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Umfragewerte drei Wochen vor der WahlBiden baut Vorsprung in Swing States aus

In zwei für den Wahlausgang wichtigen Bundesstaaten hat der demokratische Präsidentschaftskandidat laut einer Umfrage an Stimmen zugelegt.

Wer entscheidet das Präsidentschaftsrennen für sich? Donald Trump und Joe Biden mit ihren Ehefrauen an der ersten TV-Debatte in diesem Jahr.
Wer entscheidet das Präsidentschaftsrennen für sich? Donald Trump und Joe Biden mit ihren Ehefrauen an der ersten TV-Debatte in diesem Jahr.
Foto: Julio Cortez (AP Photo, Keystone) 

Der Demokrat Joe Biden hat seinen Vorsprung auf US-Präsident Donald Trump in den wichtigen Bundesstaaten Wisconsin und Pennsylvania einer Umfrage zufolge etwas ausgebaut. Biden kommt einer am Montag veröffentlichten Erhebung von Reuters/Ipsos in beiden Bundesstaaten auf 51 Prozent und Trump auf 44 Prozent. Vor einer Woche hatte Biden in Wisconsin 6 und in Pennsylvania 5 Punkte vorn gelegen.

Der Daten-Aggregator für Umfragewerte «Real Clear Politics» führt auf einer interaktiven Map neben Wisconsin und Pennsylvania noch elf weitere Gebiete mit unklarem Wahlausgang auf. Dazu gehören Florida, Michigan, Ohio, North Carolina, Georgia, Iowa, Nevada, Arizona, Texas sowie Wahlkreise in den Bundesstaaten Maine und Nebraska. Wirklich zentral für die diesjährige Wahl dürften gemäss der Zeitung «USA Today» jedoch die sechs Staaten Wisconsin, Pennsylvania, Michigan, North Carolina, Florida und Arizona sein.

Die erwähnten Staaten kommen zusammen auf 101 mögliche Stimmen von 270, die für einen Sieg nötig wären. Ihre Grösse und Wettbewerbsfähigkeit machten sie zu denjenigen Staaten, welche die Präsidentschaftswahl mit höchster Wahrscheinlichkeit entschieden, schreiben die Autoren. Trump oder Biden müssten gemäss der Zeitung in mindestens drei dieser Staaten gewinnen, um eine Mehrheit zu erlangen.

Im US-amerikanischen Wahlsystem bekommt der Gewinner in den allermeisten US-Bundesstaaten gleich alle Stimmen angerechnet, unabhängig davon, wie knapp der Wahlausgang war (lesen Sie dazu: Das Rätsel um die versteckten Trump-Wähler). Da viele Bundesstaaten seit Jahren klar in demokratischer beziehungsweise republikanischer Hand sind, konzentrieren sich die Präsidentschaftsanwärter jeweils auf die sogenannten Battleground States, auch Swing States genannt. Aufgrund der regelmässig wechselnden Mehrheitsverhältnisse in diesen Staaten können die Kandidaten dort am meisten bewirken. Wer für die nächsten vier Jahre im Weissen Haus sitzt, entscheiden die Wähler am 3. November.

REUTERS/sho

51 Kommentare
    Miguel Caravatti

    @ R Meyer

    Ich hoffe, dass sich Ihre Ansicht und Ihre düstere Prognose anfangs November nicht bewahrheiten werden.

    Die USA haben einen besseren und v.a. ehrlichen Präsidenten verdient. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Joe Biden diesen abgeben wird.

    Darüber hinaus sehe ich in Senatorin Harris einen Hoffnungsschimmer, dass wahrscheinlich mit den Staaten wieder bald aufwärts gehen wird!