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Zufrieden mit LebenssituationBaselbieter Senioren leben am liebsten in den eigenen vier Wänden

Fast 9000 Menschen beteiligen sich an einer Studie der Universität Basel. Die Ergebnisse will der Kanton in seine Arbeit an einem integrierten Vorsorgemodell für ältere Menschen einfliessen lassen.

Auch im Fall von Pflegebedürftigkeit möchten Baselbieter Senioren so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. (Symbolbild)
Auch im Fall von Pflegebedürftigkeit möchten Baselbieter Senioren so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. (Symbolbild)
Christian Beutler (Keystone)

Ältere Menschen im Kanton Baselland sind mehrheitlich zufrieden mit ihrer aktuellen Lebenssituation. Der überwiegende Teil von ihnen möchte so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben, wie eine Studie der Universität Basel ergab.

An der vom Institut für Public Health durchgeführten Studie haben 8786 Personen ab 75 Jahren teilgenommen. Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 81,8 Jahre. Die Ergebnisse der Studie will der Kanton in seine Arbeit an einem integrierten Vorsorgemodell für ältere Menschen einfliessen lassen.

Von den Befragten gaben 91,7 Prozent an, am liebsten unabhängig in den eigenen vier Wänden zu leben. 72,2 Prozent würden auch im Fall von Pflegebedürftigkeit ein Leben im eigenen Zuhause bevorzugen. 20,4 Prozent könnten sich jedoch in diesem Fall auch eine Alterswohnung oder betreutes Wohnen vorstellen.

Aktuell leben 46 Prozent der Befragten in ihrem eigenen Haus. Zur Miete wohnen 29 Prozent, in einer Eigentumswohnung 19 Prozent. In einer Alterswohnung leben nur gerade 3 Prozent. 92,3 Prozent zeigten sich in der im Frühling 2019 durchgeführten Studie zufrieden mit ihrer damaligen Lebenssituation.

Mit dem eigenen Auto sind 57,7 Prozent der befragten Seniorinnen und Senioren unterwegs. 83,8 Prozent benutzen jedoch auch den öffentlichen Verkehr. Eine gute Anbindung an diesen hat denn auch für 88,8 Prozent oberste Priorität.

SDA/Robin Rickenbacher

2 Kommentare
    Erich Rieder

    Es wäre auch einmal interessant, die Gewinne der Alters- und Pflegeheime zu durchleuchten und detailliert darzustellen! Es ist unfassbar, dass z.B. für eine Person mit leichter Demenz und wenig Pflegebedarf pro Monat rund 8000 CHF kassiert werden. Ein übler Trick ist auch, dass in diesen Institutionen die Pflegestufe um 2-3 Punkte nach oben 'verlagert' werden, um mehr abrahmen zu können. Genau dieses Prozedere musste ich bei meiner Mutter erdulden.

    Dass trotz all dieser Einnahmequellen das Personal, das auch am Wochenende oder in der Nacht präsent sein muss, ziemlich schäbig entlöhnt wird, wäre noch ein weiteres Kapitel, das hinterfragt werden sollte.

    Ich kenne niemanden, der freiwillig sein trautes Zuhause, mit all seinen sozialen Kontakten in der näheren Umgebung, aufgeben würde. Wäre dies der Fall, dann würde sich ein 'grosszügiges Upgrade' auf eine viel höhere Pflegestufe vielleicht noch rechtfertigen lassen.