Zu hell, zu laut, zu hässlich, zu gefährlich, zu nervig

Die Bewohner des Kantons Basel-Stadt ärgern sich über alle möglichen Dinge. Und Sie?

Schön? Hässlich? Ein Kunstwerk? Der Roche-Turm spaltet die Meinungen der Basler, wie so vieles sonst auch.

Schön? Hässlich? Ein Kunstwerk? Der Roche-Turm spaltet die Meinungen der Basler, wie so vieles sonst auch.

Zahlreiche Anwohner des Stücki-Areals in Kleinhüningen können offenbar nicht schlafen, weiss SP-Grossrat Seyit Erdogan. Der Grund sei die «intensive Beleuchtung zu Tages- und Nachtzeiten während 24 Stunden pro Tag», schrieb Erdogan im Dezember letzten Jahres in einer schriftlichen Anfrage an die Basler Regierung. «Haben die Anwohnenden von beleuchtungsintensiven Überbauungen nicht ein besonderes Recht auf Schutz durch Rolläden?», will er vom Regierungsrat wissen.

Solche und ähnliche Probleme sind typische urbane Fragestellungen und immer wieder ein Thema in der Öffentlichkeit. Mal sind es die quietschenden Trams, die Anwohner zur Weissglut treiben, mal sind es feiernde Stadtbewohner, die in Kleinbasels Ausgangsmeile zum Konflikt mit Ruhe suchenden Anwohner führen.

Die Dauerbrenner der Diskussionen

Ein Teil der Bevölkerung mag Hunde und will diese nicht anleinen müssen, ein Teil hat hingegen Angst vor dem besten Freund des Menschen und wieder andere stehen auf Katzen, die jedoch ein Graus für manche Umweltschützer sind, weil sie Singvögel fressen. Alle diese Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, ist in einem dichtbesiedelten Raum schwierig bis unmöglich.

Und bei all diesen Schwierigkeiten ist noch nichts über Velofahrer gesagt worden, die sich nicht an Verkehrsregeln halten, oder Autos, die Bäumen den Platz wegnehmen. Der Verkehr ist und bleibt ein Dauerbrenner der Diskussionen. Gleiches gilt für die Architektur. Bürger, die Gebäude in schön oder hässlich einteilen, sind für Architekten ein Gräuel, während deren Kunstbauten für den einen oder anderen an optischer Umweltverschmutzung grenzt.

In einem Kanton wie Basel-Stadt gibt es viele Probleme. Manche sind gross, manche sind kleiner und für Betroffene gleichwohl die grössten. Wir wollen von Ihnen wissen: Was nervt sie in Basel (und natürlich auch in der umliegenden Region) am meisten? Schreiben Sie uns Ihre grossen aber auch Ihre kleine Sorgen, Aufreger und Gründe für Wutanfälle – per E-Mail an online@baz.ch oder direkt unten in die Kommentarspalte.

amu

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