Wessels kommt nur, «wenn das Wetter gut ist»

Am 15. September werden für den Bewegungstag in der Region 70 Kilometer Strassen für den Langsamverkehr gesperrt. «Ohne Vignette kein Slow-up», so das Motto.

Hans-Peter Wessels und Elisabeth Ackermann am Slow-Up-Event 2016.

Hans-Peter Wessels und Elisabeth Ackermann am Slow-Up-Event 2016.

(Bild: Kostas Maros)

Zehntausende Menschen werden sich am Sonntag, 15.September, wieder auf extra abgesperrten Strassen durch die Schweiz, Deutschland und Frankreich bewegen. Von 10 bis 17Uhr, gemütlich und autofrei. Auch er werde am 13. Slow-up Basel-­Dreiland mitmachen, sagte der velofahrende Basler SP-Regierungsrat ­Hans-Peter Wessels gestern und schränkte lachend ein: «Aber nur, wenn das Wetter gut ist.»

Letztes Jahr war das Wetter gut, gezählt wurden 62 000Teilnehmer. ZehnProzent von ihnen haben eine Slow-up-Vignette für fünfFranken oder fünf Euro gekauft, wie Geschäftsführer Wendel Hilti an einer Medienkonferenz erklärte. Hilti hofft, den Vignettenverkauf noch steigern zu können. «Ohne Vignette können wir den Slow-up nicht finanzieren.» Es müssten zum Beispiel 1500 Absperrungen aufgestellt und 50 verschiedene Informationsschreiben verschickt werden; gegen 1000 Personen seien für die Sicherheit und auf den Festplätzen im Einsatz.

Ein Anlass der Gemütlichkeit

Die Vignette kommt dieses Jahr als runder Textilsticker daher, den man auf die Kleider kleben kann. Dazu gibt es einen reflektierenden Slow-up-Kleber für das Velo – «und zur Steigerung der Sicherheit», wie Hilti ausführte. Verkauft wird die Vignette an verschiedenen Festplätzen entlang der Route – etwa vor dem Hauptfestplatz Rankhof und nach dem Kraftwerk Augst-Wyhlen.

«Der Slow-up ist ein Anlass der Gemütlichkeit, kein Velorennen», sagte Hilti mit Blick auf die E-Bikes, die am Slow-­up natürlich auch dabei sind. Die Organisatoren empfehlen auf der Route eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde.

Im Gegensatz zu 2018, als die Slow-up-Route wegen Grossbaustellen umgeleitet werden musste, findet der Bewegungstag heuer auf seiner normalen Strecke statt. Die Schlaufe West (31Kilometer) führt von Basel über Riehen und Lörrach nach Weil am Rhein, dann weiter über Huningue und St.Louis zurück nach Basel; die Schlaufe Mitte (21Kilometer) geht über Birsfelden-Muttenz–Pratteln–Augst–Wyhlen und Grenzach wieder nach Basel. Ab Augst kann man die Schlaufe Ost (18Kilometer) anhängen, die über Wyhlen–Herten über das schweizerische und deutsche Rheinfelden sowie über Kaiseraugst zurück nach Augst verläuft.

Wer die ganze Strecke fährt, kommt auf 70 Kilometer. Und läuft Gefahr, sich zu überfordern: vor allem mit Kindern. Es passiere immer wieder, dass Familien mit übermüdeten Kindern abends, wenn die Strassen nicht mehr gesperrt sind, von Slow-up-Helfern aufgegriffen werden, so Hilti.

«Der Slow-up ist ein Fest für die ganze Region», erklärte Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister im deutschen Rheinfelden und Vizepräsident von Slow-up Basel-Dreiland. Er freue sich, dass nun auch die Franzosen vermehrt den Anlass entdeckt haben. Das könne er bestätigen, so Jean-Marc Deichtmann, Bürgermeister von Huningue. Er sei stolz, dass Huningue von Anfang an dabei war. Manuel Friesecke, Präsident Slow-up Basel-Dreiland und Geschäftsführer der Regio Basiliensis, sagte: «Der Slow-up ist das beste Zeichen dafür, wie gut wir in der trinationalen Agglomeration zusammenarbeiten.»

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