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Hilfsbereitschaft in KosovoBrot und warme Worte für eine serbische Grossmutter

Eine 92-jährige Serbin überlebt in einem Dorf in Kosovo dank der Hilfe eines Albaners. Die Solidarität bringt die Nationalisten auf beiden Seiten zum Verstummen – wenigstens vorübergehend.

Eine Freundschaft über ethnische Grenzen hinweg: Die Serbin Vladica Dicic und der Kosovo-Albaner Fadil Rama.
Eine Freundschaft über ethnische Grenzen hinweg: Die Serbin Vladica Dicic und der Kosovo-Albaner Fadil Rama.
Foto: Armend Nimani (Getty Images)

Für die Nationalisten sind Gut und Böse immer klar getrennt. Die Welt funktioniert wie im Märchen: Rotkäppchen gut, Wolf gefährlich. Liest man die serbischen Boulevardmedien, dann sollte es auch für den letzten Beobachter klar sein: Alle Kosovo-Albaner sind Terroristen, die sich täglich bewaffnen, um die letzten Serben aus Kosovo zu vertreiben. Liest man manche kosovo-albanische Newsportale, entsteht schnell der Eindruck: Alle Serben müssen wohl Kriegsverbrecher sein, die darauf erpicht sind, das Amselfeld zurückzuerobern. Die beiden Völker, heisst es da im Brustton pseudojournalistischer Überzeugung, trenne ein abgrundtiefer Hass und eine ewige Feindschaft.

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