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«Wir wissen mehr als je zuvor, aber verstehen immer weniger»

In Angkor Wat, Kambodscha, begegnete Bernd Kolb der 107-jährigen Nonne Suvarnabhumi. Als sie ihn zum ersten Mal sah, begrüsste sie ihn mit den Worten «Wo warst du so lange?».
«Baba» ist die respektvolle Anrede für Väter, aber auch für die weisen, heiligen Männer und spirituellen Meister Indiens, die noch heute in der indischen Gesellschaft hoch verehrt werden.
«Im Dschungel habe ich gelernt, wie unwichtig es ist, wer ich als Person bin», sagt Bernd Kolb.
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Herr Kolb, nach einer erfolgreichen Unternehmerkarriere und einem gescheiterten Versuch, die Welt mit Ihrem «Club of Marrakesh» zu verbessern, sind Sie 2012 zu einer Reise quer durch Asien aufgebrochen. Wonach haben Sie gesucht?

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Eine Reise, die Sie fast um den Verstand gebracht hätte.

Da gingen Sie hin?

Nach der langen Reise sorgten Sie in Berlin mit einer Fotoausstellung und den zwei Bildbänden «Atman» und «Brahman» für Aufsehen. Waren Sie doch nicht so ganz absichtslos unterwegs gewesen?

Sie haben sich in der Zwischenzeit in Java niedergelassen, dort geheiratet und einen Tempel gebaut. Was treibt Sie heute an?

Wie reagieren frühere Weggefährten darauf, dass der frühere Sunnyboy und Erfolgsunternehmer Bernd Kolb nun aus den indischen Veden zitiert, im eigenen Tempel meditiert und in Deutschland und der Schweiz «Wisdom Days» abhält?