Zaghafte Zwischennutzung der Klybeckinsel

Auf der Klybeckinsel wird diese Woche der letzte Migrol-Tank abgerissen. Damit entsteht Platz für Zwischennutzungsprojekte – diese kommen allerdings eher schleppend voran.

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Martin Regenass

Dumpf knallt es, wenn die Schaufeln der Abrissbagger an den Stahlhüllen der Migrol-Tanks auf dem Klybeckquai an der Uferstrasse 40 nagen. Acht Tanks hat die Firma Eberhard in den letzten Monaten abgerissen. In rund einer Woche soll der neunte und letzte der Ölfirma verschwunden sein. Danach soll das 15'000 Quadratmeter grosse Areal ausgehoben und mit Kies aufgefüllt werden. Ende 2012 soll die Sanierung abgeschlossen sein und das Areal für Zwischennutzungen frei werden. Mittels eines Projektwettbewerbs wollen die Rheinhäfen und der Kanton dann Ideen finden.

Während der Rückbau auf dem Migrol-Areal munter vorwärts geht, scheinen die für diesen Sommer geplanten Zwischennutzungsprojekte aus den Bereichen Gastronomie, Kultur und Sport entlang des Uferwegs und an der Uferstrasse 80, dem ehemaligen Esso-Areal, eher schleppend voranzukommen. Zwar sind Anfang Jahr aus einem Wettbewerb des Kantons, der Schweizerischen Rheinhäfen und verschiedener Zwischennutzungsexperten aus 60 Ideen acht hervorgegangen (wir berichteten).

Langsam konkretisieren sich die Zwischennutzungen

Um welche es sich konkret handelt, wollen die Rheinhäfen allerdings erst im Verlaufe des Junis bekannt geben. Laut Nina Hochstrasser, Mediensprecherin der Schweizerischen Rheinhäfen, sei es das Ziel gewesen, die Projekte noch dieses Jahr zu lancieren. «Die Planung, Bewilligung und Realisierung der ganzen Zwischennutzung brauchen jedoch ihre Zeit. Zudem müssen alle gesetzlichen Bestimmungen und Fristen eingehalten werden», sagt Hochstrasser.

Klar ist, dass auf dem ehemaligen Esso-Areal, das teilweise mit einem Teerbelag überzogen ist, weil sich im Untergrund belastetes Material befindet, eine Skateranlage auf 400 Quadratmetern entstehen soll. Dazu wurde vergangene Woche im Kantonsblatt ein Baubewilligungsverfahren publiziert. Initiator ist der Verein Betonfreunde beider Basel. Weitere Ideen machten die «TagesWoche» und der «Sonntag» bekannt. So soll auf dem Areal neben der Skateranlage ein Quartierentwicklungsprojekt mit Namen Frischer Village einen Platz finden.

Das Radioprojekt von Livingroom, der Gastronomiebetrieb Landestelle und die freie Bühne Panama entlang der Uferpromenade zwischen Dreirosenbrücke und Westquai hätten ihre Standorte bereits untereinander ausgemacht. Auch die Buvette des Vereins Marina Basel und ein Projekt des Vereins Neubasel sollen an der Uferpromenade zu finden sein. An Ideen fehlt es also nicht. Ob diese allerdings noch vor dem Ende des Sommers realisiert werden können – man darf gespannt sein.

Basler Zeitung

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