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Wieviel Gangster darfs denn sein?

Drei Basler Rapper inszenieren sich im Fernsehen als Gangster – mit allem was dazugehört: Waffen, Luxus und aggressiven Texten. Trotz des interessanten Einblicks, bleiben viele Fragen offen.

Joël Gernet

Der Prattler Rapper L-Montana sitzt mit seinen Kumpels im Fond einer Stretch-Limousine. «Wir zeigen das richtige Leben, das Gangster-Leben», sagt er lachend in die Kamera. Die Telebasel-Sendung «Report» über «Basler Rapper und ihr wahres Leben» ist noch keine Minute alt, und schon wurden im Schnelldurchlauf durch die Videoclips der porträtierten Rapper fast sämtliche Genre-Klischees bedient: Die Texte sind aggressiv, selbst- und gewaltverherrlichend, gezeigt werden Waffen, Muskeln und dicke Autos.

Porträtiert werden in der 20-minütigen Sendung, die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde, drei Rapper aus der Region: Leonard Gjonjaj alias L-Montana aus Pratteln, der Kleinbasler Delil Coskun alias Street Baba und Esat Akpinar alias S-Hot aus Kleinhüningen. In ihrer Musik und den dazugehörigen Videos markieren sie Härte und Kompromisslosigkeit, vor der Telebasel-Kamera geben sie sich als geläuterte Gangster. Hier liegt das Dilemma dieser Reportage: Wie blickt man hinter die Fassade von jungen Männern, die es gewohnt sind, sich selbst zu inszenieren?

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