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Bürohr – Wirtschaftsnews der WocheBlackrock-Manager politisch wieder salonfähig, US-Senat grillt Tech-Chefs

Das «Bürohr» der SonntagsZeitung ist eine Institution. Gerüchte, Possen, Erfolgsmeldungen: Hier lesen Sie, was abseits der grossen Schlagzeilen in der Wirtschaft passiert.

Philipp Hildebrand, Kandidat für die Nachfolge von OECD-Generalsekretär Gurria, waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates, am Mittwoch, 28. Oktober 2020, in Bern.
Philipp Hildebrand, Kandidat für die Nachfolge von OECD-Generalsekretär Gurria, waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates, am Mittwoch, 28. Oktober 2020, in Bern.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Hildebrand hat keine Fürsprecher am Paradeplatz

«Die Krönung einer Karriere», titelten die CH-Media-Zeitungen über die Kandidatur Philipp Hildebrands (Foto) als neuer OECD-Direktor. Krönung klingt etwas barock, aber immerhin: Die überraschende Kandidatur bedeutet, dass der Blackrock-Manager in Bern wieder salonfähig ist. 2012 war er als Nationalbank-Präsident zurückgetreten, nachdem Fremdwährungsgeschäfte in seiner Familie bekannt geworden waren. Die Eidgenossenschaft hat ihm eigens für die Kandidatur eine eigene Website eingerichtet (hildebrand4oecd.com). Ob ihm das hilft, einen noch lukrativeren Job zu angeln? Hildebrand wird immer wieder ins Spiel gebracht für Topjobs. Zuletzt bei der Credit Suisse als Ersatz von Präsident Urs Rohner. Doch am Paradeplatz scheint Hildebrand keine Fürsprecher zu haben, weder im Verwaltungsrat noch in der Geschäftsleitung. Letztere könnte sich für den Deutschen Andreas Gottschling erwärmen, der bereits im Verwaltungsrat sitzt. Rohner hingegen will einer Frau den Vorzug geben. Seine Wunschkandidatin könnte Blythe Masters sein. Ihr Problem: Sie führte noch nie eine Bank und müsste sich bei der CS erst einarbeiten. Vielleicht wird sich am Schluss doch der Brite Richard Meddings zur Verfügung stellen. Auch er sitzt im Verwaltungsrat und bringt das Banker-Rüstzeug für den Job mit.

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