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Wirkstoff GlyphosatBayer akzeptiert Vergleich in US-Rechtsstreit

Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern erklärte sich bereit, in den USA knapp 40 Millionen Dollar wegen angeblich irreführender Werbung für einen Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat zu bezahlen.

Hat der Chemiekonzern Gesundheitsrisiken verschleiert? Bayer AG in Berlin. (Archivbild)
Hat der Chemiekonzern Gesundheitsrisiken verschleiert? Bayer AG in Berlin. (Archivbild)
KEYSTONE/Jörg Carstensen

Bayer hat sich in den USA auf einen Vergleich im Rechtsstreit um angeblich irreführende Werbung für Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat geeinigt. Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern erklärte sich bereit, 39,6 Millionen Dollar zu zahlen.

Das ging am Montag aus Gerichtsunterlagen hervor. In dem Verfahren geht es darum, ob der 2018 von Bayer gekaufte US-Saatgutriese Monsanto Gesundheitsrisiken auf den Etiketten des Unkrautvernichters Roundup verschleiert hat. Die Einigung umfasst auch Änderungen bei der Beschriftung des Produkts.

Bayer begrüsst Vergleich

Bayer begrüsste den Vergleich in einer Stellungnahme als Lösung zur Zufriedenheit aller Parteien. Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Missouri muss dem Kompromiss aber noch zustimmen.

Einen direkten Zusammenhang mit der US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup gibt es indes nicht. Hier dauerten die Vergleichsverhandlungen weiter an, aber es gebe noch keine Gewissheit über eine Einigung, so der Konzern. Zuletzt war Bayer nach eigenen Angaben mit rund 48'600 US-Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren konfrontiert.

SDA

1 Kommentar
    Gerhard Engler

    Dieser Vergleich hat wohl nichts damit zu tun, dass in den USA krebskranke Anwender von Glyphosat Klagen gegen Monsanto/Bayer eingereicht haben. Es ist also nach wie vor offen, ob Bayer unter dieser Klageflut zusammenbrechen wird, oder ob der Supreme Court diese Urteile wieder aufheben wird.