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GeldpolitikBei den Notenbanken reissen alle Leinen

Foto: Thomas Lohnes
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Relativ zurückhaltende Nationalbank

Eine Finanzkrise verhindern

Foto: Kevin Lamarque
57 Kommentare
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    Peter Colberg

    "Obwohl im Vordergrund der Hilfspakete in erster Linie die Staaten mit ihren Budgets stehen, haben die Notenhäuser insgesamt ihre Geldschleusen in einem Ausmass geöffnet wie noch nie seit ihrem Bestehen." Es sieht ja fast so aus, als könnte Klopapier anhand dieser Entwicklung bald zu einer legitimen Handelswährung werden. Dass eine derartige Geldpolitik - eine schon jahrelange stattfindende quantitative Lockerung ohne festgelegte Obergrenze, infolge der 2008 Finanzkrise, den Sparern nun den Gnadenschuss geben wird, sollte uns allen zu bedenken geben: dass ist doch Weimar hoch Zehn, wenn man das ganz konkret betrachtet, da der erhoffte kurze V-förmige Wirtschaftseinbruch inzwischen eher in Richtung eines viel längeren Zeitraums mit zerstörerischen Auswirkungen geht.

    Die dadurch zur Zeit entstehenden enormen Verluste können doch nicht einfach durch de facto neu gedrucktes Geld aus der Welt geschafft werden: eine fatale Kreditexpansion ohne solide Fundamente angesichts einer schon vor der Corona-Krise stagnierenden Weltwirtschaft, verbunden mit potenziell extrem gefährlichen Folgen. In der EU werden auch die wirtschaftlich robusten Euro Mitgliedsstaaten, infolge der völlig offenen Schleusen der EZB, den unausweichbaren, durch das CCP- Virus verursachten Totalabsturz südeuropäischer Wirtschaften (auch Frankreich) direkt mittragen müssen - auch ohne die deutlich abgelehnten "Corona-bonds". Auch das wirtschaftlich führende Deutschland hat als Zahlmeister gewisse Grenzen.

    Diese beispielslose Lage mit dantesken Ausmassen wird irgendwann in einem fast unvermeidbaren Schuldenerlass auf einem nationalen und internationalen Niveau münden müssen, um nach dieser noch wohl Monate andauernden Pandemie eine Hoffnung zur Rückkehr zu einer mehr oder weniger gesunden Wirtschaftslage zu ermöglichen - ohne dabei jahrelange Massenarbeitslosigkeit und weit verbreitetes gesellschaftliches Leiden durchmachen zu müssen, während Regierungen und Unternehmen wie im Hamsterrad verzweifelt versuchen, die astronomischen Schuldenberge über sehr lange Zeiträume abzustottern - was kaum realistisch ist.

    Von den zu erwartenden Zuständen in den Entwicklungsländern wollen wir erst gar nicht mal sprechen. Eine einfache Rückkehr zu dem ersehnten und beruhigenden "Vorher" können wir jedenfalls nicht erwarten, auch wenn es 2021 wirtschaftlich betrachtet sehr wahrscheilich nach einer Massenimpfung wieder (zeitlich bedingt) steil nach oben gehen sollte.