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Viel Aufwand, wenig Wirkung

Die Staatsanwaltschaften kämpfen nicht nur gegen den organisierten Betäubungsmittelhandel, sondern auch gegen eine Flut von juristischen Auflagen, enge Budgets und hoch agile Gegner.

Jedes Jahr werden Hanf-Indooranlagen ausgehoben. Zu einer Unterversorgung auf dem Schwarzmarkt kommt es deshalb nicht. Foto: Polizei BL
Jedes Jahr werden Hanf-Indooranlagen ausgehoben. Zu einer Unterversorgung auf dem Schwarzmarkt kommt es deshalb nicht. Foto: Polizei BL

In August und September werden an den Strafgerichten im ­Baselbiet und in Basel-Stadt mehrere schwere Betäubungsmittelfälle verhandelt. Es geht um Heroin, Kokain und Marihuana, meist im Kilobereich, und Umsätze von bis zu zehn Millionen Franken. Den Beschuldigten drohen unbedingte Haftstrafen. Die Frage, welche Wirkung diese Urteile und die Beschlagnahmungen im Markt hinterlassen, ist ernüchternd. Denn heute ist die Situation für die Staatsanwälte unbefriedigend, besonders bei der Bekämpfung des Cannabishandels und -konsums. «Gesellschaftlich stehen wir zwischen den Fronten», sagt Urs Geier, Leiter der Hauptabteilung Betäubungsmitteldelikte / Organisierte Kriminalität bei der Baselbieter Staatsanwaltschaft. «Das Verbot, wie vom Gesetz definiert, wird in den Kantonen aufgrund der gewachsenen gesellschaftlichen Akzeptanz des Konsums mehr oder weniger streng durchgesetzt.»

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