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Rheinkultur+++ Corona-Fall am Theater Basel +++ Martinu-Festtage Basel fallen Corona zum Opfer +++ Hélène Grimaud will doch nicht in Basel auftreten

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«Metamorphosen» muss ausfallen, bis Quarantäne vorbei ist

Die beiden Vorstellungen von «Metamorphosen» am 25. und 28. Oktober 2020 im Basler Schauspielhaus entfallen aufgrund eines Covid-19-Falls im Schauspielensemble, wie das Theater Basel mitteilt. Nachdem am Dienstag ein Ensemble-Mitglied positiv auf das Coronavirus getestet wurde, müssen nun - gemäss Vorgaben des BAG - aus Sicherheitsgründen gehen alle Schauspieler und Schauspielerinnen der Produktion für zehn Tage in Quarantäne. ‹Metamorphosen› steht ab dem 30. Oktober noch neun Mal auf dem Spielplan des Theaters. Besucher der beiden abgesagten Vorstellungen werden alle persönlich von der Billettkasse kontaktiert, so das Theater.

Martinu-Festtage 2020 fallen Corona zum Opfer

Bei den Martinu-Festtagen Basel, die sich seit bald 25 Jahren der Musik des Komponisten Bohuslav Martinu (1890–1959) widmen, hatte man für diesen Herbst eine grosse Jubiläumsausgabe geplant. «Wir wollten regelrecht durchstarten», schreibt der künstlerische Leiter und Pianist Robert Kolinsky in einer Mitteilung vom Mittwoch.

2019 veranstalteten die Martinu-Festtage erstmals ein Konzert in der Grossen Synagoge in Basel. Die diesjährige Ausgabe fällt aus.
2019 veranstalteten die Martinu-Festtage erstmals ein Konzert in der Grossen Synagoge in Basel. Die diesjährige Ausgabe fällt aus.
Foto: Benno Hunziker

Durch die jüngst beschlossenen verschärften Corona-Massnahmen wird aus dem 25. Geburtstag jedoch nichts. «Wir mussten in diesen Tagen einsehen, dass wir unter den derzeitigen Umständen für eine hochkarätige und zuverlässige Umsetzung unseres Festivals nicht garantieren können und sagen es schweren Herzens ab.» (bor)

Hélène Grimaud will doch nicht in Basel auftreten

Die weltbekannte Pianistin Hélène Grimaud wird nicht wie geplant am 28. Oktober im Basler Stadtcasino spielen. Der Auftritt der gebürtigen Französin in Begleitung der Salzburger Camerata falle wegen diverser Probleme in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ins Wasser, wie die Allgemeine Musikgesellschaft (AMG) auf Anfrage mitteilt.

Man habe jedoch kurzfristig ein Ersatzprogramm auf die Beine gestellt: Vier junge Pianistinnen und Pianisten der Musik-Akademie Basel präsentieren unter dem Titel «Transkriptionen und Tänze» Originalwerke und Bearbeitungen von Chopin, Ravel, Schubert/Liszt und anderen – solo, vierhändig an zwei Flügeln bis achthändig.

Hélène Grimaud wuchs in Frankreich auf, lebt aber schon länger in den USA.
Hélène Grimaud wuchs in Frankreich auf, lebt aber schon länger in den USA.
Mat Hennek/DG

Die Absage der in den USA wohnhaften Grimaud und der Salzburger Camerata zeigt beispielhaft die Unwägbarkeiten von Konzertevents während der Corona-Pandemie. So hing die Zusage der Solistin laut AMG zunächst von der Frage ab, ob die Pianistin nach ihrem Auftritt in Europa in die USA würde zurückkehren können – und wenn ja, unter welchen Bedingungen.

Sehr kurzfristig habe die Musikerin von den amerikanischen Behörden einen positiven Bescheid erhalten, und man habe mit dem Auftritt der Solistin in Basel gerechnet, erklärt AMG-Geschäftsführer Thomas Jung. Wenige Tage später dann die Kehrtwende: Man sei darüber informiert worden, dass Grimaud die USA nun doch nicht verlassen wolle. Die genauen Gründe seien nicht bekannt.

Derweil kam eine Hiobsbotschaft aus Österreich: Die Salzburger Camerata geriet in die Schlagzeilen, nachdem sich mindestens sieben Musiker mit dem Coronavirus infiziert hatten. «Damit fiel unser ursprünglich geplantes Programm wie ein Kartenhaus in sich zusammen», so Jung. Man zähle nun auf die Solidarität und das Interesse des Publikum für das Ersatzkonzert. (bor)

Die BaZ verlost 4x2 Tickets

250 Jahre Beethoven. Seine Musik ist eine Quelle der Hoffnung und Inspiration. Balsam für die Seele und Herzensfreude zugleich! Mit der 5. Sinfonie und mit dem 5. Klavierkonzert hat eine der herausragenden Figuren der Musikgeschichte die wichtigsten Meilensteine der jeweiligen Musikform erschaffen. Am Samstag 7. November spielt die russische Kammerphilharmonie St. Petersburg im Stadtcasino Basel unter der Leitung von Juri Gilbo. Am Piano: Dmitri Levkovich. Die BaZ verlost vier Mal 2 Tickets für diesen Beethoven-Abend. Wer sich interessiert, bitte ein Mail an wettbewerb@baz.ch (Einsendeschluss ist der 21. Oktober)

Don Bosco hätte Freude daran

Das Musik- und Kulturzentrum Don Bosco ist am Samstagabend offiziell eröffnet worden. Mit mehreren Dankesreden und mehreren, recht unterschiedlich gearteten musikalischen Einlagen. Christoph Müller, Geschäftsleiter des Kulturzentrums und Initiant erwähnte unter anderem die Mäzene, die Römisch Katholische Kirche Basel (RKK), die Stadt Basel und die Eidgenossenschaft. Die beiden Letzteren haben mit ihren Geldbeiträgen offenbar vor allem dazu beigetragen, dass auch die Aussenhülle der ehemaligen Kirche wieder aufgehübscht werden konnte. Müller betonte aber auch, dass es jetzt an den Nutzern liege, Don Bosco zum Erfolg zu machen. Bereits den Wert und den Sinn des Kulturzentrums entdeckt haben neben der Sinfonietta auch das Kammerorchester Basel, die Mädchenkantorei und die Musikakademie. Sie haben eine neue Heimat gefunden.

«Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen», dieser Satz wird dem italienischen Priester und Ordensgründer Don Bosco (1815-1888) zugeschrieben. Er fiel auch gestern. Und wohl nicht zu Unrecht freute sich Architekt Martin Pfister besonders darüber, dass die Mädchenkantorei in dem von ihm sehr geschmackvoll umgebauten Haus heimisch ist. Der Elan der Jugend, er passt gut zum Kulturzentrum Don Bosco. Pfisters Rede war humorvoll, kam aus tiefem Herzen und vermochte zu berühren in ihrer Ehrlichkeit. Keine Floskeln, keine Worthülsen! Wunderbar.

Mit Eva Herzog, Elisabeth Ackermann, Baschi Dürr und Monika Gschwind waren vier Politikerinnen und Politiker in hohen Ämtern bei der Eröffnung dabei. Kommt auch nicht alle Tage vor und darf die Initianten des Projekts in der Überzeugung bestärken, dass sie mit ihrem neuen Kulturzentrum in der Breite wirklich etwas Herausragendes geschaffen haben.

Was offensichtlich noch fehlt: Ein Rückspiegel für den Organisten oder die Organistin. Auch diese Hürde wird bestimmt noch genommen werden... (mw)

Alter Meister im Kunstmuseum

Nach einer ersten umfangreichen Schenkung von Radierungen Rembrandts 2007 überlässt der Berner Sammler Eberhard W. Kornfeld dem Kunstmuseum Basel weitere 31 Werke. Rund 60 Blätter aus beiden Schenkungen werden ab Samstag, 17. Oktober, in der Ausstellung Rembrandts Radierungen im Zwischengeschoss des Hauptbaus parallel zur grossen Sonderausstellung Rembrandts Orient gezeigt, die allerdings erst ab dem letzten Oktoberwochenende gezeigt werden wird. Die insgesamt rund 60 für die Ausstellung ausgewählten Blätter stellen eine Auslese dar, anhand derer die wunderbare Radierkunst Rembrandts in all ihren Facetten erfahrbar wird.

Haute Couture im Stadtcasino

Im Frühling musste er seine neuste Kollektion wegen Corona kurzerhand vor leeren Rängen und via Video präsentieren: Der Basler Couturier Raphael Blechschmidt. Mehr Glück und Bombast ist seiner Herbst- und Winterkollektion vergönnt. Seine Models schickt er nicht wie sonst im Möbel Roesch über den Laufsteg, sondern durch den grossen Musiksaal im neu renovierten Stadtcasino. Untermalt wird die Show dabei live vom Sinfonieorchester Basel und von der Sopranistin Stefanie Knorr. SRF-Moderator Dani Fohrler führt durch den Event und interviewt geladene Gäste. Weil aufgrund der Corona-Sicherheitsmassnahmen nur eine beschränkte Anzahl Besucher - 400 Personen - vor Ort sein darf, verzichtet Blechschmidt aber auch dieses Mal nicht ganz auf digitale Elemente. Unter dem untenstehenden Link kann man die Fashion Show am Freitagabend ab 19.30 Uhr auch live von zuhause aus mitverfolgen: https://raphaelblechschmidt.ch/livestream-mode-event-im-stadtcasino-basel/

Die Kuppel: Der dritte Anlauf

Die Basler Regierung beantragt nun bereits zum dritten Mal einen Investitionsbeitrag für Bandprobenräume beim geplanten Neubau des Basler Musikclubs Kuppel. Weil sich der Neubau jahrelang verzögerte, sind die bislang bewilligten Beiträge bereits zweimal verfallen. Beantragt wird ein Beitrag von 1,7 Millionen Franken, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Dieser soll die Errichtung von acht Probenräumen im geplanten Neubau der Kuppel ermöglichen. Das sind weniger als in den vergangenen und inzwischen verfallenen Investitionsanträgen in den Jahren 2011 und 2016 aufgeführt waren. Damals war von zehn bis zwölf Probenräumen die Rede gewesen. So viele fänden im begrenzten Bauperimeter des Neubaus aber keinen Platz mehr, heisst es in der Mitteilung. (sda)

Mehr Geld für die Kaserne

Die Basler Regierung will die Subventionen an den Verein Kulturwerkstatt Kaserne Basel für die Jahre 2021 bis 2024 um rund 3,24 Millionen Franken erhöhen. Grund sind höhere Mietzinse und Nebenkosten für die Administrationsräume im neuen Kasernenhauptbau. Alles in allem soll die Kaserne Basel für die Jahre 2021 bis 2024 rund 13,6 Millionen Franken an Subventionen vom Kanton erhalten. Diesen Betrag beantragte die Regierung dem Grossen Rat am Dienstag. Mit der Erneuerung und Erhöhung der Staatsbeiträge soll die aktive Rolle der Kaserne Basel als attraktiven, szenenahen Kulturort der Performing Arts mit überregionaler Ausstrahlung für die gesamte Bevölkerung gesichert und weiterentwickelt werden, so die Regierung. (sda)

Beginn des Live Tickers

red