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Zum Schluss wars nur noch ein Blöckchen

Auch wenn vom einen 1000-Kilo-Eiswürfel bei der Basler Eisblockwette nach sechs Wochen nur noch ein Mini-Blöckchen von 24 Kilo übrig blieb: Im Minergie-P-Häuschen war das Eis besser geschützt als im 70er- Jahre-Bau.

Die Spannung war gross. Wie hoch würde der Eisblock in den beiden Modellhäuschen an der Schifflände wohl noch sein. Vor sechs Wochen lancierten die Gemeinde Riehen und das Basler Amt für Umwelt und Energie (AUE) mit der Unterstützung der IWB und der BKB in Riehen die Eisblockwette. Zwei 1000 Kilogramm schwere Eiswürfel wurden in je ein Häuschen verbannt. Ein Eisblock bekam eine Hülle, die einem typischen 70er-Jahre-Bau entsprach, der andere ein Haus, das nach Minergie-P-Standard gedämmt wurde. Regierungspräsident Guy Morin, der Riehener Gemeinderat Marcel Schweizer und Roger Ruch, Leiter der IWB-Energieberatung, gaben damals in der BaZ ihre Tipps ab. Der modernen Wärmedämmung trauten alle einiges zu und so prophezeiten sie zwischen 700 und 824 Kilo übrig bleibendes Eis.

Frühes Aus

Nach einer Woche wurden die Häuschen an die Schifflände gezügelt. Erst war es warm, dann winterlich kalt und schliesslich wieder ziemlich warm. Die goldenen Herbsttage erlebte der Eisblock im 70er-Jahre-Häuschen nicht mehr. Schon zur Halbzeit war durch das Fenster im Häuschen kein Eis mehr zu sehen. Zum gleichen Zeitpunkt hielt sich der andere Eiswürfel noch wacker.

Bis zum 2. Oktober konnte die Bevölkerung Wettbewerbstalons mit eigenen Prognosen einsenden. Über 900 Personen beteiligten sich und schrieben auf ihren Talon, wie viel Prozent des Eises am Ende noch übrig sein würde.

Viel war es nicht mehr. Doch immerhin 24 Kilogramm wog der unförmige Eisblock noch, als ihm sein Dach über dem Kopf und die Wände drum herum gestern kurz vor Mittag mit einem Kran weggehoben wurden.

Vergleichswerte für die sechswöchige Wette gibt es keine. Die Wette wurde zwar auch in anderen Schweizer Städten und in Lörrach durchgeführt. Aber die Basler trieben es mit ihrer Wette «auf die Spitze», wie AUE-Leiter Jürg Hofer sagte. Statt der üblichen drei Wochen musste das Eis sechs Wochen im Häuschen ausharren. Auch speziell war der Vergleich zwischen den beiden Isolationsarten. Bei den anderen Eisblockwetten kam nur jeweils ein Häuschen mit Minergie-P-Standard zum Einsatz.

Verschiedene Veranstaltungen begleiteten die Wette. Den Abschluss macht am kommenden Dienstag ein Vortrag zum Thema «Klimawandel! Sind wir noch zu retten?». Die Eisblockwette brachte der Gewinnerin Ban Al Bayati ein Wochenende im ersten Schweizer Minergie-Hotel in Saas Fee und dem Zweitplatzierten Jürg Nyffeler eine Reise zum Eispalast am Jungfraujoch ein.

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