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Rotblau weltweitCaicedo könnte in die Geschichtsbücher eingehen

Der Ecuadorianer trifft gegen Juventus erneut spät in der Nachspielzeit. Italienische Medien fordern nun, dass deswegen die «Zona Caicedo» eingeführt wird.

Felipe Caicedo (Nummer 20) feiert mit seinen Kollegen den späten Ausgleichstreffer gegen Juventus Turin.
Felipe Caicedo (Nummer 20) feiert mit seinen Kollegen den späten Ausgleichstreffer gegen Juventus Turin.
Reuters
  • Italien
    Nachdem er bereits vor einer Woche einen Last-Minute-Treffer für Lazio Rom erzielt hatte, hat es
    Felipe Caicedo erneut getan: Gegen den Serienmeister Juventus Turin kam der Ecuadorianer kurz nach der Pause aufs Feld und schoss in der 95. Spielminute den Ausgleich zum 1:1. In Italien heisst es nun, Caicedo würde «in Gefahr laufen, in die Geschichtsbücher einzugehen». «Der Argentinier Renato Cesarini (1906-1969) hat das Wunder des Tores in letzter Minute erfunden», schrieb das Onlineportal «Goal» in einem Artikel vom April dieses Jahres mit dem Titel «Die Cesarini-Zone, oder warum man niemals aufgeben sollte». Cesarini war dafür bekannt, dass er Spiele in letzter Minute entscheiden konnte. «Zona Cesarini» wurde zu einem Begriff, der sich im italienischen Wortschatz auch ausserhalb des Fussballs etablierte. Damit beschreibt man ein «Konzept, das sich auf das Wunder in letzter Minute bezieht». Seit Sonntag glaubt man jedoch, dass es zu einer Änderung von «Zona Cesarini» zu «Zona Caicedo» kommen könnte. Caicedos Treffer gegen Juventus war bereits sein fünfter in der Nachspielzeit innerhalb eines Jahres. So schrieb zum Beispiel der «Corriere della Sera» von «der Fabel des Angreifers, der die Geschichte des italienischen Fußballs neu schreibt. Die Cesarini-Zone scheint veraltet zu sein und muss unbedingt mit dem Namen des ecuadorianischen Stürmers aktualisiert werden: Nennt sie sie die Caicedo-Zone!».

  • Dänemark
    Am Sonntag gab
    Blas Riveros gegen Odense sein Debüt für Brondby. In der 20. Spielminute war es tatsächlich der Paraguayer, der seinen neuen Verein in Führung schoss. Ein gelungenes Debüt, wie man meinen könnte, doch in der 73. verletzte sich der Linksverteidiger und musste mit der Trage vom Feld transportiert werden. Wie lange der 22-Jährige ausfallen wird, ist noch unklar.

  • DeutschlandDavid Abraham erzielte bei der Aufholjagd von Frankfurt in Stuttgart den Ausgleich für die Gäste in der 75. Spielminute. Seine Mannschaft lag gegen die Schwaben zur Pause mit 0:2 zurück, schaffte es aber nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte noch auszugleichen. Abrahams Kopfballtor war sein erster Treffer in dieser Saison. Über den Verbleib des Argentiniers herrscht weiter Unklarheit. «Grundsätzlich wäre ohne Corona schon im Sommer Schluss gewesen», sagte Frankfurt-Trainer Adi Hütter jüngst zu «Sport1». «Es zieht ihn zurück zu seinem heissgeliebten Sohn. Im Winter ist deshalb vielleicht Schluss für ihn in Frankfurt», so der Österreicher.

  • Schottland
    Für
    Mohamed Elyounoussi hagelte es Kritik, als er am Donnerstag nach seiner Auswechslung in der Europa-League-Partie von Celtic Glasgow gegen Sparta Prag auf der Ersatzbank am Handy gesichtet wurde. Der Flügelspieler sagte, er habe sich das Ergebnis des anderen Gruppenspiels zwischen dem AC Mailand und Lille angesehen. Trotzdem durfte der 26-Jährige am Sonntag in der Liga gegen Motherwell von Anfang an ran und lieferte seine Antwort auf dem Platz: Zwei Abstauber (8. und 27.), der eine nach einem Pfostenschuss von Albian Ajeti, und ein Kopfballtor (76.) vollendeten den Hattrick des Norwegers. Dieser sagte nach dem 4:1-Erfolg: «Ich bin sehr professionell und die beste Art zu reden ist mit meinen Füßen. Ich bin hier, um dem Team zu helfen, Tore zu erzielen und Spiele zu gewinnen. Ich war natürlich frustriert und enttäuscht, dass man meine Professionalität in Frage stellte».

  • Schweden
    Zum Abschluss seiner Karriere darf
    Behrang Safari mit Malmö nochmals einen Meistertitel feiern. Das 4:0 gegen Sirius machte den 35-Jährigen und seine Teamkollegen drei Runden vor Schluss zum Champion der Allsvenskan. Bis es den Pokal gibt, muss sich Safari allerdings noch bis zum letzten Spieltag gedulden. Freuen darauf tut er sich allerdings schon jetzt: «Das wird etwas ganz Besonderes, denn es ist mein letztes Jahr als Fußballspieler. Irgendwo in meinen Träumen hatte ich wahrscheinlich gesehen, wie ich den Pokal ein letztes Mal in die Höhe stemme». Es wird bereits das elfte Mal sein, fünfmal gewann Safari die Super League mit Basel, zweimal die Belgische Liga mit Anderlecht und jetzt zum vierten und letzten Mal die Allsvenskan mit Malmö. Der Verteidiger kommt damit insgesamt auf fast gleich viele Meistertitel wie Landsmann Zlatan Ibrahimovic, der deren 12 aufweist.

  • USA
    Das erste Jahr bei Chicago Fire hat für
    Raphael Wicky ein bitteres Ende. Im letzten Spiel der Saison gegen New York City verlor seine Mannschaft mit 3:4 und verpasste damit die Playoffs der Major League Soccer. Lange stand es 3:3, dieses Resultat hätte für die Qualifikation gereicht. Der Gegentreffer in der 77. Spielminute brach Chicago jedoch das Genick. «Es tut weh, weil wir alle das Gefühl hatten, dass wir hätten dabei sein können», sagte der enttäuschte Wicky nach dem Spiel zur «Chicago Tribune».

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