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Weiter Probleme mit Baselworld-Standbauern

Ob beim Aufbau der «Baselworld 2014» im Gegensatz zum Vorjahr der für die Standbauer geltende Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mehrheitlich eingehalten wird, ist fraglich.

Glänzender Start: Bei der Eröffnung der neuen Messehallen im April 2013 präsentierten sich die Aussteller oft mit neuen Pavillons. Weniger glanzvoll sind teilweise die Arbeitsbedingungen, unter denen diese entstanden sind.
Glänzender Start: Bei der Eröffnung der neuen Messehallen im April 2013 präsentierten sich die Aussteller oft mit neuen Pavillons. Weniger glanzvoll sind teilweise die Arbeitsbedingungen, unter denen diese entstanden sind.
Pino Covino

Anfang Februar nehmen in Basel wieder zahlreiche ausländische Standbauer ihre Arbeit für die Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld» auf. Im Vorfeld äusserten sich die Messeveranstalterin MCH Messe Basel, das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit sowie die Sozialpartner in einer Mitteilung skeptisch über die Arbeitsbedingungen: Die Durchsetzung des GAV Messebau stelle nach wie vor eine «grosse Herausforderung» dar, und für alle Parteien akzeptable Zukunftslösungen seien noch nicht absehbar.

Das Problem bei den ausländischen Messebauern besteht in der verbotenen Scheinselbständigkeit. Noch sind die Abklärungen zur «Baselworld 2013» nicht abgeschlossen, doch hat sich bisher gezeigt, dass 80 Prozent der Messebauer Scheinselbständige waren. Fälle von Schwarzarbeit oder extremem Lohndumping gab es aber laut der MCH Messe Basel nicht.

Zutrittskontrolle wie auf Grossbaustellen

Für die «Baselworld 2014» hat die Gewerkschaft Unia vorgeschlagen, dass die MCH Messe Basel die Arbeitszeiten der Standbauer erfasst und ein unabhängiges Lohnbüro mit der Lohnverwaltung beauftragt. Davon will die Messeveranstalterin nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen nichts wissen. So sei die Arbeitszeiterfassung von Gesetzes wegen Sache der Arbeitgeber.

Dagegen will die MCH Messe Basel bei der «Baselworld» eine Zutrittskontrolle einrichten, wie sie heute auch auf Grossbaustellen üblich ist. Mit den Informationen über die Anwesenheit der Standbauer soll die Arbeit der Kontrollorgane unterstützt werden.

SDA/jg

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