Zahl der Psychiatrie-Patienten steigt an

Die UPK Basel hat im letzten Jahr mehr Pflegetage verzeichnet. Weil gleichzeitig Personal abgebaut wurde, verdoppelte sich der Gewinn. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Baselbiet.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der UPK stieg von 32,4 auf 39,2 Tage.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der UPK stieg von 32,4 auf 39,2 Tage.

(Bild: Maria Stratmann)

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) haben im vergangenen Jahr 109'439 stationäre Pflegetage verzeichnet, ein knappes Prozent mehr als im Vorjahr. Der Jahresgewinn verdoppelte sich auf 3,2 Millionen Franken, nach 1,5 Millionen im Jahr 2017.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg von 32,4 auf 39,2 Tage, was einer Zunahme um 21 Prozent entspricht. Der Umsatz nahm derweil um 0,8 Prozent ab auf 146 Millionen Franken. Der Gewinn wird den Reserven zugewiesen.

Erstmals haben die UPK dabei den nationalen Zielwert für die EBITDA-Marge von acht Prozent erreicht. Unter dem Strich bilanziert die UPK-Leitung in ihrem Communiqué vom Donnerstag ein «erfolgreiches Jahr 2018».

67,8 (Vorjahr: 69,4) Prozent der Patientinnen und Patienten kamen aus dem Kanton Basel-Stadt und 14,7 (14,4) Prozent aus Baselland. 15,4 (14,3) Prozent der Patienten stammten aus der übrigen Schweiz und 2,1 (1,9) Prozent aus dem Ausland. Die Zahl der Vollzeitstellen nahm um 12 auf 850 ab.

Psychiatrie Baselland: Mehr Patienten, weniger Pflegetage

Die Psychiatrie Baselland hat im letzten Jahr 3,4 Prozent mehr Patienten und Patientinnen betreut. Die Zahl der Pflegetage sank jedoch; die Aufenthaltsdauer fiel demnach kürzer aus. Der Jahresgewinn wurde mehr als verdoppelt.

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden 3124 Fälle registriert, was ein Plus von 9,6 Prozent bedeutet. In der Erwachsenenpsychiatrie waren es 7685 Fälle, womit die Zunahme 1,1 Prozent betrug. Insgesamt betreute die Psychiatrie Baselland im letzten Jahr 10'809 Personen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Unternehmensleitung sei «sehr zufrieden» mit dem Geschäftsjahr 2018. Bei einem Betriebsertrag von 100 (Vorjahr: 99,1) Millionen Franken resultierte ein Jahresgewinn von 2,8 (1,1) Millionen. Vor Abschreibungen und Zinsen (Stufe Ebitda) stieg der Gewinn um 29,6 (-26,7) Prozent.

Tarifstreit pendent

Das Eigenkapital wuchs auf 57,6 Millionen Franken. Damit sei man für anstehende Investitionen und Angebotsentwicklungen «bestens vorbereitet», lässt sich CEO Hans-Peter Ulmann zitieren. Auch 2019 sei gut angelaufen; so liege die Auslastung höher. Weiterhin nicht einig wurde man sich indes mit Tarifsuisse, während mit der Einkaufsgemeinschaft HSK eine Basisrate ausgehandelt werden konnte. Für die Versicherer von Tarifsuisse laufe ein Festsetzungsverfahren beim Baselbieter Regierungsrat.

Das Unternehmen beschäftige am Jahresende 1019 Personen, 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese teilen sich insgesamt 740,3 Vollzeitstellen, was einem um 1,4 Prozent gestiegenen Etat entspricht.

amu/sda

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