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Was will eine Italienerin mehr?

Das Ristorante Capo in der Grünpfahlgasse in Basel hat gutes Essen und ist kinderfreundlich.

Ein Hauch Little Italy der 1920er-Jahre: Das Ristorante Capo wertet das «Gläbbergässli» auf. Foto: Florian Bärtschiger
Ein Hauch Little Italy der 1920er-Jahre: Das Ristorante Capo wertet das «Gläbbergässli» auf. Foto: Florian Bärtschiger

Geht man mit Kindern essen, und es gibt keine Pommes frites, kann das zum Problem werden. Und weil man im Restaurant unangenehme Szenen möglichst vermeiden möchte, sucht man schnell nach Alternativen. Pizza funktioniert fast immer, obwohl dann der Kleine anfängt, mit seinem Zeigefinger die Mozzarella wegzukratzen. Das Ristorante Capo in der Grünpfahlgasse in Basel bietet hierfür die perfekte Lösung: die Pizza Marinara mit nur Tomaten, Oregano und Knoblauch, den man auch weglassen kann. Und für Kinder gibt es jede Pizza auch in Klein (12 Fr.).

Weil die Pizza unseres Sohnes, vor allem der Teig, so toll aussieht, bestellt der Papa auch gleich eine. Aber keine Margherita wie immer. Er entscheidet sich für die Pizza Verde ­«vegan» (25 Fr.) mit einer Avocado-Basilikum-Guaca­mole, Rucola, grünen Oliven, Zucchini, Knoblauch und Pinienkernen. Ein Highlight für einen Vegetarier, der Käse nicht mag und nur beim Mozzarella auf der Margherita eine Ausnahme macht. Als Vorspeise wählt er eine Waldpilz-­Marronicreme-Suppe mit Trüffelöl (12 Fr.). Dass die Kellnerin sie aus Versehen nicht vor, sondern erst nach dem Haupt­gericht serviert, ist absolut kein Problem. La crema di funghi, so die italienische Bezeichnung für das aromatische Gericht, ist trotz Sahne leicht und liegt nicht schwer auf dem Magen.

Ich hätte eigentlich auch Lust auf eine Pizza aus dem Holzofen, vor allem, nachdem ich gesehen habe, wie unser Sohn seine Marinara ratzfatz weggeputzt hat – bis auf ein kleines Stück, das dank Papa auch noch wegkommt. Eine Pizza Diavolo mit scharfem Salami und roten Zwiebeln von Pizzaiolo Mirko aus Sizilien – was will eine Süditalienerin mehr? Doch dann entscheide ich mich trotzdem für die Mezzelune ripiene, Pasta-Halbmonde mit einer Auberginen-Mascarponecreme-Füllung an schwarzem Trüffeljus (28.50 Fr.). Und ich bereue es nicht.

Unseren Apérol Spritz (12.50 Fr.) haben wir in der Zwischenzeit fertig getrunken, und wir stossen mit einem offenen Ripasso aus Valpolicella an (49.50 Fr.). Für den Kleinen gibt es einen hausgemachten Eistee (4.90 Fr.).

Nach und nach füllt sich an diesem Freitagabend das Capo, bis auch der letzte Tisch ­belegt ist. Wie einst die ­Weinschenke Caveau, das Vorgängerlokal, zu ihren besten Zeiten. Wir waren oft da, ohne Kind.

Auch hier werden wir wieder einkehren – mit Kind.

Das Ristorante Capo in derGrünpfahlgasse ist von Dienstag bis Samstag, von 11.30 bis 23 Uhr geöffnet. www.capobasel.ch

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