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Führend in der OnkologieBasler Krebs-Patienten brauchen das Kantonsspital Baselland

Politischer Konflikte zum Trotz: Das Basler Unispital möchte die Baselbieter als Partner bei der Tumorbehandlung gewinnen. Qualitätsangaben des Bundes und der Deutschen Krebsgesellschaft zeigen, wieso.

Das Kantonsspital Baselland hat am Standort Liestal eines der weltweit wichtigsten Zertifikate für die Behandlung von Krebspatienten erhalten.
Das Kantonsspital Baselland hat am Standort Liestal eines der weltweit wichtigsten Zertifikate für die Behandlung von Krebspatienten erhalten.
Foto: Dominik Plüss

Krebs gehört zu den häufigsten Todesursachen in der Schweiz. Darum investieren Spitäler viel in den Kampf gegen die Tumore. Trotz der finanziellen Probleme der letzten Jahre hat sich das Kantonsspital Baselland (KSBL) am Standort Liestal zu einem europaweit führenden Krebszentrum entwickelt. Die Baselbieter sind unterdessen so stark in der Onkologie, dass die Verantwortlichen des Basler Unispitals nun eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen im Baselbiet anstreben.

Dass beide öffentlich-rechtlichen Institutionen in der Onkologie zusammenspannen wollen, haben sie Mitte Oktober in einer Absichtserklärung festgehalten. Politisch betrachtet, überrascht der Schritt: Seit der vor dem Volk gescheiterten Spitalfusion agieren die beiden Spitäler verstärkt wieder als Konkurrenten. So tobt beispielsweise ein Konflikt im Bereich der Orthopädie, der das Potenzial für politische Spannungen zwischen beiden Basel birgt. Das Bruderholzspital, welches die KSBL-Führung, aber auch der Baselbieter Regierungsrat zum Orthopädiezentrum machen wollen, ist den Baslern ein Dorn im Auge, weil es das Unispital schwächt, aber auch für die Basler Privatspitäler ein Konkurrent ist.

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