«Wessels letztes Tram ist abgefahren»

SP-Regierungsrat Hans-Peter Wessels hätte als Aufsicht der BVB eingreifen müssen. Stattdessen hat er beschwichtigt oder von den Problemen abgelenkt.

Regierungsrat Hans-Peter Wessels hat als Eignervertreter die Probleme jahrelang schön geredet.

Regierungsrat Hans-Peter Wessels hat als Eignervertreter die Probleme jahrelang schön geredet.

(Bild: Dominik Plüss)

Daniel Wahl

Der neueste Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) zu den BVB ist ein exakter Beschrieb der Inkompetenz von Erich Lagler, Direktor an der Spitze eines an die Wand gefahrenen Unternehmens. Lagler, der wegen manipulativer Informationspolitik nicht nur das Vertrauen der Subkommission und jenes seines Personal verspielt, nimmt für sich auch das Recht heraus, fast 600'000 Franken freihändig zu vergeben und das Submissionsgesetz zu missachten. «Gravierend», kommentiert die GPK einstimmig.

Kursausfälle, Personalnotstand, schweizweit rekordtiefe Mitarbeiterzufriedenheit, Lottergleise, die die ganze Stadt lahm legen, Verstoss gegen das Submissionsgesetz, Rekord-Krankheitstage und bislang undokumentierte Überstunden in Millionenhöhe – das ist die lange Brandspur Laglers nach fünf Jahren bei den BVB. Dass grüne Drämmlis überhaupt verkehren, ist nur der gebeutelten Belegschaft zu verdanken.

Der GPK-Bericht ist ferner der Beschrieb von Regierungsrat Hans-Peter Wessels, der diese Probleme über Jahre schön geredet hat. Nun drängt die GPK den Gesamtregierungsrat dazu, sich des Problems BVB anzunehmen. Ohne das Wort Dossier-Entzug zu verwenden, bedeutet es genau dies. Und die Entfernung einer seiner weiteren Fehlbesetzungen.

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