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Attentat auf KremlkritikerBehörde: Nawalny wurde mit Nowitschok vergiftet

Der Kremlkritiker Nawalny ist mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden. (23. August 2019)

«Die Bundesregierung erneuert ihre Aufforderung an Russland, sich zu den Geschehnissen zu erklären»

Deutsche Regierung in Berlin

Russland sät Zweifel

38 Kommentare
    Ursula Schüpbach

    Wie sich die russische Regierung in ihren eigenen Widersprüchlichkeiten verzettelt, noch ein Beispiel:

    „Nach dem Anschlag auf Skripal hatte Moskau von der britischen Regierung gefordert, die OPCW in die Ermittlungen einzubeziehen; als die Regierung in London das tat, startete Russland ebenfalls eine Kampagne zur Diskreditierung der Organisation. Im Fall Nawalnyj schaltete Berlin die OPCW ein und argumentiert, dass Russland alle relevanten Informationen zum Fall durch die Mitgliedschaft in der Organisation bekomme. Doch Russland beharrt auf direktem, rein bilateralem Austausch mit Berlin. Ohne Angaben aus Deutschland, so das russische Aussenministerium, könne in Russland keine Aufklärung des Geschehens erfolgen: Auf diese Weise wird Berlin dafür verantwortlich gemacht, dass es in Russland in dem Fall weiter keine Strafermittlungen, sondern nur obskure Vorermittlungen gibt.“ FAZ, Friedrich Schmidt, Moskau, 6.10.2020

    Es möge Lawrows, Putins und Co. Geheimnis bleiben, warum sie meinen, dass anderen Ländern und OPCW-Mitgliedern die plumpen Luftnummern der russischen Regierung nicht auffallen sollten. Das Mitglied „Russland“ meint offenbar, es könne andere immer wieder für blöde verkaufen.