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Fehlbare Freiheitsikone im Visier der Junta Burmas Generäle inszenieren Schauprozess gegen Aung San Suu Kyi

76 Jahre alt und an einem unbekannten Ort weggesperrt: Es wäre ein Wunder, wenn Aung San Suu Kyi einer Verurteilung entginge.
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Jeden Montag vor Gericht

Konfrontiert mit angeblichen Vergehen, die teils grotesk wirken

Der Nimbus als Freiheitskämpferin bröckelt

Verschlossen und erhaben über jeden Rat

2 Kommentare
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    Jörg Keller

    Aus der Ferne scheinen die Dinge oft (allzu) klar und deutlich, ja geradezu einseitig für oder gegen jemanden zu sprechen. Soviel ich von diesem Land damals (während einiger Geschäftsreisen) glaube verstanden zu haben, ist Myanmar ein ungeheuer komplexes Land mit Jahrzehnten von Unterdrückung und (teils bewaffneter) Konflikten zwischen ihren vielen Völkern.

    Der gewaltsamen Vertreibung der Rohingyas gingen mehrere erst lokale und regionale Auseinandersetzungen voraus, bei denen keine Gruppe wirklich unschuldig blieb. Dies nutzten die Militärs, um an der religiös kleinen Minderheit der muslimisch gläubigen ein Exempel zu statuieren und damit Sympathie in breiten Gruppen der dominant buddhistischen Bevölkerung zu ernten (so plump und grausam das auch scheinen mag). Und hätte sich Aung San-Suu Kyi klar und offen gegen diese Militärs damals gestellt, wäre das eine "religiöse Steilvorlage" für diese gewesen... gegen die Lady.

    Sofern ich das (damals aus der Nähe und heute nur noch aus Ferne) einigermassen richtig sehe, ist Aung San Suu kyi weiterhin in der Bevölkerung hoch verehrt UND die einzige Hoffnungsperson auf einen erneuten erneuten Wandel zur Freiheit.

    In meinen Augen mutet es tragisch an, dass derzeit auch hier immer wieder davon geschrieben wird, die Lady sei ein gefallener Star, der Volk, Freiheit und Menschenrechte verraten habe. Dies nützt allenfalls der Junta und ihren Unterstützern vor allem in China, entspricht aber mitnichten der weitaus komplizierten Realität.