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Kampf gegen Corona-MassnahmenBaselbieter Eltern wehren sich gegen Maskenpflicht an Primarschulen

20 Familien aus dem ganzen Kanton haben Beschwerde gegen die Verfügung der Regierung eingereicht. Die Bildungsdirektion nimmt den Widerstand zur Kenntnis und verzichtet auf einen Austausch.

Katharina Brandenberger kämpft als Mutter gegen die Maskenpflicht in der Primarschule. Zusammen mit anderen Eltern hat sie beim Kantonsgericht Baselland Beschwerde eingereicht.
Katharina Brandenberger kämpft als Mutter gegen die Maskenpflicht in der Primarschule. Zusammen mit anderen Eltern hat sie beim Kantonsgericht Baselland Beschwerde eingereicht.
Foto: Nicole Pont (Tamedia)

Katharina Brandenberger blickt zu ihrem zehnjährigen Sohn, der zu Hause in Ormalingen auf der Treppe sitzt und mit der Katze spielt. Es ist neun Uhr morgens, und eigentlich sollte er in der Schule sein. «Du weisst, was du zu tun hast», sagt sie zu ihm. Er nickt und verschwindet in sein Zimmer. Weil es in seiner Klasse einen bestätigten Corona-Fall gibt, fällt der Präsenzunterricht derzeit aus – eine Vorsichtsmassnahme der Schule.

Ginge es nach Brandenberger, würde sie ihren Sohn vorerst gar nicht mehr zur Schule schicken. Nicht aus Angst vor Ansteckungen. «Corona macht mir keine Sorgen», sagt sie. Die Maskenpflicht an Primarschulen aber schon. Zusammen mit anderen 19 Baselbieter Familien hat die 52-jährige alleinerziehende Mutter Beschwerde dagegen eingereicht. Die Eltern gehören zu einem grossen Teil der nationalen Plattform «Eltern und Schule stehen auf – Schweiz» an. Der Verein will, so heisst es auf der Website, Eltern, Lehrpersonen und im Bildungswesen tätige Menschen die Möglichkeit geben, sich gezielt zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Beschwerdeführer vermissen Nachweise dafür, dass das Tragen von Masken im Allgemeinen einen positiven Einfluss auf das Pandemiegeschehen habe. Vielmehr sei gemäss wissenschaftlichen und empirischen Studien eine Schädlichkeit für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erwiesen.

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