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Lugano holt Remis gegen YBBottani kontert Siebatcheus Doppelpack

Der FC Lugano ringt den Young Boys im Wankdorf ein 2:2 ab. Die Berner schaffen es zu Hause nicht, ihre spielerische Überlegenheit in einen Sieg umzumünzen.

In einer körperbetonten Partie erkämpft sich der FC Lugano gegen die BSC Young Boys ein 2:2.
Lugano ringt YB einen Punkt ab
In einer körperbetonten Partie erkämpft sich der FC Lugano gegen die BSC Young Boys ein 2:2.
Foto: Claudio de Capitani (Freshfocus)
Dabei gelingt den Bernern eigentlich ein Auftakt nach Mass: Jordan Siebatcheu bringt YB in der 19. Minute nach Vorarbeit von Sulejmani mit einem wuchtigen Kopfball in Front. Es ist der erste Super-League-Treffer überhaupt für den jungen Franzosen.
Siebatcheu bringt YB per Kopf in Führung
Dabei gelingt den Bernern eigentlich ein Auftakt nach Mass: Jordan Siebatcheu bringt YB in der 19. Minute nach Vorarbeit von Sulejmani mit einem wuchtigen Kopfball in Front. Es ist der erste Super-League-Treffer überhaupt für den jungen Franzosen.
Foto: Claudio de Capitani (Freshfocus)
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Es wurde die erwartet enge Partie — und sie stand in der Schlussphase auf der Kippe. Hier ein gut aufgelegtes YB, gestärkt durch das letzte Erfolgserlebnis im Spitzenkampf gegen Basel, da ein schon die ganze Saison sehr stabiles Lugano.

Die Young Boys hatten mehr vom Spiel, aber Bottani hatte für die Tessiner in der 70. Minute zum 2:2 getroffen, Lugano spürte den Aufwind. Sabbatini versuchte es nochmals, YB-Flügel Ngamaleu fiel auf der anderen Seite im Strafraum, erhielt aber keinen Pfiff — dann war Schluss.

YB-Trainer Gerardo Seoane muss sich in diesen Wochen ja jedes Mal aufs Neue entscheiden, wieviel er an seiner grundsätzlich sehr erfolgreichen Mannschaft verändern will. Gegen Lugano liess er sechs Neue auflaufen, mit Mambimbi und Siebatcheu war der Sturm im Vergleich zur Partie in Basel (2:0) komplett neu formiert — auch, weil Torjäger Nsame mit einer Fussprellung ausfiel.

Siebatcheu trifft doppelt

Siebatcheu, im Sommer als Hoarau-Ersatz angepriesen, ist bei den Young Boys bislang vor allem zu Kurzeinsätzen und nicht auf Touren gekommen. Am Samstag, in seiner zweiten Partie von Beginn weg, erlebte er sein erstes Erfolgserlebnis für Gelb-Schwarz. Eine mustergültige Sulejmani-Flanke verwertete er nach 20 Minuten per Kopf.

Die beiden Tore von Jordan Siebatcheu. (Video: BSC Young Boys via Youtube)

Lugano war für YB der erwartet unangenehme Gegner. Trainer Maurizio Jacobacci liess kompakt verteidigen und aggressiv kontern. Und dank eines perfekt platzierten Schusses von Lovric von der Strafraumgrenze aus glichen die Tessiner aus. Die YB-Antwort folgte auf dem Fuss. Lugano-Verteidiger Kecskes sprang der Ball im eigenen Strafraum an die Hand, Jacottet pfiff erst, nachdem er sich via Video vergewissert hatte. Die Verantwortung übernahm Siebatcheu, und so stand es zur Pause 2:1.

Vom 2:2 profitieren konnte St. Gallen oder Basel aber nicht profitieren: Die beiden YB-Verfolger trennten sich am späten Samstagabend 0:0. (mrm)

Telegramm

Young Boys – Lugano 2:2 (2:1)

SR Jaccottet.

Tore: 19. Siebatcheu (Sulejmani) 1:0. 28. Lovric (Lavanchy) 1:1. 41. Siebatcheu (Handspenalty) 2:1. 70. Bottani (Sabbatini) 2:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (84. Hefti), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (76. Moumi Ngamaleu), Aebischer (67. Martins), Rieder, Sulejmani (67. Gaudino); Mambimbi (76 Elia), Siebatcheu.

Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Facchinetti; Custodio; Lavanchy, Macek (60. Lungoyi), Lovric (81. Covilo), Guerrero (81. Daprelà); Ardaiz (60. Sabbatini), Bottani (74. Gerndt).

Bemerkungen: Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Sierro, Spielmann, Lauper und Petignat (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Oss (beide verletzt). Verwarnungen: 22. Lavanchy (Foul), 36. Kecskes (Hands), 67. Maric (Foul), 73. Garcia (Foul), 77. Camara (Foul), 79. Custodio (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 12/25. 2. St. Gallen 11/19. 3. Basel 12/19. 4. Lugano 11/18. 5. Zürich 12/18. 6. Lausanne-Sport 12/15. 7. Servette 12/15. 8. Luzern 12/13. 9. Sion 11/8. 10. Vaduz 11/6.

Young Boys

Young Boys
2 : 2

Lugano

Lugano

LIVE TICKER BEENDET

Spielende

Dann ist das Spiel aus! YB und Lugano trennen sich 2:2.

90. Minute
Die Nachspielzeit läuft

So langsam aber sicher läuft den Bernern die Zeit davon. Vier Minuten bleiben noch, wenn die Berner hier den Siegtreffer erzielen wollen.

86. Minute
YB nicht mehr so spielsicher

Seit dem Tor von Bottani treten die Berner nicht mehr ganz so selbstsicher auf. Ein Rückpass gerät beispielsweise zu ungenau, sodass Lugano einen "gratis" Eckball erhält.

85. Minute
Auswechslung

Letzter Wechsel der Partie: Hefti kommt bei YB ins Spiel und übernimmt für Maceiras.

83. Minute
Umstrittene Szene

Heisse Szene im Lugano-Strafraum! Ngamaleu geht zu Boden und will den Penalty. Die Schiedsrichter diskutieren kurz, entscheiden dann aber zugunsten von Lugano auf kein Foul. Das hätte auch anders herauskommen können, weil Ngamaleu da schon am Fuss getroffen wird.

81. Minute
Auswechslung

Die nächsten Auswechslungen sind fällig. Torschütze Lovric sowie Guerrero haben Feierabend. Covilo und Daprela dürfen noch für gut zehn Minuten ran.

79. Minute
Gelbe Karte

Custodio sieht ebenfalls Gelb! Mit gestrecktem Bein geht er da gegen Ngamaleu zu Werk. Allgemein werden die Zweikämpfe in den letzten Minuten sehr hart geführt. Der Schiedsrichter hat zu tun.

77. Minute
Gelbe Karte

Die nächste Gelbe Karte geht an die Adresse des Berners Camara, der Lungoyi foult.

76. Minute
Auswechslung

Auch YB wechselt nochmals: Elia und Ngamaleu ersetzen Fassnacht und Aebischer.

74. Minute
Auswechslung

Torschütze Bottani wird ausgewechselt und ersetzt durch Gerndt. Interessante Info: Bereits zuvor wollte Jacobacci den Angreifer auswechseln, dann erzielte dieser jedoch den Ausgleich und durfte deshalb noch ein paar Minuten länger auf dem Feld bleiben.

73. Minute
Gelbe Karte

Garcia geht zu hart in den Zweikampf und sieht dafür Gelb.

70. Minute
Tor

Tooooooor für Lugano! Die Tessiner zeigen einen mustergültigen Angriff, den Sabbatini mit einem Schuss aufs Tor abschliesst. Von Ballmoos ist zwar zur Stelle, kann den Ball aber nur zur Seite abwehren, wo Bottani goldrichtig steht und den Abpraller verwertet.

68. Minute
Auswechslung

Nun wechselt auch Seoane doppelt. Aebischer und Vorbereiter Sulejmani verlassen das Feld. Gaudino und Martins übernehmen.

66. Minute
Gelbe Karte

Dämliche Aktion von Maric. Der Lugano-Captain beschwert sich lautstark, weil er angeblich von Mambimbis Ellenbogen getroffen wurde. Und weil Maric so stark reklamiert, kassiert er sogar eine Verwarnung.

63. Minute
Ruhigeres Spiel in der zweiten Hälfte

Im Vergleich zu den ersten 45 Minuten bietet die zweite Hälfte etwas weniger Spektakel. Abgesehen von der Riesenmöglichkeit von Camara haben wir noch nicht so viele Torchancen und gute Aktionen gesehen.

60. Minute
Auswechslung

Lugano-Trainer Jacobacci reagiert auf diese Schwächephase seiner Mannschaft und tätigt einen Doppelwechsel. Sabbatini und Lungoyi, die Macek und den auffälligen Ardaiz ersetzen, sollen Lugano zurück ins Spiel bringen.

57. Minute
Grosschance für YB

Riesenparade von Noam Baumann! Der Lugano-Schlussmann kann den Abschluss von Camara aus nächste Nähe mit einem klasse Reflex abwehren und auf der Linie klären. Das war ganz heiss für die Luganesi!

55. Minute
Baumann macht Garcias Flanke zu Nichte

YB kommt über die linke Seite mit Garcia, der zur Mitte flankt. Der Ball landet allerdings in den Händen von Lugano-Keeper Baumann, der diese Chance somit zunichtemacht.

51. Minute
YB drückt weiter

Auch nach der Pause bleibt YB die spielbestimmende Mannschaft und setzt Lugano weiterhin unter Druck. Der Ball zirkuliert hauptsächlich in den Reihen der Berner, die Luganesi können im Moment nicht viel ausrichten.

47. Minute
Camara bleibt am Boden liegen

Nach einem Zweikampf bleibt Berns Camara kurz auf dem Boden liegen und hält sich das Knie. Nach einer kurzen Pause kann es aber weitergehen für den YB-Verteidiger.

4 Kommentare
    Fabio Rossi

    Dies zeigt nur dass YB in den letzten zwei Jahren auch viel Substanz an guten Spielern verloren hat und keine Übermannschaft ist. So lange aber andere Mannschaften wie der FCB oder St. Gallen im Sparmodus sind und alles verkauft was sich verkaufen lässt, wird man sich in Bern entspannt zurück lehnen können.