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Vier Freunde und der Vogel Gryff

Die Autorin Dunia Idoya Eglin vereint in ihrem Kinderbuch das Thema Freundschaft mit dem Wunder aus dem Kleinbasel.

Kraftvoll und dynamisch: Der Vogel Gryff. Illustration Dunia Idoya Eglin
Kraftvoll und dynamisch: Der Vogel Gryff. Illustration Dunia Idoya Eglin

In der Fussballwelt gibt es das Wunder von Bern. Im Kleinbasel gibt es ebenfalls eines: das Wunder vom Vogel Gryff. So heisst auch der Untertitel zum neuen Kinderbuch «Dr Marko isch nit eläi».

Das Buch erzählt die Geschichte der vier Freunde Marko, Selina, Darius und Lukas, die den Vogel Gryff so sehr lieben, dass sie sich die Kostüme von Vogel Gryff, Wild Maa und Leu selber basteln und am Vogel-Gryff-Tag zum Waisenhaus gehen, um dort die typischen Tänze dieser drei Wappenhalter zu vollführen. Nur einer ist nicht dabei: Marko. Er geniert sich, mit der Karton-Trommel aufzutreten. Eine echte Trommel besitzt er nicht, weil sich die Eltern eine solche nicht leisten können. Wie die Geschichte ausgeht, soll hier nicht verraten werden, aber es lässt sich mit dem «Wunder vom Vogel Gryff» erahnen.

Gemalt und geschrieben hat das Buch die pensionierte Kindergärtnerin Dunia Idoya Eglin. Vor drei Jahren hatte sie sich mit der Buchidee zu beschäftigen begonnen. «Ich fand, ich müsse ein Buch machen, das den Vogel Gryff in Verbindung zum Thema Freundschaft einfach erklärt», sagt Eglin. Die Figur des trommelbegeisterten Marko basiert dabei auf einem wahren Charakter. Eglin hatte vor 15 Jahren in ihrem Kindergarten in der Rebgasse einen Buben dieses Namens, der aus dem Balkan stammte und ein bewundernswertes Rhythmusgefühl hatte. Ihm ist das Buch auch gewidmet.

Die Illustrationen sind farblich kraftvoll und in dynamischem Strich gehalten und nehmen häufig die Perspektive der Kinder ein. Der Text ist auf Hochdeutsch. Und daneben findet sich eine von Daniel Löw vorgenommene baseldeutsche Übersetzung, damit man mit dem Buch den Kindern auch den Basler Dialekt näherbringen kann. Ob das immer gelingen wird? Gerade bei «ei» respektive «äi» ist unklar, wie ein Wort nun ausgesprochen werden soll: Die Zahl zwei kommt nicht als zwäi daher, sondern wird – wie die Zahl drei – mit einem «ei» geschrieben. Gnäisse wird zu gneisse und so fort. Und einmal weiss der Leser nicht, ob nun beidi, bäidi oder baidi richtig ist.

Trotzdem: Es ist schön zu wissen, dass das neue Vogel-Gryff-Buch bereits den Weg in alle Kleinbasler Kindergärten gefunden hat.

Dunia Idoya Eglin: Dr Marko isch nit eläi. Boderverlag, 55 Seiten, Fr. 29.50

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