Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Kolumne von Milo RauBleiben Sie paranoid!

Unbewilligte Demonstration gegen die Corona-Massnahmen auf dem Bundesplatz in Bern.

Machtkritik und Sozialneid wohnen nah beieinander»

Milo Rau
13 Kommentare
    Sacha Meier

    Aus der Sicht der manipulativen Kommunikation sind Verschwörungstheorien (VT) ein anerkanntes Mittel der Propaganda. Sie decken eine ganze Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten ab. So können sie etwa tatsächliche Ereignisse der öffentlichen Lächerlichkeit preisgeben - wenn man darum herum nur eine genügend surreale Geschichte baut. Ist etwa eine Spezialität des US-DOD und der USAF, neuartige Fluggeräte Ausserirdischen in die Schuhe zu schieben. Oder man kann eine False-Flag-Operation elegant in eine VT einwickeln. Tat etwa der verkannte österreichische Kunstmaler mit dem Reichstagbrand. Man kann damit auch einen eigenen technologischen Rückstand kaschieren, indem man Technologien eines wirtschaftlich überlegenen Gegners als gefährlich darstellt. Machen die USA und Russland gerade intensiv mit 5G. Oder lenkt wirksam von eigenen Fehlleistungen ab, indem jeder Versuch einer objektiven, faktenbasierten Darstellung als VT gebrandmarkt wird. Macht etwa gerade China rund um Herkunft und Bauweise des SARS CoV-2 Virus. Oder, man kann einen Gegner schwächen. Tat schon die frühere Sowjetunion, indem Sie das Impfen und Iodieren von Salz diskreditierte. VT sind darum hochwirksam, weil der Bürger lieber an üble Machenschaften glaubt, als objektiv Fakten zu analysieren. Oft kann er das mangels fachliches, nachrichtendienstliches und historisches Hintergrundwissen gar nicht. Dazu kommt noch die Shocking-Secret-Publikationsindustrie die VT für Geld in Büchern, DVD und Vorträgen kolportiert.