Wo Binggisse Ideen tanken können

Zahlreiche Kinder und Erwachsene weihten gestern im Beisein von zwei Regierungsräten den umgebauten Spielplatz und eine Kindertankstelle ein.

Die Einweihung des neuen Pavillons zog viele Kinder und ihre Eltern aus der Umgebung an. Foto: Kostas Maros

Die Einweihung des neuen Pavillons zog viele Kinder und ihre Eltern aus der Umgebung an. Foto: Kostas Maros

Franziska Laur

Die fröhlichen Kinder überwogen beim Eröffnungsfest auf der Claramatte – Gott sei Dank. Denn ihnen ist der neue Pavillon und der aufgerüstete Platz geschenkt. Es ist kein geringer Name, der für die Kinder auf der Claramatte gebaut hat: Caesar Zumthor ist entfernt mit dem bekannten Architekten Peter Zumthor verwandt. Das junge Team bäckt zwar noch etwas kleinere Brötchen, doch es hat seine Zukunft noch vor sich.

Das neue Häuschen, genannt Kindertankstelle, kann sich sehen lassen: langgestreckt, klare Formen und das Licht flutet hell durch den Raum. Gestern weihten Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Beisein der Regierungsräte Conradin Cramer und Hans-Peter Wessels die neue Claramatte ein. Der Bau löst den provisorisch gebauten Container von 2006 ab.

Dort gibt es jetzt einen Spielzeugverleih sowie eine Buvette, betrieben durch den Verein Robi-Spiel-Aktionen. Die budgetierten Kosten von 700000 Franken wurden eingehalten – 90000 Franken davon steuerte die Christoph-Merian-Stiftung bei.

Gleichzeitig sanierte die Stadtgärtnerei die Grünanlage. Sie überholte die Wege, verbesserte die Baumstandorte und ergänzte das Fussballfeld mit einem Ballfang.

Und mit einer neuen, selbstreinigenden Toilette an der Ecke Klingentalstrasse/Claragraben versucht sie, die Wildpinkler im Zaum zu halten.

Urban und dicht besiedelt

Die 1,2 Millionen Franken für die Parksanierung werden mehrheitlich über das Konto zur «Erhaltung der Infrastruktur Basel-Stadt» finanziert. Man sei hier ja wahrscheinlich schweizweit im urbansten und dichtestbesiedelten Quartier», sagte Erziehungsdirektor Conradin Cramer. «Und so tut ein Park wie die Claramatte besonders gut.»

Es gebe wenige Orte in der Stadt, wo die Arbeit mit Kindern so sinnvoll sei. Er habe sich ja an den Namen Kindertankstelle etwas gewöhnen müssen. Doch dann habe er sich vorgestellt, dass hier Kinder tatsächlich auftanken können. «Und zwar mit vielen guten Ideen.»

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