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Syngenta lehnt Übernahme durch Monsanto weiterhin ab

Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta hat seinen Widerstand gegen eine Übernahme durch Monsanto bekräftigt.

Verwaltungsratspräsident Michel Demaré lehnte am Dienstag das Angebot des US-Saatgutherstellers erneut als unzureichend ab. Die Übernahmeofferte sei «nicht im besten Interesse von Syngenta, ihren Aktionären und der Interessengruppen», sagte Demaré in einem vom Unternehmen produzierten gut zwölfminütigen Video-Interview.

Die grossen regulatorischen Risiken bestünden weiterhin; das Gelingen der Transaktion sei ungewiss. Syngenta-Anwälte hätten sich drei Mal mit Monsanto-Vertretern getroffen, doch bessere Lösungen für Antitrust-Fragen seien nicht auf den Tisch gekommen. Laut Demaré ist deren Sichtweise dazu viel zu einfach. Auf das Angebot von Monsanto so einzugehen wäre daher «völlig verantwortungslos».

Syngenta wird «unterschätzt»

Demaré ist angesichts der «hervorragenden» Pipeline und lancierten Effizienzprogrammen optimistisch, die Wachstums- und Margenziele für das Jahr 2018 zu erreichen. Auch so gesehen sei die Monsanto-Offerte zu billig; sie «unterschätze» Syngentas Wert klar. Das Business sei zyklisch; die Offerte sei just im Aktienkurs-Wellental gemacht worden.

Die von Monsanto vorgeschlagene Verlegung der beiden Hauptsitze nach Grossbritannien bringe Syngenta ebenfalls keine Vorteile. Syngenta sei seit rund 250 Jahren in Basel ansässig, tief verwurzelt und verfüge über gute Verbindungen zur lokalen Regierung.

Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme des Basler Konzerns gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten. Syngenta hatte postwendend abgelehnt, und seither läuft ein Übernahmepoker. Monsanto hatte am 11. Juni abgelehnt, das Angebot ohne Einblick in die Bücher zu erhöhen.

SDA/ker

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