen Bereich und zur Verschlankung der Kostenbasis».

In der Summe stellten sie eine grosse Herausforderung für die Umsetzung der Strategie von CH Media dar. Die Digitalisierung der Bezahlzeitung und die Weiterentwicklung des Bereichs Entertainment erforderten weiterhin hohe Investitionen.

Für eine erfolgreiche Umsetzung und um den finanziellen Spielraum auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen mit sinkenden Umsätzen gewährleisten zu können, sei ein neues Effizienzprogramm unumgänglich.

SDA/anf

4 Kommentare
    Pius Tschirky

    Dafür werden die Zeitungen noch teuerer und die Inhalte noch dünner. Stellte in letzuer Zeit auch fest, dass fast alles, was man in den Zeitungen liest schon vorher irgendwie erfahren hat.