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Gastbeitrag zu Corona-ErkrankungenBei vielen Ausländern gilt Krankheit als Schwäche

Corona und Menschen mit Migrationshintergrund: Alle Erklärungsversuche dazu wirken bislang hilflos. Sogar Bundesrat Alain Berset schweigt bei diesem heiklen Thema.

Eine Schlüsselfrage in der Corona-Krise ist immer noch die Auslastung der Spitäler – hier das Unispital Basel.
Eine Schlüsselfrage in der Corona-Krise ist immer noch die Auslastung der Spitäler – hier das Unispital Basel.
Foto: Nicole Pont

Seit Ausbruch der Pandemie stellen wir – mindestens in den Spitälern der Nordwestschweiz – einen überproportionalen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund auf der Covid-Station und in den Intensivstationen fest. Bestätigt wird aus dem Umfeld des Spitals und von der Regierung, dass rund 70 Prozent der Betten durch diese Menschen belegt sind.

Fast hilflos werden Erklärungsversuche gemacht, auf sozioökonomische Gründe und entsprechende Studien verwiesen. Dass Familien in engen Wohnverhältnissen ansteckungsgefährdeter sind, ist naheliegend. Aber dieses Kriterium trifft auch auf entsprechende Haushalte ohne Migrationshintergrund zu. Dennoch dürfte der überwiegende Teil der Hospitalisierten aus den Gebieten des ehemaligen Jugoslawien oder der Türkei stammen, nicht aus Italien, Spanien, Portugal, Frankreich etc.

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