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Medienbericht aus den USABasler Polizei hat grösste Tesla-Flotte – wie lange noch?

Noch sind Tesla-Pikettfahrzeuge bei Polizeibehörden in aller Welt ein exotisches Phänomen. Doch nicht zuletzt amerikanische Cops kommen immer mehr auf den Geschmack.

Seit zwei Jahren ist die Kantonspolizei Basel-Stadt stolze Besitzerin einer Tesla-Flotte.
Seit zwei Jahren ist die Kantonspolizei Basel-Stadt stolze Besitzerin einer Tesla-Flotte.
Foto: Pino Covino

Nur wenige Polizeikorps auf der Welt sind mit Tesla-Fahrzeugen unterwegs. Gemäss der auf E-Fahrzeuge spezialisierten Internetseite «Electrek.co» haben rund ein Dutzend Polizeibehörden erste Versuche mit den Elektro-Modellreihen gestartet. Dabei besitze die Kantonspolizei Basel-Stadt mit sieben Stück die meisten Teslas in ihrem Fuhrpark, heisst es auf dem Medienportal. Andere Sicherheitsorgane wie die Luxemburger Polizei, die mit zwei Teslas Patrouille fährt, hätten sich weniger klar der amerikanischen Automarke verschrieben.

Allerdings könnten die Basler ihre Position als grösste Tesla-Eigentümer in den nächsten Jahren an andere Polizeikorps verlieren. Denn immer mehr Polizisten kommen auf den Geschmack. So etwa der Polizeichef des Städtchens Bargersville im US-Bundesstaat Indiana, Todd Bertram.

Als es darum ging, die alten Dodge Chargers seines Polizeidepartements zu ersetzen, entschied er sich für fünf Teslas Model 3. Ein solcher Tesla sei in der Anschaffung etwas teurer als ein neuer Dodge mit Brennstoffmotor, doch durch das eingesparte Benzin fielen nunmehr etwa 6000 US-Dollar an Spritausgaben pro Jahr weg. Auch der Unterhalt sei günstiger. Man habe so den Tesla-Zukauf innerhalb von 19 Monaten amortisieren können, schreibt der Polizeichef auf Twitter.

Ähnlich hat auch die Kantonspolizei Basel-Stadt seinerzeit den umstrittenen Tesla-Kauf gerechtfertigt. Zumal sie sich für das etwas teurere Modell X-100D entschieden hatte. Damals hiess es in einer Medienmitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements: «Verglichen mit den heutigen Alarmpikett-Fahrzeugen ist der Tesla Model X zwar in der Anschaffung (140’000 Franken inklusive Ausbau, gegenüber 90’700 Franken inklusive Ausbau) teurer, dafür aber bei den Betriebs- und Unterhaltskosten günstiger.»

Nicht zuletzt die starke Beschleunigung und die Fahrleistung der mondänen Elektro-Einsatzwagen scheinen es den Sicherheitskräften angetan zu haben. Diese wirkten sich «namentlich bei Dringlichkeitsfahrten zugunsten der Fahrsicherheit» aus, so die Basler Polizei.

In Amerika klingt das bei Polizeichef Todd Bertram so: «It’s amazing, it’s smooth, it’s powerful, it handles great.» Zu Deutsch: «Es ist erstaunlich, es ist geschmeidig, es ist leistungsstark, es lässt sich grossartig handhaben.» Der Tesla eignet sich durchaus auch zum Angeben, wie der folgende Tweet des Polizeichefs demonstriert.

In dem Zusammenhang wird eher selten erwähnt, dass anderen Polizei-Teslas auch schon mitten in einer Verfolgungsjagd der Saft ausgegangen ist. Generell sind die Fahrzeuge des Tech-Unternehmens aus dem Silicon Valley – verglichen mit den ausgereiften Verbrennungsmotoren klassischer Autohersteller – mit einigen Unwägbarkeiten verbunden. Die Herstellung der Batterien sowie deren Entsorgung nach Gebrauch sind zudem grosse Herausforderungen.