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«Viele Velofahrer finden, dass für sie die Verkehrsregeln nicht gelten»

Der Fussgänger, der in Basel von einem unvorsichtigen Velofahrer über den Haufen gefahren wurde, ist ausser Lebensgefahr. Nach dem Vorfall ist einmal mehr eine Diskussion um «Velo-Rowdies» entflammt.

Ohne Licht im Fahrverbot: Der rasende Teenager erfasste den betagten Fussgänger im De Wette-Park beim Ausgang an der Elisabethenstrasse.
Ohne Licht im Fahrverbot: Der rasende Teenager erfasste den betagten Fussgänger im De Wette-Park beim Ausgang an der Elisabethenstrasse.
Polizei BS

Rasant und ohne Licht war er unterwegs, der 17-Jährige Velofahrer, der am Dienstagabend im De Wette-Park einen 75-jährigen Fussgänger so heftig erfasst hatte, dass dieser sich beim Sturz lebensgefährliche Kopfverletzungen zuzog (wir berichteten). Inzwischen befindet sich der Mann gemäss Einschätzung der Ärzte nicht mehr in Lebensgefahr, wie der Basler Polizeisprecher Klaus Mannhart auf Anfrage sagt.

Eine Häufung von Zwischenfällen mit Velofahrern ohne Licht kann er – trotz früherer Dämmerung wegen der Zeitverschiebung – nicht feststellen. Ebenso wenig eine steigende Undiszipliniertheit der Velofahrer. Diese sei ein «permanentes Ärgernis».

Licht-Situation hat sich verbessert

«Die Leute müssen sich bewusst sein, was sie auslösen können», sagt Mannhart. «Viele Velofahrer finden systematisch, dass für sie die Verkehrsregeln nicht gelten.» Damit bringt der Polizeisprecher auf den Punkt, was die Mehrheit der Kommentarschreiber nach der Meldung des Zusammenstosses im De Wette-Park verärgert. Wie meistens in solchen Fällen werden auch dieses Mal ein härteres Vorgehen und mehr Bussen verlangt. Doch so einfach ist das nicht. «Es ist Herbstmesse, ausserdem sind wieder viele Einbrecher unterwegs – da muss man Prioritäten setzen», sagt Mannhart.

Zwar sei jeder Unfall einer zu viel, aber Gedankenlosigkeiten wie jene des 17-Jährigen Velofahrers liessen sich leider schlecht verhindern. Auch nicht mit Präventionskampagnen, die im Herbst jeweils wieder auf die Wichtigkeit der Velo-Beleuchtung hinweisen. «Mit den neuen LED-Velolichtern hat sich die Situation in den letzten Jahren sogar verbessert», meint Mannhart.

Das nützt dem 75-jährigen Unfallopfer allerdings wenig – der rasende Teenager war nicht nur ohne Licht, sondern auch im Fahrverbot unterwegs.

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