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Weniger Haltestellen für schnellere Trams und Busse

Grossräte fordern die Überprüfung der Haltestelle-Dichte in Basel. Zur Diskussion steht unter anderen die Station beim Kunstmuseum.

Braucht es beim Kunstmuseum wirklich eine Haltestelle? Eine Gruppe von Grossräten stellt dies zur Diskussion.
Braucht es beim Kunstmuseum wirklich eine Haltestelle? Eine Gruppe von Grossräten stellt dies zur Diskussion.

Eine Studie der Denkfabrik «Avenir Suisse» hat es ans Tageslicht gebracht: Trams- und Busse sind in Basel kaum schneller unterwegs als ein Fussgänger. In einem Städtemonitoring, das die BaZ Ende August publiziert hat, rangiert Basel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,55 Kilometern pro Stunde auf dem zweitletzten Platz vor Lugano. Was Baudirektor Hans-Peter Wessels mit «entsetzlich langsam» kommentierte.

Jetzt fordern Grossräte aus allen Fraktionen die Aufhebung von Haltestellen zur Attraktivitätssteigerung eines schnelleren Tram- und Busnetzes in Basel-Stadt. Braucht es die Haltestelle Kunstmuseum, wenn ein Steinwurf vorher am Bankenplatz um- und ausgestiegen werden kann? Ist die «Grüne Wand» und der behinderten-gerechte Gleisgraben am Marktplatz wirklich nötig, wenn in Gehdistanz von einer knappen Minute an der Schifflände ein- und ausgestiegen werden könnte? Das soll überprüft werden.

Sinkende Attraktivität

«Das langsame Unterwegssein von Tram und Bussen ist unter anderem auch ein Grund, weshalb die weitere Verlagerung des Individualverkehrs hin zum ÖV harzt», schreibt Thüring in seinem Anzug. Eine weitere Folge dieser Verspätungen sei, dass die Nutzerzahlen des ÖV, trotz Ausbau, zurückgehen.

Mit dem Aufkommen von E-Trottinetts und E-Bikes sind neue Mobilitätsformen aufgekommen, die gerade bei kürzeren Distanzen den BVB Konkurrenz machen. Dies, weil sie flexibler und schneller sind. Die jeweilige Halte- und Anfahrsituation sowie die Türöffnung und -schliessung seien zeitintensiv und würden den Verkehrsfluss hemmen, begründet Thüring das «Auslichten des Basler Haltestellen-Waldes».

Unterstützt wird sein Vorstoss von Vertretern aller Fraktionen, namentlich von Luca Urgese (FDP), Andreas Zappalà (FDP)Jo Vergeat (Grünes Bündnis), Jérôme Thiriet (Grünes Bündnis), Catherine Alioth (LDP), Remo Gallacchi (CVP/EVP), Claudio Miozzari (SP) und Kaspar Sutter (SP).

Die Unterzeichnenden fordern die Regierung auf «zu prüfen und zu berichten, welche Tram- und Bushaltestellen im Kanton Basel-Stadt im Rahmen einer Gesamtstrategie aufgehoben werden könnten.» Für die Evaluierung seien unter Umständen – dort wo sich Widerstand gegen die Aufhebung einstellen könnte, wie Thüring findet – auch betroffene Quartierorganisationen und Interessensgemeinschaften miteinzubeziehen.

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