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Spitex-Frau über die Sorgen der Alten«Bitte nehmen Sie doch die Maske ab, damit ich Ihr Lächeln sehe»

Karin Diefenbacher, 56, leitet ein Spitex-Pflegeteam mit 16 Mitarbeiterinnen im Kanton St. Gallen. Im Folgenden erzählt sie vom eintönigen Leben vieler Seniorinnen und Senioren. Und sagt, weshalb alte Menschen besonders unter der Maske leiden.

Karin Diefenbacher: «Was ist schlimmer, am Virus zu sterben oder daran, dass mein Herz verkümmert, weil ich so einsam und so traurig bin?»
Karin Diefenbacher: «Was ist schlimmer, am Virus zu sterben oder daran, dass mein Herz verkümmert, weil ich so einsam und so traurig bin?»
Foto: Michele Limina

Wir von der Spitex werden heute sehnlicher erwartet als je zuvor. Oft öffnet sich die Haustür, bevor wir überhaupt geklingelt haben. «Wenigstens ihr kommt noch vorbei», das hören wir immer wieder. Die Spitex-Frau ist oft der einzige Besuch, eine mehr als willkommene Abwechslung in diesen langen, ereignislosen Tagen unserer Klienten.

Die betagten Menschen leben meist allein, viele sind einsam. Einige Angehörige machen sich seit der Pandemie rar, ziehen sich zurück, weil sich das Mami während des Lockdown doch an die Spitex gewöhnt hat. Vielleicht auch, weil sie selber im Risikoalter oder grad «verpfnüslet» sind.

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