Von jungen Kerlen und Calvados

Sommersprossen (10)

In der heutigen Sprosse wird nach dem Namen eines edlen Hofes an der Petersgasse gesucht. Gülden funkelt der Name des ehrwürdigen Hauses über dem Eingang bei der Hausnummer 40.

Die goldenen Lettern verraten den Hofnamen.

Die goldenen Lettern verraten den Hofnamen.

(Bild: Nicole Pont)

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Eine edle Sprosse. Ritterlich. Und dennoch findet man sie nicht an der Rittergasse, wo die alten Herrschaftshöfe der Strasse etwas Nobles ausstrahlen – etwas ganz «Spezielles», das Piccolomini beeindruckte. Und in seinem Bericht über Basel hervorgehoben hat.

Nicht die Rittergasse also. Sondern die Petersgasse, denn auch dort stehen einige dieser edlen Höfe von einst.

So etwa auch bei der Hausnummer 40. Golden funkelt der Name des ehrwürdigen Hauses über dem Eingang.

Auf einer Tafel können wir lesen, dass das elegante ­Anwesen bereits 1335 erstmals urkundlich erwähnt worden ist – und zwar als Besitz der Junker Johann und Werner Pfaff.

Junker hat übrigens nichts mit einem alten EU-Präsidenten zu tun – der hat eh noch ein c wie Calvados im Namen. ­Vielmehr bedeutete Junker im Mittelalter: junger Kerl.

Zwei junge Kerle also wohnten hier. 1417 ist der Hof dann von König Sigismund als Reichs­lehen an einen Ratsherrn und Diplomaten dieser Stadt ver­geben worden. Dieser Ratsherr hat dem Hof auch seinen Namen gegeben.

Und eben diesen Namen ­suchen wir – davon den fünften (5.) Buchstaben.

Und das ist ein: …

Damit hätten wir das zweite Sprossenwort zusammen.

Morgen starten wir zum ­dritten. Es wird nur zwei Buchstaben haben.

Basler Zeitung

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